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Fr, 13:48 Uhr
15.02.2019
Erste SWG-Wohnungen umgestellt

Fernwärme bis Ostern

Die Zahl der mit Fernwärme versorgten Wohnungen im Nordhäuser Zentrum wächst. Die Städtische Wohnungsbaugesellschaft (SWG) hat in den vergangenen Wochen alle Gewerbe in den Häusern Kranichstraße 21-22, Engelsburg 1-7 und Bäckerstraße 1 sowie die ersten fünf Wohnungen von Erdgas auf Fernwärme umgestellt...

„Wir liegen gut in der Zeit. Die Firma Rilka benötigt pro Wohnung ca. zwei Tage, um die alte Gastherme aus- und die Fernwärmestation einzubauen“, sagte Peter Spannaus, Leiter Wohnungswirtschaft bei der SWG.

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Seit Oktober vergangenen Jahres läuft in Kooperation mit der Energieversorgung Nordhausen (EVN) die Umstellung der Wärmeversorgung in den Häusern im Zentrum der Rolandstadt. Zuerst mussten die nötigen Installationen in den Kellern und Schornsteinen der Häuser vorbereitet werden. Diese Arbeiten sind abgeschlossen, jetzt erhalten bis Ostern alle Wohnungen die neue Fernwärmestation. Insgesamt bekommen 59 SWG-Mieter ihre Wärme bald direkt ins Haus.

Das kommunale Wohnungsunternehmen investiert rund 500.000 Euro; für die Mieter fallen keine Kosten an. Die Umstellung findet im Rahmen der zweiten Sanierungswelle statt. „Die Gasthermen sind 20 bis 25 Jahre alt und sind damit an ihrer Lebensgrenze angelangt“, erklärte Spannaus. Mit der Neuverlegung der Fernwärmeleitungen in die Kranichstraße zum Pflegeheimneubau der Caritas hatte die EVN die baulichen Voraussetzungen geschaffen, auch die Wohnhäuser an der Ecke Kranichstraße/Engelsburg an die Fernwärmeversorgung anzuschließen.

Familie Schönemann in der Kranichstraße 22 freut sich über die neue Fernwärme. Die Station hängt jetzt an derselben Stelle in der Küche, ist aber durchaus schmaler als die alte Therme und arbeitet geräuschlos. Für Stefan Schönemann liegen die Vorteile der Fernwärme auf der Hand: „Zum einen ist der Warmwasserdruck deutlich besser. Zum anderen ist es für mich die sicherste Alternative. Als Feuerwehrmann weiß ich, dass alte Gasthermen schnell ein Sicherheitsrisiko werden können“, sagte der Familienvater. Die Umstellung sei in zwei Tagen zügig erfolgt. Die von der SWG für die Übergangszeit bereitgestellten Radiatoren habe die Familie kaum gebraucht.

André Schlesier von der Nordhäuser Firma Rilka erläutert Mieterin Julia Schönemann wie die Fernwärmestation arbeitet und wo sie den Verbrauch ablesen kann. (Foto: Susanne Schedwill/SWG Nordhausen) André Schlesier von der Nordhäuser Firma Rilka erläutert Mieterin Julia Schönemann wie die Fernwärmestation arbeitet und wo sie den Verbrauch ablesen kann. (Foto: Susanne Schedwill/SWG Nordhausen)

André Schlesier von der Nordhäuser Firma Rilka erläutert Mieterin Julia Schönemann wie die Fernwärmestation arbeitet und wo sie den Verbrauch ablesen kann. Foto: SWG/Susanne Schedwill

„Fernwärme bietet die höchste Versorgungssicherheit, ist wartungsarm und bedeutet für uns als Unternehmen den geringsten Investitionsaufwand. Außerdem erfüllt Fernwärme die Anforderungen des Erneuerbare-Energien-Wärmegesetzes und der Energieeinsparverordnung. Für unsere Mieter bietet die EVN eine dreijährige Preisstabilität. Wir werden in den kommenden Jahren weitere Wohnungen auf die Fernwärme umstellen, ergänzte SWG-Geschäftsführerin Inge Klaan.
Bisher werden rund 3900 von 5000 Wohnungen auf diese Art und Weise mit Wärme und heißem Wasser versorgt. Die Stadt Nordhausen hat Vorranggebiete für Fernwärme in einer Satzung festgelegt.
Autor: red

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