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So, 08:56 Uhr
05.05.2019
Deutschlandwetter im April 2019

13 zu warme Monate in Folge

Auch der April 2019 ist in Deutschland, verglichen mit dem vieljährigen Durchschnitt, zu warm ausgefallen. Prof. Dr. Gerhard Adrian, Präsident des Deutschen Wetterdienstes: „Wir können jetzt den Klimawandel live erleben. Der April 2019 ist hierzulande der 13. zu warme Monat in Folge. Das hat es in Deutschland seit 1881 noch nie gegeben“...


Im April dominierte in Mitteleuropa meist Hochdruckeinfluss. Überwiegend gelangten dabei mit östlicher oder südlicher Strömung warme kontinentale Luftmassen nach Deutschland, die die Temperatur auf ein frühlingshaftes, teils auch schon frühsommerliches Niveau steigen ließen. Insgesamt verlief der April nicht nur zu mild, sondern auch sehr sonnig und niederschlagsarm. Das meldet der nationale Wetterdienst nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2 000 Messstationen.

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Mit 9,6 Grad Celsius (°C) lag im April der Temperaturdurchschnitt um 2,2 Grad über dem Wert der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990. Gegenüber der wärmeren Vergleichsperiode 1981 bis 2010 betrug die positive Abweichung 1,3 Grad. Im April dominierte lange das Skandinavien-Hoch „Katharina“: Zur Monatsmitte bescherte es
Deutschland vielerorts Maxima nur knapp über dem Gefrierpunkt, über Ostern bis zur Mitte der letzten Dekade dagegen frühsommerliche Werte.

Hierbei wurde in Kitzingen, südöstlich von Würzburg, sowie in München-Stadt am 25. mit jeweils 28,1 °C die bundesweit höchste Temperatur gemessen. Außerdem traten in Waghäusel-Kirrlach, südöstlich von Speyer, Worms am Rhein sowie Kahl am Main, nordwestlich von Aschaffenburg, insgesamt bereits sechs Sommertage auf. Den deutschlandweit tiefsten Wert registrierte Carlsfeld im westlichen Erzgebirge am 12. mit -7,4 °C.

Der April war ein sehr trockener Monat - besonders im Osten
Der April erreichte mit rund 30 Liter pro Quadratmeter (l/m²) nur 53 Prozent seines Solls von 58 l/m². Bundesweit traten sehr unterschiedliche Niederschlagssummen auf. So kamen in der Fränkischen Alb, dem Passauer Land, der Leipziger Tieflandbucht, der Prignitz sowie der Mecklenburgischen Seenplatte bis zum 25. örtlich nur rund 1 l/m² zustande. Zu Monatsbeginn und im zweiten Drittel sorgte kurzzeitig typisches Aprilwetter mit Niederschlägen, die teils als Schnee fielen, zeitweise bis ins Flachland für winterliche Verhältnisse.

Eine Kaltfront aus Südwesten brachte am 24. stürmische, vereinzelt sogar orkanartige Böen: In Würzburg maß der DWD 105 km/h. Die bundesweit größte Tagessumme mit 47,0 l/m² fiel am 26. in Haag in Oberbayern, östlich von München. Insgesamt wurde im Schwarzwald mit gebietsweise um die 95 l/m² der meiste Niederschlag gemessen.

April 2019 unter den fünf sonnenscheinreichsten seit Messbeginn 1951
Der April lag mit etwa 220 Stunden deutlich über seinem Soll von 154 Stunden und gehörte damit zu den fünf sonnigsten seit Messbeginn 1951. Am meisten schien die Sonne in Mecklenburg-Vorpommern mit bis zu 310 Stunden. Im Allgäu und im äußersten Südwesten blieb sie dagegen örtlich unter 140 Stunden.

Sachsen-Anhalt: Sachsen-Anhalt erreichte durchschnittlich 10,0 °C (7,8 °C), aufgerundet 25 l/m² (43 l/m²) und gut 250 Sonnenstunden (152 Stunden).

