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Do, 13:31 Uhr
11.07.2019
AM SAMSTAG MACHT DIE FRIEDENSEICHE DICHT

Zum Abschied der Wirtin ein Ständchen

Wenn die letzten Gäste am kommenden Samstag das Lokal „Friedenseiche“ in Salza verlassen, wird Steffi Holzheuer, die Wirtin, die Türen des Hauses zuschließen. Für immer? Was aus dem traditionsreichen Gasthaus wird, steht in den Sternen. Eigentümer Klaus Polle will es verkaufen...


Nordhausen-Salza. Vertreter von Vereinen und Institutionen, Sportler und Stammgäste haben sich angesagt, um Abschied vom Lokal und der Wirtin zu nehmen. Hier probte auch in den vergangenen fünf Jahren der Nordhäuser Männerchor. Da er aber am Samstag einen öffentlichen Auftritt hat, verabschiedete er sich schon gestern Abend von Steffi Holzheuer.

Zu Herzen gehende Worte sprach Vorsitzender Herbert Miller. Dieter Stockhausen trug ein Gedicht vor, das ihm viel Beifall einbrachte. Der Wirtin zu Ehren hatte der Chor zudem ein Lied geschrieben und es ihr zum Abschied gesungen: Da heißt es: „Wir singen der Steffi ein Lied, denn sie ist bei uns sehr beliebt. Viele Jahre hier zu singen, viele Jahre bei ihr zu sein, das kann es doch noch nicht gewesen sein. Wir hoffen, das alles ist nur ein Traum – denn was jetzt passiert glaubt man kaum“. Miller überreichte Blumenstrauß und Präsentkorb. Bewegt dankte die Wirtin den Sangesbrüdern.

Nach der Fusion des Handwerkerchores mit dem Hochbau-Chor 1993 zum Nordhäuser Männerchor entwickelte sich mit den Übungsstunden in „Ottos Steakhouse“ mit Steffi Holzheuer als Chefin das Vereinsleben. Bis zur tragisch verlaufenden Havarie 2014 durften die Sangesbrüder sowohl ihre Übungsstunden als auch anderweitige Feierlichkeiten abhalten. Infolge der nicht zu klärenden Probleme mit der Versicherung des Vermieters musste eine neue Einrichtung gefunden werden.

Da der Chor sein gutes Verhältnis zu Steffi Holzheuer unbedingt aufrechterhalten wollte, folgte er den Umzug in die „Friedenseiche“, baute dort sein Vereinsleben neu auf. Mit den Übungsstunden, Weihnachtsfeiern, Treffen mit anderen Chören und den Festveranstaltungen mit der Volkssolidarität sowie dem 25-jährigen Chorjubiläum erlebte er bedeutsame Höhepunkte im Vereinsleben. Zufriedenheit mit dem Service und dem Umgang des Bedienungspersonals gaben den Sängern das Gefühlt, fast zur Familie des Hauses zu gehören.

„Der Männerchor Nordhausen bedauert sehr, dass diese erlebte Zeit vorbei sein soll, weil der Vermieter des Hauses Absichten verfolge, die wir als kulturverständliche Mitmenschen nicht unter die Haut bekommen. Schade, dass eine derartige Erscheinung und Entwicklung sich nicht aufhalten lassen kann“, heißt es in einer Mitteilung an die nnz. Als Sangesfreunde sei man erneut in der Pflicht, eine neue Bleibe für die Übungsstunden zu suchen.
Kurt Frank

Warme Worte zum Abschied
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Kommentare

13.07.2019, 22.40 Uhr
heyDu! | Die arme Wirtin...
Schade, dass nicht beide Seiten dargestellt werden. Immer ist nur die Rede von der armen Wirtin, die sich dem bösen Vermieter beugen muss! Das ist bei weitem nur die halbe Wahrheit! Wenn überhaupt ne halbe zusammen kommt...
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Anmerk. d. Red:
https://www.nnz-online.de/news/news_lang.php?ArtNr=256602

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