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Mi, 09:26 Uhr
19.06.2019
nach Sturmtief und Dürresommer

Schnelles Eingreifen gegen Borkenkäfer

Derzeit werden an den Standorten Harzrigi, Petersdorf und Windlücke umfangreiche forstwirtschaftliche Maßnahmen durchgeführt. Diese dienen dem Schutz des Bestandes des Nordhäuser Stadtwaldes sowie der anliegenden Waldparzellen anderer Waldbesitzer...

Ein schnelles und umfangreiches Eingreifen, sogenannte Sanitärmaßnahmen, sind notwendig, da sonst ein Totalverlust der gesamten Waldflächen droht und auch die Verkehrssicherheit im Wald und an Wegen nicht mehr gewährleistet ist.

"Bedingt durch den Holzbruch durch das Orkantief Friederike sowie die nachfolgende anhaltende Dürrephase im Jahr 2018 und der dadurch ausgelösten starken Borkenkäfervermehrung, sind momentan Entnahmemaßnahmen von circa 1.700 Quadratmeter (Erntefestmeter) Schadholz nötig", sagt Stadtforstwirt Axel Axt. Als Kompensation solle in den Folgejahren eine Neupflanzung von Eichen als Hauptbaumart, auf ca. 70 Prozent der Fläche erfolgen und ca. 30 Prozent mit anderen Laubbaumarten aufgeforstet werden. Bereits im Frühjahr erfolgten Aufforstungsarbeiten in der Windlücke, wobei mehrere Tausend Eichen gesetzt worden seien, sagte er.


Die Entnahme der durch Borkenkäferbefall geschädigten Bäume wird in mehreren Schritten durchgeführt, da durch regelmäßig ausgeführte Kontrollen immer wieder neuer Befall festgestellt werden wird. Sämtliche Schritte sind mit einem hohen Kostenaufwand verbunden, die auch nicht durch den Absatz des Schadholzes gedeckt werden können, da seit dem Orkan Friederike sinkende Holzpreise vorherrschen und durch die großen Mengen Sägewerke und Holzhändler kaum noch Holz abnehmen. Geringe Mengen können auf Überseemärkten abgesetzt werden. Weitere Kosten entstehen für die erforderlichen Nachpflanzungen in den betroffenen Waldgebieten in den nächsten Jahren, die aber zum Teil aus Fördermitteln des Landes gedeckt werden können.

Die Forstarbeiten werden auf speziell angelegten und PEFC-zertifizierte Rücketrassen (unbefestigte Waldwege in den einzelnen Waldkomplexen) ausgeführt um den Waldboden zu schützen und das flächige Befahren und somit eine Bodenverdichtung zu verhindern.

Die Ursachen für die angestrengte Käfersituation ist dem Orkantief Friederike geschuldet, da durch den Orkan ist eine große Menge Holz gebrochen ist und damit eine ideale Brutstätte für den Borkenkäfer entsteht. Der extreme Sommer im Jahr 2018 hat die Waldbestände zusätzlich geschädigt. Der sogenannte Trockenstress verhindert den natürlichen Schutz der Fichten, das Einharzen und bedingt die starke Schädigung zusätzlich.
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Kommentare

19.06.2019, 10.52 Uhr
Paulinchen | Kann es sein...
... dass der Borkenkäfer schneller war? Aus meiner Sicht, hat man das Käferchen viel zu lange sein Unwesen treiben lassen.

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19.06.2019, 12.05 Uhr
hans h. | irgendwie eine verständnisfrage ????
"""Ein schnelles und umfangreiches Eingreifen, sogenannte Sanitärmaßnahmen, sind notwendig, da sonst ein Totalverlust der gesamten Waldflächen droht und auch die Verkehrssicherheit im Wald und an Wegen nicht mehr gewährleistet ist."""
ein mitarbeiter der stadt wurde von mir auf die verkehrssicherheit im gehege angesprochen... seine antwort "" das gehege ist ein naturwald, dort muß totholz liegen, das ist absicht "" ..... nun entweder hab ich da was nicht richtig verstanden oder der mitarbeiter arbeitet auf lange sicht für ein anderes ziel....

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