Thüringen: Im April war Thüringen mit 9,1 °C (6,8 °C) eine der kühlsten Regionen im Bundesgebiet. Der Niederschlag akkumulierte sich auf beinahe 30 l/m² (58 l/m²) und die Sonne schien fast 230 Stunden (147 Stunden). Aufgrund der schweren Waldbränden an der Bleichlochtalsperre und in Plaue, südöstlich von Gotha, hatten die Feuerwehren tagelang mit Flammen und Glutnestern zu kämpfen.
Autor: red

Kommentare
Paul
05.05.2019, 10.48 Uhr
Klima
Ja und was sollen wir da jetzt machen - unsere Kühlschränke auf die Straße stellen das es nicht so warm wird? Der Klimawandel kommt so oder so. Da helfen auch nicht die völlig sinnlosen Umweltproklamationen unserer sonst so völlig hilflosen "Regierung".
tannhäuser
05.05.2019, 11.38 Uhr
Und nun Panikmodus an?
Es gab in der lange zurückliegenden Vergangenheit ohne Diesel und Benziner auch mal 13 oder mehr zu trockene, kalte, warme, feuchte Sommer oder Winter, ohne dass die Menschheit ausgestorben ist.

Und nun? Sind wir jetzt Klimaflüchtlinge, wenn wir auswandern wollen?

Und nein, ich will das nicht und schon gar nicht nach Nordkorea oder Kuba, falls jetzt wieder jemand wieder mit so einem Vorschlag um die Ecke
H.Freidenker
05.05.2019, 11.53 Uhr
Angstmache und Katastrophe,
genau das ist gut fürs Volk. Das polarisiert und spaltet.
Warum rafft sich kein "Wissenschaftler" auf und erklärt wieso es nicht zu der angesagten kleinen Eiszeit kam. Warum gibt es kein Ozonloch mehr?
Die genannten Veränderungen seit 1881 sind als Zeitraum,ein Mückenschiss in der Erdgeschichte!
Klimawandel,ein gutes Konzept um Profit zu machen.
N. Baxter
05.05.2019, 12.38 Uhr
vermutlich
wird dafür der Mai kälter als üblich...
Echter-Nordhaeuser
05.05.2019, 20.37 Uhr
Der Klimawandel
kam erst nach der Wende. Zu DDR Zeiten gab es keinen Klimawandel da wurde noch richtig mit Kohle geheizt und Autos ohne Kat oder Partikelfilter gefahren da war das Klima noch in Ordnung. Anscheinend ist heute die Luft für das Klima zu sauber.
Jäger53
06.05.2019, 06.30 Uhr
Klimawandel
Man hätte mit dieser Sache am besten schon vor 50 Jahren anfangen müssen. Jetzt ist das Kind in den Brunnen gefallen.
sarkaso
06.05.2019, 09.17 Uhr
@Jäger53
Sagt der Arzt: "Sie haben Krebs. Aber wir können ihn begrenzen, wenn nicht sogar heilen, wenn wir nur sofort - - -"
Sagt der Patient: "Nö, nö, wenn ich jetzt schon Krebs habe, dann ist das Kind in den Brunnen gefallen, da hätte ich vor 50 Jahren nicht mit Rauchen anfangen dürfen, jetzt kann man auch nichts mehr machen. Lassen wir also alles, wie's ist. Kinder oder Enkel hab ich ja nicht, um die ich mich kümmern müsste."
Jäger53
06.05.2019, 10.29 Uhr
sarkaso
Ich habe Kinder und Enkel. Ich war aber auch mal Kind, da hat keiner an meine Generation gedacht. Auch damals war die Umwelt schon vergiftet.
Mueller13
06.05.2019, 11.57 Uhr
Gegen Umweltgifte
konsequent vorzugehen, macht in meinen Augen sogar Sinn. Stattdessen beschäftigen wir uns aber lieber CO2 und Dieselfahrverboten.
sarkaso
06.05.2019, 12.32 Uhr
@Jäger 53, die Zweite
Mit Metaphern haben Sie's nicht so, oder?
Ich habe nicht Sie persönlich auf etwaige Kinder und Enkel angesprochen, das geht mich auch überhaupt nichts an.

Ich verstehe nur die Denkweise "ist doch eh alles schon sch***e, da braucht man jetzt auch nichts mehr machen" nicht wirklich. Ja, schlimmer noch: "in meiner Jugend war die Umwelt auch schon vergiftet, und keiner hat an mich gedacht" - und deshalb ist es legitim, heute nichts zu unternehmen?

