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Do, 13:30 Uhr
21.03.2019
Zappelinis bringen neues Programm auf die große Bühne

Auf ins Plunderland

Training zwei mal in der Woche, Gleichgewicht auf dem Einrad, Koordination beim jonglieren und schwindelfreie Konzentration am Seil hoch über der Bühne - Johannes, Calvin, Tony und Lotta sind zwar kaum dem Kindesalter entwachsen, aber schon echte Theaterveteranen. Mit dem jungen Zirkus Zappelini bringen sie jedes Jahr eine neue, kreative Artistikshow auf die große Bühne, im April ist es wieder soweit...

Zappelini-Veteranen von links: Calvin, Johannes, Tony und Lotta (Foto: Angelo Glashagel) Zappelini-Veteranen von links: Calvin, Johannes, Tony und Lotta (Foto: Angelo Glashagel)

"Alice im Plunderland" heißt das neue Stück, angelehnt an den Roman von Lewis Carroll. Die Geschehnisse im Wunderland liegen lange zurück, die rote Königin wurde verbannt, aber die weiße Königin hat Mitleid, besucht die rote Rivalin immer mal wieder zum gemeinsamen Kartenspiel. Bei einer solchen Runde verspielt sie das Wunderland und das Drama nimmt seinen Lauf. Die Bewohner verschwinden aus dem Wunderland und müssen im "Plunderland", in unserer Welt, nach dem Nachkommen der ursprünglichen Alice suchen.

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Erzählt wird die Geschichte wie gewohnt weniger über Dialoge, sondern vielmehr über die artistischen Einlagen der jungen Künstler. Allein stehe man dabei so gut wie nie auf der Bühne, erzählt Calvin, der seit über zehn Jahren bei den Zappelinis dabei ist. Fast jede Performance ist Teamwork, man muss sich auf die anderen verlassen können.

Um sicher mehrere Meter über dem Boden am Seil zu hängen, mit dem Einrad über die Bühne zu sausen oder sich beim Breakdance zu verbiegen braucht es körperliche Fitness, jede Menge Training und Disziplin. "Mindestens zweimal in der Woche sollte man schon beim Training sein, sonst ist die Sicherheit einfach nicht gegeben", erzählt Lotta, fallen Leute nachvollziehbaren Gründen aus oder bleiben lieber zu Hause, dann wird es schwer für das ganze Team. Manchmal übt sie auch zu Hause noch, sagt Lotta. die meisten Dinge können sie überall üben, das sei das schöne an dem Hobby.

Auch die kleinen Zappelinis sind wieder mit dabei (Foto: Angelo Glashagel) Auch die kleinen Zappelinis sind wieder mit dabei (Foto: Angelo Glashagel)

Bisher hat es aber noch immer geklappt, man hält zusammen. Bei "Alice im Plunderland" durften die Artisten zudem selber mitreden und sich eigene Performances ausdenken. Auch bei der Kostümierung kann man eigene Wünsche äußern, legt die Auswahl und die Handarbeit aber lieber vetrautensvoll in die Hände von Zappelini-Schneiderin Suse. Die Koordination der altgedienten und neuen Zappelinis im Alter zwischen 6 und 16 übernehmen die "großen" Artisten Steffi und Alex.

Ein bisschen verrückt darf es im Plunderland ruhig zugehen (Foto: Angelo Glashagel) Ein bisschen verrückt darf es im Plunderland ruhig zugehen (Foto: Angelo Glashagel)

Lampenfieber haben sie nicht mehr, sagen die jungen Artisten. Gut, ein bisschen vielleicht. Manchmal. Wenn die eigene Klasse zuschaut auf jeden Fall. Eigentlich vor jeder Vorstellung, aber das gehe schnell vorbei. "WIr haben keinen Schiss davor das was schiefgehen könnte und selbst wenn es passiert dann improvisiert man da drüber", sagt Tony, vor der Show da kribbele es natürlich, aber wenn man einmal auf der Bühne steht, dann spült das Adrenalin das ganz schnell weg.

Hinter der Bühne herrscht bei über 20 geplanten Nummern Stress, dazu das viele Training, wofür das alles? Für den Applaus des Publikums, das sei am Ende immer das schönste, sagt Lotta. Gesprochen wie ein echter Profi. Und dann gibt es ja auch noch das große blaue Zelt, das bald wieder aufgebaut wird, die vielen Shows bei denen man sich von gestandenen Artisten vielleicht das eine oder andere abgucken kann und den Spaß, den man bei der ganzen Sache hat.

Wer den jungen Zappelinis selber Applaus spenden und die neue Show sehen will, kann das ab dem 27. April tun. Dann feiert die Reise ins "Plunderland" im Nordhäuser Theater um 18 Uhr Premiere.
Angelo Glashagel
Autor: red

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