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Do, 13:42 Uhr
30.05.2019
Wie sicher, nachhaltig und umweltfreundlich sind Elektroautos?

Fünf Fragen rund um E-Mobilität

Die aktuellen Pläne des Klimakabinetts, die Kaufprämie für Elektroautos zu verlängern und teilweise zu erhöhen, könnte der Elektromobilität zum Durchbruch verhelfen. Informationen über grundsätzliche Fragen rund um das E-Auto fehlen aber häufig noch, und etliche Fehleinschätzungen kursieren. Der ADAC beantwortet die wichtigsten Fragen...


1. Wie umweltfreundlich sind Elektroautos?
Elektroautos gelten als "emissionsfrei", weil sie im Gegensatz zum Verbrennungsmotor keine direkten Emissionen erzeugen. Allerdings entstehen bei der Stromproduktion CO2-Emissionen sowie Schadstoffe. Elektroautos haben zudem einen „CO2-Rucksack“, der deutlich größer ist als der von Autos mit Verbrennungsmotor. Ursache: die energieaufwändige Produktion der Batteriezellen. Im Fahrbetrieb baut das Elektroauto den Rucksack ab – je sauberer der Betriebsstrom und je höher die Fahrleistung, umso schneller.

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2. Gibt es genügend Rohstoffe?
Laut Öko-Institut e.V. u?bertreffen die Vorkommen von Lithium, Kobalt, Nickel, Grafit und Platin den Bedarf deutlich. Engpässe könnte es aber geben, wenn die Förderstätten dazu nicht rechtzeitig erschlossen werden. Zudem müssen Umwelt- und Sozialprobleme gelöst werden, z.B. das Thema Kinderarbeit bei der Kobaltförderung im Kongo.

3. Woher soll der Strom kommen? Können die Netze zusammenbrechen?
Basierend auf der aktuellen Situation des Strommarktes in Deutschland sind mittelfristig keine größeren Probleme zu erwarten. Denn 10 Mio. Elektroautos würden einen zusätzlichen Strombedarf von ca. 5,6 Prozent bedeuten. Zudem können Effizienzsteigerungen und Energieeinsparungen zur Beleuchtung sowie in Gebäuden und Industrieanlagen einen Teil des Mehrbedarfs der Elektromobilität kompensieren. Die Gefahr der lokalen Netzüberlastung steigt aber mit der Anzahl an Elektrofahrzeugen.

Aus diesem Grund wurde für Ladestationen zu Hause bis 11 kW eine Meldepflicht, darüber eine Genehmigungspflicht eingeführt. Damit können die Betreiber das Netz gezielt stärken, ausbauen und künftig Ladevorgänge koordiniert über die Nachtstunden verteilen.

4. Wohin mit den Antriebsbatterien?
Batterien von Elektroautos sind Sondermüll – wie kleine Elektrogeräte, Altöl, Farben und vieles mehr aus dem täglichen Leben. Laut Batteriegesetz müssen Batteriehersteller bzw. -Händler diese zurücknehmen und verwerten. Technologisch gesehen sind Recyclingverfahren für Lithium-Ionen-Antriebsbatterien bereits heute verfügbar. Dadurch können aus Antriebsbatterien bis zu 95 Prozent der relevanten Funktionsmaterialen Kobalt, Nickel, Lithium und Kupfer zurückgewonnen werden. Antriebsbatterien, die für ihren Einsatz im Fahrzeug nicht mehr leistungsfähig genug sind, können im "second life" noch viele Jahre als stationäre Stromspeicher verwendet werden.

