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So, 09:34 Uhr
28.04.2019
Öffentlicher Personennahverkehr

Wie soll ÖPNV der Zukunft aussehen?

Der ÖPNV steht seit vielen Wochen im Fokus politischer Diskussionen. Auch im Landkreis Nordhausen wird debattiert. Marcel Hardrath hat sich in einem wissenschaftlichen Beitrag unter anderem mit der "Elastizität" der Preise beschäftigt...


Da die Stadt Nordhausen ihren ÖPNV allein aus dem Querverbund der Stadtwerke Nordhausen Holding für Versorgung und Verkehr GmbH finanziert, versucht man natürlich die Verluste zu begrenzen und die Bevölkerung an den Kosten über Tariferhöhungen zu beteiligen. Eine stetige Erhöhung der Tarife ist aber aus rein betriebswirtschaftlicher Sicht im ländlichen Raum keine Lösung, sondern sogar eine Gefahr für das System selbst (siehe mein Beitrag zur Elastizität).

Hardrath gibt ein Beispiel, wie durch "Kleinigkeiten" zum Teil große Wirkungen erzielt werden können:

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"Aufgrund der schlechten Verbindungen und des Kostendrucks erreichen Fahrgäste mit der Straßenbahn Linie 2 aus Richtung Landratsamt an der Haltestelle Nordbrand, eben wieder nur direkt die Linie 2 in Richtung Landratsamt (Umsteigezeit 2 Minuten), anstatt direkt zur Straßenbahnlinie 1 zum SHK oder Bahnhof (Wartezeit + 8 Minuten) umzusteigen.

Mit einigen Investitionen wäre es bereits heute möglich, mit den bestehenden Gleisen den Bahnhof sogar direkt über die Linie 2 anzubinden (LRA - Bahnhof - Nordbrand - NDH Ost verkehrt manchmal bei Bauarbeiten als Linie 3) und damit als Umsteigeknoten zu stärken. Aktuell verlassen viele Nutzer die Straßenbahn an der Haltestelle „Am Sand“ und laufen zum Bahnhof oder nutzen die Straßenbahn aus Richtung Grimmelallee kaum. Was auch daran liegt, dass mit Nordhausen Ost ein Wohngebiet an der Linie 2 angeschlossen ist, es aber am anderen Linienende (Parkallee) eben kein Ziel gibt, im Gegensatz zur Verbindung Südharz Klinikum und Bahnhof auf der Linie 1.

Die Stadt Nordhausen verwehrt sich sämtlichen Versuchen einer Verbesserung oder eines Netzausbaus oder von Innovationen im Nahverkehr, obwohl ein „weiter so“ bei den Tarifanpassungen aus wissenschaftlicher Betrachtung verheerend wäre."
Marcel Hardrath

Hier gelangen Sie zum Beitrag von Marcel Hardrath.
Autor: red

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Kommentare
Hendi
28.04.2019, 11:48 Uhr
Eine andere Idee
als die Führung der Linie 2 über den Bahnhofsplatz könnte es sein, an der Haltestelle Nordbrand einen Sammelanschluss einzurichten.
Die Führung der Linie 2 über den Bahnhofsplatz würde nämlich für beide Streckenäste die Erreichbarkeit des Bahnhofs deutlich verbessern, da beispielsweise von Nordhausen-Ost zum Bahnhof eine Umstiegszeit von 15min im 30min-Takt bzw. von 10min im 20min-Takt wegfiele (von Nordbrand kann man zwar auch laufen, mit 500m Fußweg gewinnt man aber definitiv keine neuen Fahrgäste), doch für die Fahrgäste vom Parkallee-Ast wäre dann die Erreichbarkeit des Zentrums (Rathaus, Theater...) aufgrund der längeren Fahrzeit deutlich verschlechtert.

Für die Zeit, in welcher der Takt auf 30min (bzw. bald hoffentlich wieder 20min) ausgedünnt ist, halte ich dies dennoch für eine gute Lösung, insbesondere, da im 30min-Takt wahrscheinlich nicht mal ein zusätzlicher Kurs notwendig wäre.

