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Di, 07:49 Uhr
13.08.2019
Andreas Leupold zur Migrationsdebatte:

Herr Grund hatte vier Jahre Zeit!

Zum Offenen Brief des nnz-Lesers Wolfgang Jörgens und der Antwort Manfred Grunds erreicht uns eine Replik von Andreas Leupold, Landtagswahl-Direktkandidat der AfD für die Stadt Nordhausen...


"Ich habe mich sehr über die deutlichen Worte von Manfred Grund gefreut. Jedoch werden sie von einem sehr faden Beigeschmack begleitet, der sie beim zweiten Hinschauen ad absurdum führt.

Bei Grund, seit 1994 Mitglied des Bundestages, hat sich nämlich der selbe Reflex gezeigt, den man bei einem allseits bekannten CDU-Landtagsabgeordneten vor wenigen Wochen in Bezug auf eine Windkraftdebatte beobachten konnte - das eigene Regierungshandeln wird harsch kritisiert, obwohl man selbst seit Jahrzehnten am legislativen Hebel sitzt!

Gern würde ich Herrn Grund fragen, wann er in Folge der rechtswidrigen und verheerenden Grenzöffnung von 2015 einen unionsinternen "Aufstand der Anständigen" organisiert hat, der - wie in jeder anderen westlichen Demokratie - wohl zur Ablösung der Regierungschefin hätte führen können. Wo war denn die offene Rebellion der Bosbachs, Spahns und Grunds, als im Spätsommer 2015 gegen das Dublin-Abkommen und Artikel 16a des Grundgesetzes in nicht gekanntem Maße verstoßen worden ist?

Niemand sollte vergessen, dass Frau Merkel für ihre verantwortungslose Politik der offenen Grenzen beim CDU-Bundesparteitag im Spätherbst des selben Jahres frenetischen Applaus bekommen hat, womöglich auch von den Herren Grund und Primas. Die Früchte dieser von der "Rechtsstaatspartei" CDU gelegten Saat ernten wir tagtäglich im Blick auf die mediale Berichterstattung oder immer häufiger im eigenen Erleben.

Verzeihung, aber als ehemaliges langjähriges CDU-Mitglied kann ich Politiker einer einstmals großen Partei, die mittlerweile zu einem gefolgsamen Verein politischer Funktionäre mutiert zu sein scheint, denen Wohlfahrt und Schutz des eigenen Volkes wahrscheinlich gleichgültig sind, nur noch geringfügig ernst nehmen."
Andreas Leupold
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Kommentare

13.08.2019, 08.14 Uhr
Spätzlevernichter | Herzlich willkommen in der politischen Wirklichkeit
... Meine Gedanken waren ähnlich, Herr Leupold....auch wenn ich anders über die Sache (Islamisierung) denke.

Aber ist das nicht eigentlich genau das, was man von Politikern erwartet? Sie sollen den Willen ihrer Wähler vertreten. Ändert sich die Ansicht des Wählers, so muss eben auch der Politiker reagieren, sofern er mit seiner Partei weiter in verantwortungsvoller Position bleiben will.

Böswillige können behaupten: rückgratlose wendehälse seien Menschen, die ihre Meinung ändern und anpassen... Aber genau das ist das Wesen der Politik: den Willen von so vielen Menschen wie möglich zu erkennen und zu vertreten.

Ich kann keine "Islamisierung" erkennen... und in meiner Stadt gibt es eine richtige Moschee mit goldenem Dach und hunderten Besuchern jeden Freitag....und Herr Grund hat in Berlin garantiert auch einen anderen Blick auf die Dinge, als die Bürger im beschaulichen Nordhausen.

Das spielt jedoch für einen Politiker keine Rolle, er nimmt die Meinung an, von der er glaubt, dass sie ihm Wählerstimmen verschafft - und nochmal: eigentlich erwarten wir genau das von Politikern. Ich kann mir im Übrigen vorstellen, dass ein Abgeordneter der CDU im Bundestag eher Gehör findet, als ein Schreihals von der AFD. .. Also seit doch froh, dass ein gestandener Politiker, Islamgegnern eine Heimat bietet.... Dann braucht ihr niemanden wählen, der sich nur ein demokratisches Mäntelchen umgehängt hat.