5. Wie hoch ist die Brandgefahr?
Da die elektrischen Komponenten eigensicher ausgelegt sind, können Elektroautos im normalen Betrieb als sicher angesehen werden. ("Erste Hilfe" ist in der Regel ohne eine erhöhte Eigengefährdung möglich) Welche Fälle sind das? Kritisch kann es werden, wenn die Schutzmechanismen für die Batterie beeinträchtigt sind, etwa durch die mechanische Verformung infolge eines schweren Unfalles. Dann könnten einzelne Zellen durch innere Schäden überhitzen und die Antriebsbatterie infolgedessen Feuer fangen. Dieses Risiko ist aber vergleichsweise gering, da sich das Hochvoltsystem abschaltet, nachdem bei einem Unfall der Airbag auslöst.
Autor: red

Kommentare
tannhäuser
30.05.2019, 14.05 Uhr
Wenn sie nicht beim Aufladen...
...abfackeln, sind E-Akkus sicherlich extrem umweltfreundlich.

Und über die Entsorgung müssen sich die Schulschwänzer, Gretaisten und sonstige Grünen(Wähler) keine Gedanken machen.

Wenn in Afrika vor lauter E-Müllkippen kein Platz mehr für Menschen ist, kommen diese als Klimaflüchtlinge nach Europa.

In Braunschweig sollen Studenten weichen, damit Asylbewerber einziehen können.

Das wäre doch eine Anregung für die Intelligenzstadt Jena, oder Herr Rentner-Sollen-Verwaiste-Kinderzimmer-An-Flüchtlinge-Vergeben-Minister Lauinger und Doppelnamen Linkinnen?

Das könnte sich aber bei den Landtagswahlen negativ auswirken, wenn die Demo-Erfrischungsgelder-Zielgruppe zusammenrücken oder eine neue WG suchen muss.
Franz Tabak
30.05.2019, 15.22 Uhr
tannhäuser
Auch Benzin und Diesel brennt, wohl nicht in der Schule aufgepasst oder gerade dann im Physik- und Chemieunterricht gefehlt?

Die Akkus lassen sich, soweit ich gelesen habe, zu einem Großteil recyclen, versuchen sie das mal mit verbrannten Treibstoff!

Sicher ist die E-Mobilität nicht der Weisheit letzter Schuss, aber selbst dass die Großkonzerne diese Entwicklung mittlerweile stark unterstützen, zeigt es in die richtige Richtung geht, oder? Ich kann mich noch an die Diskussionen in den 1980er- und 1990er-Jahren erinnern, wo beinahe jeder Großkonzern gegen diese Entwicklung war oder sie nur sehr zaghaft unterstützte.

Aber wählen Sie ruhig die CDU oder AfD weiter, die werden es dann schon richten, oder?
tannhäuser
30.05.2019, 16.13 Uhr
Nun Herr Tabak...
...ich stecke mir jetzt eine in Kuba von hübschen Frauen oberschenkelgerollte Havanna an und versichere, eher faustisch meine Seele an Mephisto zu verscherbeln, bevor ich die Konkurrenz von der CDU wähle.

Ihre Aversion gegenüber der AfD habe ich zur Kenntnis genommen. Scheinbar sind nur Sie selbst gut genug für Ihr eigenes Gusto.
Franz Tabak
30.05.2019, 17.27 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Gehört nicht mehr zum Thema des Beitrages
Paulinchen
30.05.2019, 17.55 Uhr
Das E Auto...
... wird die Umweltprobleme auch nicht lösen. Denn es fabriziert ebenso Feinstaub, wie die, welche nach den Vorstellungen der Umweltschützer in die Presse kommen sollen.

Die Parkplätze werden in den Städten durch die E Autos noch knapper werden, der Verkehr insgesamt wird dichter. Das spüren jetzt auch die die Chinesen. Wer hätte es gedacht? Ach ja - da gibt es doch noch die Mobiltelefone der Marke HUAWAI. Dieser Herstellers ist dem Blondschopf hinter dem großen Teich doch ein Dorn im Auge. Bleibt noch abzuwarten, inwieweit diese Fehde uns in Deutschland noch erreicht. Zumindest hat Peking gestern reagiert. Sie werden die für die Akkuherstellung notwendigen seltenen Erden verknappen und deren Veredelung für den Export reduzieren, oder einstellen. Das, so Experten, sei DIE wirksamste Waffe der Chinesen, gegen den derzeitigen wirtschaftlichen und politischen Streit beider Länder.

