So, 09:08 Uhr
04.08.2019
Camp-Tagebuch (8. Tag)
Ein letztes Handwerk dem Lutherhof
Wieder ist es soweit, fast 100 Mädchen und Jungen verbringen eine spannende Zeit im Handwerkercamp des Kinder-Kirchen-Ladens in Hoheneiche. Im Mittelpunkt des Camps steht in diesem Jahr die Lebensgeschichte von Johannes Falk aus Weimar. In der nnz schreiben die Jungs und Mädels Ihr Camp-Tagebuch...
Falk und der Lutherhof
Frühmorgens hört man Regentropfen
auf Bauwagen- und Zeltdach klopfen.
So sind wir ziemlich schnell bereit
für eine letzte Theaterzeit.
Herr Falk sucht heut ein neues Haus,
doch was er kriegt, sieht nicht gut aus.
Doch vertraut er auf Gottes Rat,
und mit den Kindern schreitet er zur Tat.
Zum letzten Mal ist Handwerk dran,
da müssen alle nochmal ran.
Mal sehen was jeder heute so schafft,
manch einem fehlt jedoch die Kraft.
Dann vibriert die Luft auf`m Gelände
wohin man blickt gibt’s emsige Hände.
Die Kinder sind gespannt und erwartungsvoll
manch einer fragt sich, was das werden soll.
Vorher sieht man die Mitarbeiter schwitzen,
und aufgeregt durcheinander flitzen.
Alle sind plötzlich so aufgedreht
langsam wird’s Zeit, dass Das Quatsch losgeht.
Dann wird es im Lutherhaus echt prominent
es kommen Stars, die jeder hier kennt.
Die Bühne wackelt vor tosendem Applaus
und viel zu schnell ist die Show dann aus.
Taizégesänge zum letzten Mal erklingen,
Mitarbeiter ihre Kinder noch einmal zu Bette bringen.
Die Nachtwache merkt, auch in der letzten Nacht
wird noch ganz schön Krach gemacht.
Wohl oder übel muss sich Johannes Falk bei seiner Wohnungssuche an den Minister wenden. So wird ihm von dieser Stelle ein kleines verfallenes Gebäude am Luthergässchen zugewiesen.
Falk ist entrüstet. Warum erkennen die Großen der Stadt nicht den Wert seiner Herberge? Doch es gibt keine andere Möglichkeit. Und wieder ist es Falks tiefes Gottvertrauen, dass ihn neue Pläne schmieden lässt. Lasst uns aus der alten Hütte ein Heim für uns bauen. Mit eurer und mit Gottes Hilfe wird es uns gelingen! So wird aus der Ruine ein Zuhause. Ein Heim für alle Waisen und für Familie Falk.
1821 kann Johannes Falk den Lutherhof mit Gottes Segen feierlich eröffnen.
Denn solange dieses Haus arme Kinder in seinen Mauern aufnehmen wird, wird der Segen Gottes mit ihm und seinen Bewohnern sein. Von dem Augenblick aber an, wo es armen Kindern Tür und Tor unbarmherzig verschließt, soll aller Segen von ihm weichen.
Johannes Falk arbeitet weiter am Aufbau der Herberge für seine Zöglinge. Am 14.02.1826 stirbt Johannes Falk im Lutherhof in Weimar. Heute gilt Falk als Urvater der Inneren Mission und als Wegbereiter der christlichen Jugendsozialarbeit oder als Ideengeber des Berufsschulwesens.
J. Berger, S. Schubert, G. Scholz
Autor: redFalk und der Lutherhof
Frühmorgens hört man Regentropfen
auf Bauwagen- und Zeltdach klopfen.
So sind wir ziemlich schnell bereit
für eine letzte Theaterzeit.
Herr Falk sucht heut ein neues Haus,
doch was er kriegt, sieht nicht gut aus.
Doch vertraut er auf Gottes Rat,
und mit den Kindern schreitet er zur Tat.
Zum letzten Mal ist Handwerk dran,
da müssen alle nochmal ran.
Mal sehen was jeder heute so schafft,
manch einem fehlt jedoch die Kraft.
Dann vibriert die Luft auf`m Gelände
wohin man blickt gibt’s emsige Hände.
Die Kinder sind gespannt und erwartungsvoll
manch einer fragt sich, was das werden soll.
Vorher sieht man die Mitarbeiter schwitzen,
und aufgeregt durcheinander flitzen.
Alle sind plötzlich so aufgedreht
langsam wird’s Zeit, dass Das Quatsch losgeht.
Dann wird es im Lutherhaus echt prominent
es kommen Stars, die jeder hier kennt.
Die Bühne wackelt vor tosendem Applaus
und viel zu schnell ist die Show dann aus.
Taizégesänge zum letzten Mal erklingen,
Mitarbeiter ihre Kinder noch einmal zu Bette bringen.
Die Nachtwache merkt, auch in der letzten Nacht
wird noch ganz schön Krach gemacht.
Wohl oder übel muss sich Johannes Falk bei seiner Wohnungssuche an den Minister wenden. So wird ihm von dieser Stelle ein kleines verfallenes Gebäude am Luthergässchen zugewiesen.
Falk ist entrüstet. Warum erkennen die Großen der Stadt nicht den Wert seiner Herberge? Doch es gibt keine andere Möglichkeit. Und wieder ist es Falks tiefes Gottvertrauen, dass ihn neue Pläne schmieden lässt. Lasst uns aus der alten Hütte ein Heim für uns bauen. Mit eurer und mit Gottes Hilfe wird es uns gelingen! So wird aus der Ruine ein Zuhause. Ein Heim für alle Waisen und für Familie Falk.
1821 kann Johannes Falk den Lutherhof mit Gottes Segen feierlich eröffnen.
Denn solange dieses Haus arme Kinder in seinen Mauern aufnehmen wird, wird der Segen Gottes mit ihm und seinen Bewohnern sein. Von dem Augenblick aber an, wo es armen Kindern Tür und Tor unbarmherzig verschließt, soll aller Segen von ihm weichen.
Johannes Falk arbeitet weiter am Aufbau der Herberge für seine Zöglinge. Am 14.02.1826 stirbt Johannes Falk im Lutherhof in Weimar. Heute gilt Falk als Urvater der Inneren Mission und als Wegbereiter der christlichen Jugendsozialarbeit oder als Ideengeber des Berufsschulwesens.
J. Berger, S. Schubert, G. Scholz