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13.08.2019, 10.34 Uhr
Peter59 | Hallo Andreas,
von dem Kommentar kann ich jedes Wort einzeln unterschreiben, Herr Grund hatte allerdings mehr als 4 Jahre Zeit.......Was nun? Es wird um den Einfluss geschachert, wie vor jeder Wahl...... Die "Staatsoligarchie" ist doch einfach nur peinlich. Wünsche euch viel Erfolg, wir werden es sehen.... Hoffentlich wird korrekt ausgezählt......
Peter Wilhelm,

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13.08.2019, 11.51 Uhr
Latimer Rex | Spätzlevernichter/Fakten statt Hetze
Psychologisch betrachtet handelt es sich bei etlichen
Querulanten in dieser Rubrik um "hoffnungslose Fälle".
Sie schwelgen in Fake News, geifern von Verschwörungen
und sind auch 30 Jahre nach der DDR-Diktatur noch nicht
in de Demokratie angekommen. Selbstverständlich kann
MdB Grund abweichende Meinungen von der Bundes-
kanzlerin haben. Bei einem Westentaschen-Führer gibt
es da Zweifel. Umfragen mögen nicht der Weisheit letzter
Schluss sein, aber sie kommen der Realität ziemlich nahe:
69 Prozent der Bevölkerung in den neuen Bundeslän-
dern bekunden, ihnen gehe es heute viel besser als vor
der friedlichen Revolution in der DDR. Nur neun Prozent
behaupten das Gegenteil. Fast Dreiviertel aller Deut-
schen (74 %) schätzen Angela Merkel als die beliebteste
Politikerin in Deutschland. Eine konträre Auffassung sei
einigen Misanthropen in und um Nordhausen unbe-
nommen.

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13.08.2019, 13.03 Uhr
Spätzlevernichter | @latimer Rex...
... Da haben Sie absolut Recht. Deswegen begrüße ich es ja auch, dass Herr Grund sich hier soweit dreht, diese Menschen in die demokratische Mitte zu holen. Nicht jeder, der Vorbehalte gegenüber Moslems hat, geht mit einem Höcke konform. Diese Menschen finden so eine neue Heimat in der CDU und brauchen nicht mehr einer Partei hinterher zu rennen, die Rechtsextreme in ihren Reihen duldet. Ich finde das absolut begrüßenswert.

Betone an dieser Stelle: ich bin absolut wertfrei gegenüber Religionen, Ethnien, Hautfarben und Schuhgrößen...

Ich hoffe nur, dass derartige Meinungen nicht zu parteiinternen Streitigkeiten führen. Frau Merkels Kanzlerdämmerung ist auf eigenen Wunsch angebrochen. Jetzt gilt es, die Mitte neu zu definieren und so viele wie möglich mitzunehmen.

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13.08.2019, 13.13 Uhr
Kelly | Bekämpfung der Fluchtursachen?
Oft war auch schon die Rede von der Bekämpfung von Fluchtursachen. In den Artikeln und Kommentaren zur Flüchtlingsthematik erkenne ich aber nur eine Diskussion
über deren Auswirkungen.

Mit der Erklärung von Regionen zu sicheren Herkunftsländern sind die dortigen Ursachen nicht beseitigt, nur als nicht mehr existent erklärt.

Kriminelle Schlepper und Schleuser sind nur ein Kettenglied auf dem Fluchtweg, wohl aber die größten
Nutznießer. Die Besatzungen der Rettungsschiffe zu kriminalisieren und zu bestrafen, bekämpft auch keine Ursachen. Sie sind auch nur ein Teil auf dem Weg.

Deutschland als Magnetland wegen der guten Anreize für Flüchtlinge zu bezeichnen, ist m.E. zu kurz gedacht.

Es wäre doch einmal interessant, wenn die Recherchespzialisten unter den Kommentatoren eine
Ursachenanalyse betreiben, die die wirtschaftliche, politische und / oder militärische Vernetzung Deutschlands in den Fluchtausgangszonen einschließt.
Stellt sich dann vielleicht sogar heraus, das gar keine Ursachenbekämpfung gewollt ist, sondern mit allen Mitteln nur Flüchtlingsabwehr betrieben werden soll.

Na, ein paar tatsächlich gute Leute sollten schon bleiben. Die sind auch notwendig nach der verfehlten bundesdeutschen Familien- und Bildungspolitik vergangener Jahrzehnte. Der Vorrat an DDR-Facharbeitern
ist ja sicher auch bald aufgebraucht.