Dann helfen uns die Fördergelder für die Stadtflitzer auch nicht weiter. Übrigens - weshalb ist Conti und auch Bosch plötzlich gegen den Bau von Batteriefabriken in Deutschland? Haben wir da etwas übersehen? Gibt es da noch Alternativen, vo denen man nichts wissen soll? Da ist doch auch noch der Autohersteller Tesla. Angeblich stirbt der bis spätestens Oktober 2019. War oder wird das E Auto nur ein Flop und schweigt man deshalb, damit der Absatz noch so halbwegs über die Bühne kommt?
N. Baxter
30.05.2019, 18.55 Uhr
Bitte die gesamte Studie
hier abdrucken (siehe letzte Printausgsbe) denn dann zeigt sich sehr gut, ab welcher Laufleistung eine wirkliche Umweltfreundlichkeit gegeben ist. Nun raten sie mal, 50.000km sind es jedesfalls nicht...
Herr Taft
30.05.2019, 19.35 Uhr
Mal wieder ein echter "Paulinchen"...
... Zum Fremdschämen.

1. Wieso wird der Stadtverkehr durch e-Autos dichter? Ersetze einen Diesel-Golf durch einen e-Golf... Hmmm...

2. Auch E-Autos sind umweltschädlich, weil sie Feinstaub produzieren... Ja, tun sie...Aber der schadet der Umwelt kein bisschen... Er macht angeblich krank, glaubt man der DUH.

3. Was hat Huawei und der blonde, föhngewellte Spinner mit den E-Autos zu tun? Spannend könnte es werden, wenn die Chinesen ihre Rohstoffeexporte nach Amerika herunterfahren... Aber hey... Dann kaufen wir eben keine teslas mehr, sondern Japaner oder deutsche Autos.

Weiter oben noch der absurde tannhäuser-kommentar... Klimafluchtlinge kommen zu uns, weil die alten e-auto-batterien ganz Afrika zumüllen... Geht's noch? Empfehle den Artikel nochmal zu lesen.

Die e-mobilität ist noch nicht in dem Topf wo sie kochen soll... Aber das verbrennungsmotorprinzip ist über 100 Jahre alt... Und überholt. Mal ehrlich, es ist doch eigentlich total gaga einen endlichen und wichtigen Rohstoff einfach zu verbrennen.
Empfehle zu dem Thema Andreas Eschbach "Ausgebrannt"...

Schönen Feiertag noch...
Paulinchen
30.05.2019, 20.10 Uhr
@Spaetzlevernichter...
... nt-v wirtschaft/wie die Welt betrogen wird.
Vielleicht hilft Ihnen dieser Artikel weiter zur Realität, rund um das E Auto. Ihr Artikel ist mit Sicherheit zum Femdschaemen. Denn er beweist mir und den übrigen Kommentatoren, wie kurzsichtig Sie sind und denken. Ich erinnere mich, dass es zwischen Japan und Korea mal eine Auseinandersetzung geben hat, als Japan einen Kapitän eines koreanischen Schiffes festgesetzt hat. Da hat der Blondschopf den Japaner den Hahn mit den genannten Erden zugedreht. Damals hatte er noch diese Materialien. Da musste Japan einlenken. Schauen Sie mal nach, wer zur Zeit die größte Veredelung dieser Materialien betreibt. Ich kann Ihnen schon sagen, wir und Japan gehören nicht dazu. Aber dazu fehlt Ihnen ganz sicher die Zeit zur Recherche, weil Sie nur darauf aus sind, alle übrigen Kommentatoren auf Ihre Linie zu bringen. Ob die das aber auch wollen?
Andreas Dittmar
30.05.2019, 20.17 Uhr
Das Stromnetz in die Sättigung treiben
Punkt 3 ist interressant. 10 Mio. E-Autos erhöhen den Strombedarf um 5,6 % . 11 KW Anschlussleistung werden für eine private Ladestation veranschlagt. Der i3 hat 45 kwH Akkukapazität, wäre nach ca. 4h aufgeladen und kommt damit 350 km weit. So eine Station für nur ein Auto wäre sinnfrei. So weit halte ich mit.
Hat die Studie schon den Kohle- und Atomausstieg beachtet ? Laut Empfehlung sollen die Akkus in der Nacht geladen werden. PV fällt damit auch schon mal weg. Da bleibt der Strom aus den Windparks und das was Baerbock im Netz gespeichert hat, vielleicht aus den Second-Live-Systemen ? Wie zuverlässig sind diese Systeme ?