Beim Sammelanschluss blieben die Linienwege die gleichen. Somit wäre die Erreichbarkeit des Zentrums für alle Fahrgäste unverändert. Es würden sich jedoch alle 20 Minuten an der Haltestelle Nordbrand die Bahnen der Linien 1/10 und 2 jeweils in beide Richtungen treffen und so nahezu perfekte Umsteigebeziehungen zwischen Nordhausen-Ost sowie der Parkallee und dem Bahnhof ermöglichen. Dafür müsste jedoch erheblich mehr investiert werden: Da bei einem Sammelanschluss die Bahnen typischerweise etwas länger als normal an der Haltestelle. Deswegen wäre der Haltestellenbereich vom sonstigen Straßenverkehr zu trennen. Der Platz dafür wäre durchaus vorhanden, es würden jedoch einige Parkplätze und ein Teil einer Grünfläche wegfallen. Ebenfalls müssten die Bahnsteige ca. 40m lang sein, um jeweils zwei Bahnen aufzunehmen. Ebenfalls funktioniert dieses Konzept nicht im 30min-Takt, da bei diesem auf der Linie 1/10 im Stadtbereich lediglich ein Kurs verkehrt, der natürlich nicht gleichzeitig in beide Richtungen abfahren kann. Somit wären die Verbindungen von beiden Ästen der Linie 2 sowohl zum Zentrum als auch zum Bahnhof recht nah am Optimum.
Kilian Baltres
28.04.2019, 15:47 Uhr
Streit Herr Kai Buchmann und Jendricke läuft
Die alte Nummer geht weiter. Auf Herr Kai Buchmanns Facebook Seite läuft jetzt der Streit mit dem Landratsamt. Hervorragend, denn, das wird unsere Region, sicher voranbringen. Hatten wir ja lange nicht. Wir dürfen nur wieder zusehen wie das Theater von vorne losgeht. Industriegebiet leer, Straßen kaputt ... aber man streitet K. Baltres
Motte83
28.04.2019, 20:06 Uhr
Stadt zahlt nahezu gesamten ÖPNV im Kreis
Die finanziellen Spielräume für innovative Investitionen in den ÖPNV wären deutlich besser, wenn das Land die Ungerechtigkeit in der Finanzierung behebt. Die Stadt zahlt ca. Die Hälfte der Kreisumlage. Der Kreis ist Aufgabenteäger des ÖPNV und muss das aus der Kreisumlage heraus finanzieren. Die Stadt finanziert jedoch den innerstädtischen Teil selbst. Das wird nur leider per Gesetz nicht von der Lreisumlage abgezogen. So zählt die Stadt also ihren eigenen ÖPNV voll selbst und nochmal 50 % des ÖPNV des Kreises. Die anderen Gemeinden tragen zusammen also nur circa. 25% der Gesamtkosten über ihre Kreisumlage.
Kilian Baltres
28.04.2019, 20:19 Uhr
@unpolitisch: Es soll nur funktionieren, kein Kinderstreit
@unpolitisch, auch wenn Sie i.A. von Herren Kai Buchmann hier schreiben: Der Bürger hat ein Recht, drauf, dass es einfach nur mit Bus und Bahn und allem anderen klappt. Die Hintergründe mit Verwaltungsbegriffen etc. muss ich nicht begreifen, denn ich zahle alles und ich habe mit der Wahl Leute, ausgewählt, die alles managen sollen und mich mit ihren kindischen Streitereien in Ruhe lassen!! Mich fragt auch niemand wie ich mich mit meinem Chef verstehe oder den Kollegen. Der Laden muss laufen!! Hier denken aber Buchmann, Jendricke und Co sie können sich balgen wie die Kinder. Dabei duzen sich alle noch im “Nordhäuser System“. Eine Frechheit und dumm. K.Baltres
Rainer H.
28.04.2019, 20:44 Uhr
Mitarbeiter des Landrats mischt sich in Stadtpolitik ein
Sich hier in dem Beitrag hinzustellen und zu sagen, naja wenig Leistung und stätige Beteiligung der Bürger an den Preissteigerungen ist ja eine bodenlose Frechheit. Die Stadt hatte ja verschiedene Pläne den ÖPNV attraktiv zu gestalten. Allein die Kommunalaufsicht im Landratsamt forderte Einsparungen. Das sich nun hier ein Mitarbeiter des Landratsamtes der zudem für den ÖPNV des Landkreises sich verantwortlich ist, sich in den städtischen ÖPNV einmischt zeigt , wie schmutzig die Politik hier vorgeht. Erst Sparzwang der Stadt verordnen und dann maßregeln.