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13.08.2019, 14.19 Uhr
Latimer Rex | Kelly/Harte Zahlen
"Jeder dritte Flüchtling hat Arbeit gefunden", so die
Schlagzeile einer Sonntagszeitung. Vielleicht nicht in
Nordhausen, aber im ganzen Bundesgebiet, und das
zählt. Von jenen im erwerbsfähigen Alter zwischen
15 und 64 Prozent gehen sogar 75 Prozent einer ab-
hängigen Tätigkeit nach. Nicht mitgerechnet sind die
Selbständigen. Das sind aktuelle Angaben des
Nürnberger Instituts für Arbeits- und Berufsforschung.
Damit sei die Integration ein Jahr schneller verlaufen
als bei früheren Flüchtlingswellen nach Deutschland.
Der Leiter der Berufsschule in Bad Aibling erklärt:
"Besser kann es eigentlich nicht laufen." Viele Asylan-
ten seien heute "voll akzeptierte und vor allem dringend gebrauchte Mitarbeiter". So Fachleute in der Wirtschaft
und keine Provinz-Superökonomen.

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13.08.2019, 17.56 Uhr
Kelly | @Latimer Rex - kein Beleg!
Ich kann Ihre Zahlen nicht bewerten,
kenne aber auch selbst Flüchtlinge
aus verschiedenen Ländern, die
die teils hohen Hürden der Integration
erfolgreich überwunden haben.
Einschließlich der Anfeindungen bis
hin zur Bedrohung ihrer Arbeitgeber.

Jedoch sind auch das Auswirkungen
der Flüchlingsbewegungen - es gibt
selbstverständlich auch positive wie
es negative gibt.

Aber die Ursachen der Flüchtlings-
bewegungen sind damit nicht belegt.
Gibt man diesen Menschen hier
die Chance zur Integration hat man
die Ursachen der Flucht in ihren
Herkunftsländern noch lange nicht
beseitigt.

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13.08.2019, 18.08 Uhr
Andreas Dittmar | Deutschland als Magnetland
Dazu gehören leider auch die ca. 20000 Toten im Mittelmeer, welche sich das Merkel-Regime mit auf die Fahne schreiben kann. Das ist wie, wenn jemand auf einer Seite eines Minenfeldes steht und ruft : Kommt rüber Hier ist das Paradies! Irgendwie schon makaber.

Der Islam gehört auch nicht zu Deutschland. Die Sharia, der Djihad, Die Vielehe gehören zum Islam, sind aber mit dem Grundgesetz unvereinbar. Gerade auch weil so etwas nicht integrierbar ist und sich Parallelgesellschaften bilden.

Wenn anonyme Kommentatoren das anders sehen, ok dann ist es eben deren Meinung, Die muss ich zwar so akzeptieren aber nicht unbedingt teilen.

Gerade die DDR-Zeit hat vielen Menschen die Fähigkeit gegeben, Propaganda und Schönfärberei von Realität zu unterscheiden. Auch die Schnitzlers konnten am Ende nicht mehr überzeugen. Die Wendehälse sind leider geblieben, wie eben auch die Weisgewaschenen in der jungen Bonner Republik.

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14.08.2019, 17.21 Uhr
altmeister | Rückgrat
Sehr geehrter Spätzlevernichter, es ist nicht richtig, wenn Sie schreiben, dass ein Politiker sich nach des Volkes Meinung wenden soll, wichtig ist, dass er für seine Meinung einsteht und Verantwortung übernimmt, auch wenn Konsequenzen daraus entstehen.
Für den demokratischen Pluralismus gibt es in einer Demokratie die Möglichkeit, aus verschiedenen Parteien zu wählen, entsprechend dem Parteiprogramm und der vertretenen Meinung. In der DDR gab es so etwas nicht, da gab es nur die Kandidaten der nationalen Front, was wohl keine Demokratie dargestellt hat.
Da heute fast jede Partei mit fast jeder anderen koalieren würde, sind wir in dieser Beziehung schon wieder sehr nah an vergangene Zeiten gerückt, es verwischen sich immer mehr die ehemaligen Unterschiede zwischen den alteingesessenen Parteien und das leider oft, um Posten zu behalten oder zu bekommen. Das fängt in der kleinen Politik an und hört in der großen auf.

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