70% des Güterverkehrs fahren seit Jahrzehnten über deutsche Autobahnen und 18 % über die Schiene. Im Zuge von TEN-V werden Hochgeschwindigkeitsstrecken gebaut, welche den Güterverkehr nicht ausreichend berücksichtigen. Da liegt eine der größten Baustellen
tannhäuser
30.05.2019, 20.44 Uhr
Wieder ein echter Spätzlevernichter..
...wenn es nach ihm ginge, würden wir jetzt in Nordkorea leben, Paulinchen. Oder in Russland.

So ticken Lobbyisten oder Claquateure einer Behörde und entlarven sich selbst, wenn sie mal unter dem Schreibtisch hervorgekrochen kommen.
Paul
30.05.2019, 21.20 Uhr
Paulinchen
In Deutschland sollen keine Batterien für E-Autos produziert werden, weil das eine enorme Umweltverschmutzung zur Folge hat. Soviel zu den"sauberen" E-Autos ! Und außerdem ist doch die Produktion im Ausland viel billiger ( Löhne) und der Dreck bleibt auch gleich da, denn sonst erreicht doch Deutschland nicht seine "Klimaone".
iceman
31.05.2019, 09.44 Uhr
Wo kommt der Strom her?
sehr richtig festgestellt Herr Dittmar. Und genau diese Frage stelle ich immer wieder, wenn es um die E-Mobilität geht, aber niemand beantwortet es!

Hier mal eine kleines Rechenbeispiel anhand der Zahlen im Artikel (ich habe noch ganz andere):
Derzeitiger Strombedarf ca. 65 GW davon 5,6% Mehrbedarf für 10 Mio. E-Autos = 3,64 GW. Insgesamt in Deutschland 43 Mio. Autos also 3,64 GWx4,3 = 15,65 GW Mehrbedarf an Strom zum Autoladen. Diese Zahl deckt sich auch mit sehr vielen anderen Angaben zum Stromverbrauch für E-Autos.

Die 65 GW Leistung im Stromnetz werden z.Zt. vom Braun-/Steinkohle, Atom, Erdgas/-öl und sämtlichen erneuerbaren bereitgestellt. Bis 2035 sollen jetzt Kohle und Atom wegfallen. Diese erzeugen ca. 40 GW unseres Stromes. Das bedeutet wir brauchen bis 2035 Alternativen, welche mir versorgungssicher 40 GW Leistung erzeugen und obendrauf nochmal die Leistung zum Laden der E-Auto. Bei 100% E-Mobilität wären das dann 55 GW.

Wo soll all dieser Strom herkommen?

Bei dieser Rechnung sind Busse, Bahn und LKW etc. noch nicht dabei. Diese würden nochmals obendrauf kommen. Ganz zu schweigen von der Fernwärme die mit dem Abschalten der Kraftwerke auch wegfällt.

Egal wem ich diese Fragen stelle (und ich habe schon so einige Personen und Institutionen damit belästigt), ich erhalte keine Antworten hierzu.
Lisbet
31.05.2019, 09.47 Uhr
Die Kutsche ohne Pferde
war für einige Leute mit technischer Aversion Ende des 19./Anfang des 20. Jahrhunderts auch "Teufelswerk" und angeblich zu nichts nütze. Was wurden da alles für Geschichten erfunden, von Explosionsgefahr, Unfällen, … Das viel mehr Leute vom Pferd gefallen sind wurde mal schnell vertuscht. Warum sollte es also bei E-Mobilität heute anders sein? Fakt ist, die Zulassungszahlen steigen und wer schon einmal ein E-Auto oder einen Hybrid gefahren, hat, weiß um das ganz andere, bessere Fahrgefühl.