Das ist sehr egoistisch und kurzsichtig und hat "nach mir die Sintflut"-Charakter. Umso erstaunlicher, dass Sie tatsächlich Kinder und Enkel haben. Sollen die sich doch ruhig weitervergiften lassen, wie es Ihnen ja auch schon passiert ist, warum sollen die es besser haben als Sie?
Paulinchen
06.05.2019, 12.47 Uhr
Zu meiner Schulzeit...
... lehrte man uns im Fach Biologie doch tatsächlich, dass Bäume unser Co 2 auch in Sauerstoff umwandeln. Aber aus heutiger Sicht, war das bestimmt nicht richtig. Denn unsere Wälder werden immer dünner dank der Kettensäge.
Bin gespannt, wann von den Experten die Meldung kommt, daß E-Auto war leider ein Irrtum. Denn der Chef von Tesla verkündete vor drei Tagen, das Kupfer für die Herstellung vom E - Auto wird knapp. Auch sei die Gewinnung von Kobalt nicht auf lange Sicht optimal.
Also - raus aus der Atomkraft, der Braunkohle, weg mit dem Verbrennungsmotor und das, wenn möglich schon morgen. Rauf mit den schön vorhandenen Steuern und her mit noch unbekannten Steuern. Ach ja, die Energiekonzerne wollen ja auch noch Entschädigungszahlungen haben.
Wir schaffen das.
5020EF
06.05.2019, 18.36 Uhr
Liebe Mitkommentatoren!
Wie wird von Ihnen Klimawandel definiert?

Reden wir vom derzeit auftreten Frost, den es zu jederzeit (?) im Mai mal gab oder von der Erderwärmung?

Ich bin kein Freund von dieser "Freitag-schwänzen-wir-die-Schule"-Bewegung, obwohl ich es gut finde, wenn sich Jugendliche engagieren.

Aber mal ernsthaft, über das Wetter- heute gleich KLIMA genannt- wird mir zu viel zusammen gemischt...

Reden wir wirklich über das Gleiche?
tannhäuser
06.05.2019, 20.52 Uhr
Aufgewachsen im Puppenhaus?
Simone Peter von den Grünen beklagt erfrorene Obstblüten im Frühling und schiebt dieses seit Jahrtausenden bekannte Phänomen des Frosteinbruches auf den Klimawandel.

Was denn nun? Eiszeit oder Erderwärmung und Schmelzen der Pole?

Haben sich solche Politiker irgendwann mit Kleingärtnern unterhalten? Mal sind Frühling/Sommer zu kalt, mal zu nass, mal zu trocken...

Hat sich jemals ein(e) Grüne(r) empört dazu geäussert, dass gesundes Gemüse Preisschwankungen unterliegt und die Gurke aus Holland oder Spanien mal 39 und mal 99 € kostet?

Europa ist kein temperiertes Gewächshaus! Und das hat mit dem Klimawandel weniger zu tun als eine Banane mit Äpfeln und Birnen.
Bleistift und Lineal
06.05.2019, 21.51 Uhr
@5020EF
Ich finde, einen bereits länger als ein Jahr andauernden Zustand als "kennt ihr nicht den Unterschied zwischen 'Wetter' und 'Klima'?" zu bezeichnen schon recht anmaßend.
5020EF
06.05.2019, 22.46 Uhr
@ Django... Das D iss stumm?...oder?
Nachweislich hat die die Erde schon vor der Menschheit ein paar Eiszeiten erlebt!

Was ist da passiert? Haben die Dinos zu oft gefurzt? So wird es den Wiedekäuern heutzutage unterstellt... die "produzieren soooo viel CO2"...

Oder waren die Urmenschen zu dumm, die Ölquelle oder den brennenden Baum/Busch zu löschen? ...Warum auch? Ist doch so schön warm...

Wo wären wir denn ohne Wärme? ...

Komisch, die Erde dreht sich immer noch, egal wie warm ihr/ uns ist...
tannhäuser
06.05.2019, 23.02 Uhr
@ janko
Wie unterscheiden Sie denn Wetter und Klima?

Was Sie heute betrifft und in 100 Jahren Ihre Nachkommen?
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