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So, 16:09 Uhr
16.09.2001

Verdientes Remis gegen RW Erfurt II

Nordhausen (nnz). Die Stimmung vor dem Spiel im Albert-Kuntz-Sportpark am vergangenen Sonnabend war verhalten, gekommen waren ohnehin nur die treuesten Anhänger. Für nnz hat Rainer Hellberg das Spiel beobachtet.


Die Fahne wehte auf Halbmast, vor Beginn der Partie gedachten die Mannschaften und die etwa 200 Zuschauer - davon 50 mitgereiste Fans aus Erfurt - in einer Schweigeminute der Toten der Terroranschläge in Amerika. Leider wartete man vergebens auf die Bekanntgabe der Mannschaftsaufstellung und der sonst üblichen Informationen vor und während des Spiels. Die Lautsprecheranlage blieb stumm. Die Partie begann so wie die bisherigen. Kaum waren zehn Minuten absolviert, da schlug es im Wacker-Gehäuse ein. Die Reserve des Regionalligisten Rot Weiß Erfurt nutzte einen Abstimmungsfehler in der Wacker-Abwehr und ging mit 1:0 in Führung. Auch in der Folgezeit dominierten die Rot Weißen.

Wer allerdings dachte, daß das muntere Scheibenschießen weiter ging sah sich getäuscht. Wacker steckte den Rückstand erfreulich schnell weg und sorgte mit gefährlichen Kontern für Unsicherheiten in der Erfurter Verteidigung. Sehenswerteste Aktion war der Distanzschuß von Kulbacki aus etwa 30 m, den der Gästekeeper gerade noch an den Pfosten lenkte. Auch bei Standardsituationen sorgte der Pole mit gefühlvoll getretenen Freistößen für Gefahr. Mit dem knappen Rückstand ging es in die Pause. Während die Erfurter in der zweiten Hälfte merklich abbauten, kamen die Nordhäuser immer besser ins Spiel. Phasenweise gelang den Männern um Kapitän Jens Ludwig ein Angriffswirbel, der an bessere Zeiten erinnerte. Mit der lautstarken Unterstützung der Fans wurde Angriff auf Angriff vorgetragen. Allerdings mußten die Zuschauer bis zur 70. Minute warten, ehe der drangvolle Kulbacki das erlösende Tor für die Wackeren erzielte. Das Unentschieden war mehr als verdient. Erstmals kämpfte und rackerte die Elf so, wie man es erwarten muß, um die Chance auf den Klassenerhalt zu wahren. So sah das sicherlich auch der treue Anhang, der die Mannschaft mit stürmischen Beifall in die Kabine verabschiedete.

Auf diese Leistung läßt sich aufbauen. Das von Jörg Weißhaupt ausgegebene taktische Konzept wurde zumindest in der zweiten Hälfte konsequent umgesetzt. Mit gestärktem Selbstvertrauen und dem Schwung aus diesem Spiel reist Wacker am kommenden Sonnabend nach Suhl zum Tabellensiebenten. In dieser Verfassung ist die Mannschaft immer für eine Überraschung gut.
Autor: nnz

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