Es gibt immer Leute, die auf einem alten, bekannten Stand stehen bleiben wollen. Nach dem Motto, "das haben wir schon immer so gemacht". Keine Angst Ihr Tannhäusers, Paulinchens, Baxters und Co, niemand nimmt Euch euren alten Verbrenner weg. Auch in Zukunft wird es für Euch Oldtimer Kennzeichen geben. Und zur Not gibt es schließlich noch Pferde.
Andreas Dittmar
31.05.2019, 10.35 Uhr
Ihrem Kommentar fehlt der Inhalt @A.Wolf
Sie werfen Denen, welche Zweifel äußern rückständiges Denken vor und begründen das mit einem Ausflug in die Vergangenheit. Wie stehen sie jedoch zu folgenden Punkten ?
Der Strombedarf wird im Schnitt um 5,6 % steigen bei 10 Mio. E-Autos sagt die Studie. 2019 waren in Deutschland jedoch 47 Mio. PKW zugelassen. Deutschland plant aus Kohle 204 TWH und Kernkraft 72 TWH von insgesamt 541 in 2018 erzeugten TWH auszusteigen. Export/Import 55/9 TWH kann man aus meiner Sicht vernachlässigen.

Die Misstände im Güterverkehr hatte ich weiter oben bereits angesprochen. Wenn wir die LKW's von der Straße haben möchte, braucht das Infrastruktur und zusätzlichen Strom. Haben wir eine funktionierende durchgängige N-S Verbindung in Deutschland ? Deutschland ist auch die Schnittstelle zu Osteuropa. Zu diesen Nachbarn gibt es 3 elektrifizierte Übergänge im grenzüberschreitenden Güterverkehr.

Für die Herstellung der Akkus brauche ich bestimmte Rohstoffe, welche es in Deutschland nicht gibt. Die VR China hat bereits angekündigt den Export seltener Erden in die USA zu drosseln. Kobalt wird im Kongo abgebaut. Auch der Kongo ist politisch instabil.
Struwwelpeter
31.05.2019, 12.34 Uhr
E-Mobilität und Strombedarf
@iceman
Ihre Fragen sind gerechtfertigt und würden wir unser jetziges Verkehrssystem mit einen Schlag auf E-Mobilität umstellen, würde dies nicht funktionieren. Bei den aktuellen Zulassungsquoten ist dies jedoch nicht der Fall.

Wo kommt der Strom aktuell her?
An sämtlichen, mit Fördermitteln gebauten Ladesäulen ist die 100 % Nutzung von Ökostrom Pflicht. Da dies auf fast alle öffentlichen Ladepunkte in D zutrifft, sieht die Klimabilanz von E-Fahrzeugen in jedem Fall besser aus, als die klassische Alternative. Im Privat-Bereich ist dies vom Strommix/Liefervertrag abhängig. Eine PV-Anlage mit Eigenverbrauch und Speicher oder ein lokaler Grünstromanbieter (gibt mittlerweile fast überall Energiegenossenschaften) würden auch das Problem lösen.

Wo kommt der Strom zukünftig her?
Ohne einen massiven Ausbau der Erneuerbaren Energien geht es nicht. Hierzu habe ich gerade ein Paper gelesen, aus welchem hervorgeht, dass das Gesamtpotential an PV-Dachflächen deutschlandweit noch ca. 130 GW beträgt. Allein dies würde ausreichen, die fossilen zu ersetzen und gleichzeitig den Mehrbedarf zu decken.