Erst wurde der Zeh als Oberbürgermeister drangsaliert und nun der Buchmann. Die SPD ist also wieder auf Schmuddeltour.
Hatten nicht erst CDU und Linke Anträge im Stadtrat eingebracht, welche der Stadtrat beschloss?! Da hatten wohl die Genossen geschlafen!
Realist 1.0
28.04.2019, 21:05 Uhr
@Kilian Baltres sie haben mit ihrer
Meinung vollkommen Recht.Da ja Wahlkampf ist, wird unser möchte gern Provinzfirst Jendricke, wie ein Bock auf seinem Standpunkt beharren, das ist ja nichts neues. Erst hat er Dr. Zeh kaputtgespielt und nun ist Herr Buchmann an der Reihe, da hilft nur eins, Wählen gehen ist zur Landratswahl pflicht um Herrn Jendricke abzuwählen, damit das Kasperletheater mit dem Landratsamt eine Ende hat.
M_Hardrath
28.04.2019, 21:45 Uhr
Fakten und Transparenz
1. Wie von mir dargestellt, hat die Stadt aus ihrem eigenen Haushalt (Einnahmen) bisher keine Zahlungen für den Stadtverkehr geleistet, daher kann die Kommunalaufsicht dort auch nicht zum Sparen aufgerufen haben oder den nicht vorhandenen Haushaltsansatz kritisiert haben.
2. Die Erhöhung von Tarifen ist bei einer elastischen Nachfrage und ohne neue Angebote ist kontraproduktiv und erhöht die Kosten für die Stadt Nordhausen anstatt sie zu senken.
3. Die Zahlungen der Kreisumlage der Stadt kommen nicht aus dem nirgendwo, sondern letztendlich von den Einwohnern, sei es über Steuereinnahmen oder Zuweisungen aufgrund z.B. der Einwohnerzahl. Ohne Betrachtung der Wirtschaftlichkeit und die Nutzung von technologischen Fortschritt im ÖPNV, würde der zu deckende Bedarf weiter steigen.
4. Es geht darum wie man den ÖPNV verbessern kann und Debatten sollten bei Sachthemen auch hart geführt werden, Diskussionen auszuweichen oder mit Argumenten wie "der darf sich dazu aber bitte in seiner Freizeit, aufgrund seiner Fachkenntnisse nicht äußern" zu ersticken ist nicht zielführend.
5. Wenn man aufhört sich zu verbessern, nur den eingeschlagenen Wegen folgt und versucht den Status Quo zu halten, hat man keine Zukunft.
Kilian Baltres
28.04.2019, 21:49 Uhr
Jendricke & Buchmann alles ein Spiel
Ich stelle mich auf niemands Seite, für mich ist es, eine billige nervige Schmierenkömödie. Herr Jendricke und Herr Kai Buchmann sind per Du, und haben sich im Wahlkampf des jetzigen OB gegenseitig gelobt. Jetzt ist alles anders - schlägt sich, verträgt sich.

Man glaubt wir Bürger sind dumm. Herr Buchmann sagt dauernd daß er zuviel arbeiten muss, jetzt will er aber noch in den Kreistag. Wer lügt hier? Ran an die Arbeit, mehr ist nicht zu sagen. Nordhausen geht bergab, kriegt das mal jemand mit? K. Baltres
Liane Enzinger
29.04.2019, 06:36 Uhr
Lustiges Nordhausen!
Das “Nordhäuser System“ (man kennt und duzt sich ja) liegt sich wieder in den Haaren (scheinbar?). Wahlversprechen (Beendigung des Streits mit dem Landratsamt, Aktiv für Industriegebiet, frischer Wind für den Tourismus usw.) gelten nichts mehr, stattdessen wir jetzt auf facebook gegeneinander geballert. Unterhaltung fürs dumme Volk eben.

Wichtiges bleibt liegen, derweil man im Eichsfeld das nächste Gewerbegebiet füllt. Weiter so, Nordhausen!

Liane Enzinger M.A.
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