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Do, 22:00 Uhr
18.07.2019
Drei Jahre Bauzeit

Die Grimmelallee wird grundlegend neu

Im Ratssaal des Nordhäuser Bürgerhauses wurde heute die Sanierung der Grimmelallee vorgestellt. Es wird – das war schon vorab sicher – eine Mammutaufgabe für die Stadt Nordhausen, für die Bürger und vor allem für die Anlieger…


Es sind rund 1.100 Meter, die vor den Planern und Bauleuten stehen werden. Zum ersten Mal seit der Wende soll es eine grundhafte Erneuerung im Zuge der Bundesstraße geben. Das bedeutet, nicht nur die Straße an sich, sondern auch all das, was in die Erde zur Ver- und Entsorgung im Jahr 2019 muss.

Winfried Ludolph vom Leinefelder Landesamt für Bau und Verkehr (vormals Straßenbauamt) übernahm den Part der Einleitung und bereitete die Anlieger darauf vor, dass es nicht nur Behinderungen schlechthin geben werde, sondern auch Sperrungen der Zufahrten.

Danach erläuterte ein Mitarbeiter des Ingenieurbüros aus Weimar die Bauausführung, die neben der kompletten Erneuerung der Fahrbahn auf mehr als 9.000 Quadratmeter und des Gehweges auf der westlichen Seite, inklusive mit dem Einbau einer Radspur, auch die vollständige Erneuerung der Ampeln von der Zorgebrücke bis zur Parkallee vorsieht. Geplant sei dann eine grüne Welle, wobei der Fußgängerüberweg zur Behringstraße verschwinden wird, da dort eine Ampel für die gesamte Kreuzung installiert werden soll. Darüber hinaus soll es eine Haltestelle für den ÖPNV am Badehaus geben.

Zeitlicher Bauablauf, vorausgesetzt, das Wetter „spielt“ mit.

Los geht die Baustelle an der Kreisvolkshochschule, die sich dann über 1.120 Meter bis an die Europakreuzung „heranpirschen“ wird. Start soll der 29. Juli sein, das Ende ist für Mitte November 2022 vorgesehen. Möglicherweise wird halbseitig gesperrt, nur der letzte Abschnitt zwischen der Ausfahrt der Straßenbahn aus dem Depot bis kurz vor der Europakreuzung wird während der Bauphase komplett gesperrt und der gesamte Verkehr wird in beiden Richtungen über die Freiherr-vom-Stein-Straße, Bochumer Straße und Gerhart-Hauptmann-Straße geführt. Ach ja, 49 neue Bäume werden auch gepflanzt.

Die Kosten für die über dreijährige Bauzeit belaufen sich auf fast 4,4 Millionen Euro, die Kosten für die Kommune belaufen sich auf knapp 860.000 Euro.

Im Anschluss an die Präsentation wurde durch die Fachleute individuelle Fragen der Anlieger und der interessierten Bürger beantwortet.
Peter-Stefan Greiner
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Kommentare

18.07.2019, 22.29 Uhr
muendh | Ich kann mich nich daran erinnern ...
... als die Rautenstrasse saniert wurde.

Hinterher wars doch gar nicht so schlimm. Geht also auch mit der Grimmelallee.

Und gemeckert wird immer.

Wird nichts gemacht wird gemeckert. Wird was gemacht wird noch mehr gemeckert. Wenn alles fertig ist: Ich habe nicht gemeckert..."

Typisch für Nordhausen.

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18.07.2019, 23.04 Uhr
murmeltier | 3 Jahre
In drei Jahren haben die Chinesen einen Flughafen gebaut.

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19.07.2019, 01.02 Uhr
AktenzeichenXY | Da haben Sie sowas von Recht, muendh.
Und der erste füllt sich schon angesprochen.... ;)
Aber das ist nicht nur hier so.... Das gibts überall, allerdings manchmal zuviel mit schlechter Laune.

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19.07.2019, 06.10 Uhr
Thüringen-Mann | Zeitlicher Bauablauf
Ich schätze mal mit Bauende ca. 15.11.2025 vorher nicht :-) !!!

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19.07.2019, 07.17 Uhr
rudel | Muß nun mal gemacht werden
Da wird seit langem mal wieder in eine Nordhäuser Straße investiert und schon geht das gemeckere hier wieder los. Es ist manchmal unerträglich. Es geht hier ja nicht nur um den eigentlichen Straßenbau, hier wird grundlegend alles erneuert. Bin mal gespannt ob nicht noch eine Bombe zum Vorschein kommt. Wundern würde mich das nicht.
Also alle die in den nächsten Monaten unbedingt dort oder auf den Umleitungen unterwegs sind, einfach mal etwas Verständnis und Geduld mitbringen. geht nun mal nicht anders!