Bleibt das Problem der temporären Verfügbarkeit von PV-Strom. Genau an dieser Stelle nimmt die E-Mobilität das fehlende Puzzle-Stück in unserer Energieversorgung ein. Denn egal ob Batterie- oder Wasserstoffelektrisch: Beide Technologien bringen gewaltige Speicherpotentiale mit.
Hier mal eine Überschlagsrechnung: 10 Mio E-Autos mit Batterie wechseln nach 10 bis 15 Jahren ihren Speicher, wenn diese nur noch 70% Restkapazität haben. Dies entspräche ca 20 kWh je Batterie oder 200 GWh insgesamt, womit wir die Gesamtspeicherkapazität Deutschlands auf einen Schlag um 50% erhöhen würden.

Zur Thematik des Güterverkehrs:
Eine Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene würde eine Verringerung des Energiebedarfs in diesem Sektor bedeuten. Gleichzeit sänke das Verkehrsaufkommen auf Autobahnen und Bundesstraßen (Ganz davon zu schweigen, dass wir uns permanente Straßenreparaturen sparen könnten). Unter einem CSU geführten Verkehrsministerium ist dies jedoch nicht zu erwarten.
Paulinchen
31.05.2019, 12.46 Uhr
Gut geheult,..
... @A.Wolf. Eben typisch für die Spezies Wolf. Heulen, alles niedermachen und das Schlachtfeld anderen überlassen.
Wir Menschen stoßen, auch wenn es uns nicht passt, an die Grenzen der Natur. Im Moment drehen alle am Rad, um die Stromerzeuger zum Abschalten der Kraftwerke zu bewegen. Nur was kommt dann?
Die Windenergie ist nicht zu 100% zuverlässig. Wasserkraftwerke gibt es in Deutschland nur wenige. Und der Traum von einem riesigen Solarpark in der Sahara ist leider auch ausgeräumt. Denn hier haben Wissenschaftler aus aller Welt festgestellt, dass Licht und Schatten Eigenschaften haben, das Klima in der Sahara nachhaltig zu zerstören. Man kann die Energiewende leider nicht von heute auf morgen herbeiführen. Denn daran hängt letztlich unser aller Leben. In den Krankenhäusern kann doch nicht nur bei Windstärke ab Stufe 4 operiert werden oder? Energie von Blitzen einzufangen, ist nicht das Problem. Nur Batterien dafür zu haben, die diese gigantisch hohen Spannungswerte aufnehmen, in Bruchteilen von Sekunden, die gibt es noch lange nicht. Aber davon spricht das Greta nicht. Das hat ihr natürlich noch niemand aufgeschrieben. Was für ein Fehler! Es hilft alles nichts. Gut Ding will Weile haben und nur so können wir die Energiewende meistern. Wer hektisch arbeitet, der macht bekanntlich auch Fehler. Aber Fehler bei der Energieversorgung können wir uns nicht leisten. Denn sie sind nahezu nicht korrigierbar.
Andreas Dittmar
31.05.2019, 13.24 Uhr
Noch ein kleines Rechenbeispiel
Wir wollen die 277 TWh/a welche durch die Energiewende wegfällt durch Windenergie ersetzen. Bei Onshore kann man je nach Art der Location die Windräder in einer 3/5 oder 8/5 sog. Abstands-Ellipse aufstellen. Die Enercon E115 stellt eine Leistung von 3 MW bereit. Den Gesamtjahresnutzungsgrad mit 18,8 % gerechnet kommt man auf folgende Zahlen.

277 TWH/a ersetzen 365d x 24h=8760 h
Enercon E-115 3 MW/Anlage 26280 MWh/a
Jahresnutzungsgrad 18,8 % 4940 MWh/a

277000 GWh/a / 34,6 GWh/a = 8006 Anlagen mit je 7 WEA

5/3 Ellipse 7 WEA / 0,623 qkm 34,6 GWH/a x 8006 4987 qkm
8/5 Ellipse 7 WEA / 1,662 qkm 34,6 GWH/a x 8006 13306 qkm

Der Freistaat Thüringen hat eine Fläche von 16000 qkm
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