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19.07.2019, 08.09 Uhr
downton | Gemeckert wird immer....
... erst weinen wenn‘s wehtut.

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19.07.2019, 08.16 Uhr
Psychoanalytiker | Da binnnnnn ich mal seeeeeehr gespannt ...
... wann die Grimmelallee fertig sein wird und wie sie dann "aussieht". Ich bin sehr bei murmeltier und verstehe eine Bauzeit von 3 Jahren auch nicht so ganz. Aber die Reparatur von (fast neuen) Autobahnen dauert ja auch jahrelang und man sieht sogar bei Kurzstrecken weder Bauarbeiter noch wirkliche Fortschritte. Und wenn man den BER-Flughafen betrachtet, weiß man wiederum, warum 3 (in Worten: DREI) Jahre angesetzt werden mußten.

Die Grüne Welle soll kommen. Toll, ich habe schon vor über 50 Jahren erstmals von der Grünen Welle gehört, erlebt habe ich sie noch nie. Ich hoffe nur, dass die "Kreuzung" Arnold-/Freiherr-v.Stein-/Uferstraße und der Abzweig Beethovenring mit eingebunden werden, sonst brauchen wir diese bestimmt teure Grüne Welle nicht. Ich bin aber für diese Grüne Welle, denn mit einer solchen werden bestimmt die Abgase und Feinstäube sehr verringert. Nur sollte dies dann auch klappen. "Heute" steht man doch mehr an den Ampeln als dass man fährt. Ich habe es mal "getestet". Mein Diesel-Verbrauch (Verbrauchsanzeige) steigt in dieser Straße von sonst rund 7,5 Liter auf über 12,5 Liter, nur weil ich am Grimmel, in der Hohensteiner-Straße, an der Behringstraße und an der Europakreuzung nahezu immer anhalten muss und mir keine Abschaltautomatik leisten konnte.

Und bitte nicht vergessen, liebe Planer (die hoffentlich ihre Abschlüsse nicht mittels Petitionen oder Klagen errungen haben): Es gibt inzwischen auch Grüne Wellen für Radfahrer!!! Und noch eine letzte Hoffnung: Gestaltet die Geh-und Radwege bitte, BITTE, BITTE so, dass Rollstuhl- und Radfahrer, aber auch Nutzer von Rollatoren nicht "durchgeschüttelt" werden!!! Will heißen: keine Pflastersteine, keine Absenkungen durch Abzweigungen oder Ausfahrten und keine Bordsteinkanten in diesen Bereichen, sondern relativ glatte und ebene Flächen! Auch ihr Planer und Gestalter werdet mal alt .....

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19.07.2019, 09.45 Uhr
sarkaso | Komisch -
Bei jeder Meldung über Finanzen, sei es Feuerwehr, sei es Theater, sei es der AKS finden sich mindestens zwei bis drei Stimmen, die rufen "investiert das Geld in den Straßenbau, da haben alle was davon!"
Jetzt wird Geld in den Straßenbau investiert, da passt es auch wieder nicht.

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19.07.2019, 13.09 Uhr
Checker | Die Grimmelallee...
Hoffe nur das die Firma Granitbau nicht so gelangweilt arbeitet (was man von denen keinesfalls so gewohnt ist), wie unsere Bürgermeisterin lustlos und teilweise Unwissend den anwesenden Rede u Antwort gestanden hat.

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19.07.2019, 14.49 Uhr
Paulinchen | Wenn ich mich recht...
... erinnere, hatten wir schon einmal einen Bürgermeister, der aus der Grimmel-Allee eine Flaniermeile machen wollte.
Bleibt nur zu hoffen, dass die Projektanten diesen Wunsch diesmal richtig eingeplant haben. Verdient hat es die Grimmel-Allee auf jeden Fall. Vielleicht fährt ja dann auch die Straßenbahn wieder hinter einer gepflegten, halb hohen Hecke. Würde letztlich auch ein Beitrag zur Geräuschreduktion des Straßenverkehrs beitragen. Ich hoffe zumindest auf ein gutes Ergebnis.

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19.07.2019, 23.54 Uhr
theMachine | Huhu
Hoffentlich wurde an Glasfaserkabel gedacht

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