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Mo, 18:00 Uhr
28.01.2019
Stückwerk No. 16

Sneak Peak ins Zauberland

Am Wochenende gewährten die Nachwuchsschauspieler des jungen Theaters mit dem "Stückwerk No. 16" einen Einblick in ihre neuen Produktionen. Mit "Alice im Plunderland" und "Oz" wird es auch auf der jungen Bühne märchenhaft, "Spiegel" blickt hinter der Kulissen der freischaffenden Theaterszene und die Impro-Truppe "Acker" setzt sich mit ihren Gefühlen auseinander...

Alice im Plunderland (Foto: Marco Kneise) Alice im Plunderland (Foto: Marco Kneise)

Zum nunmehr 16. "Stückwerk" präsentierte das junge Theater und der Theaterjugendclub Auszüge aus ihren neuen Stücken auf der großen Bühne.

Alice im Plunderland

Der Zirkus Zappelini wird auch in diesem Jahr wieder mit seinem eigenen Stück im Theater Nordhausen gastieren. Die jungen Artisten zeigen in "Alice im Plunderland" wieder die ganze Bandbreite ihres Könnens, von Luft-Artistik über Ein-Rad-fahren, Jonglage, Tanz und vielem, vielem mehr. Natürlich geben die Zappelinis der Geschichte von Alice und ihrem Ausflug in den Kaninchenbau ihren ganz eigenen, verrückten Dreh.

Das Zirkusspektakel für die ganze Familie wird am 27. April um 18 Uhr zum ersten mal im großen Haus zu sehen sein.

Stimmen(n)

Die neue Produktion des "Jugendclub-Junior" ist ein Doppelprojekt. Der Theaternachwuchs setzt sich in "Stimmen(n)" in Zusammenarbeit mit dem Kreisjugendring mit dem Thema Mitbestimmung für Kinder auseinander und fragt zum Beispiel warum man überhaupt Klassensprecher werden sollte, wie es mit Freiraum für Kinder und Jugendliche in der Stadt aussieht oder ob Kinder ein Mitspracherecht bei Familienentscheidungen haben sollten. Das besondere daran: das Ergebnis wird nicht nur auf der Bühne zu sehen sein, sondern als Film festgehalten.

Der Jugendclub Junior auf der Bühne (Foto: Marco Kneise) Der Jugendclub Junior auf der Bühne (Foto: Marco Kneise)

"Stimmen(n)" wird am 26. Mai um 11 Uhr zum ersten mal im Theater unterm Dach gezeigt

Im Land von Oz

Die große Produktion des Theaterjugendclubs heißt in diesem Jahr "Oz" und wie der Name schon vermuten lässt geht es um Dorothy und ihren Ausflug in das Land des mysteriösen Zauberers. Im Theaterjugendclub hat man den Klassiker aber noch etwas weiter gesponnen und verlegt die Handlung ein Stück in Dorothys Zukunft.

In der sind Onkel und Tante mit ihren "Fantasierereien" von sprechenden Löwen, Blechmännern und Vogelscheuchen völlig überfordert. Das junge Mädchen verliert ein zweites Mal zu Hause und Familie und findet sich in einem Kinderheim der 60er Jahre wieder.

In "Oz" müssen Fantasie und Realität nebeneinander bestehen (Foto: Marco Kneise) In "Oz" müssen Fantasie und Realität nebeneinander bestehen (Foto: Marco Kneise)

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Hier trifft sie auf reale Entsprechungen zu ihren Freunden im Land von Oz. Kinder, die von Furcht gebeutelt sind, die keinerlei Emotion mehr zeigen, die denken ihr Kopf funktioniert nicht so, wie er sollte - Daniela Bethge und Ronald Winter verpassen ihrem "Oz" eine harte Portion Realität. "Das ganze spielt auf zwei Ebenen, die sich gegenseitig beeinflussen", erklärte Winter, Dorothy nimmt ihren Erfahrungen aus Oz mit um den anderen Kindern im Heim zu helfen und nutzt dabei die positive Energie. die aus ihrem märchenhaften Land ziehen kann. Neben den ewigen Fragen der Jugend nach der eigenen Identität und dem Platz in der Gesellschaft feiert das Stück so auch den Wert eines positiven Eskapismus.

Premiere für "Oz" ist am 23. März um 18 Uhr im großen Haus.

Von den Mühen der Kunst

Die Truppe im Stück "Spiegel - Versuche eines Varieté-Theaters" plagen ganz andere Probleme. Die große Premiere steht an und zur Generalprobe funktioniert: Nichts. Die Spiegel die man für die Zaubershow gebraucht hätte sind zu Bruch gegangen, man muss sehen wo man bleibt.

Denn hier spielt die "freie Szene". Tontechniker, Maske, Bühnenbildner und Beleuchter - all die Annehmlichkeiten der Theaterwelt gibt es hier nicht. Theaterpädagogin Eva Lankau hat die Realität der freien Szene selbst erlebt und wollte ihren Schauspielern auch diese Seite des Theaters einmal näher bringen. Zu sehen gibt es neben Schauspiel auch Artistik von Hoola-Hoop bis Clownerie. Vor allem aber ist "Spiegel" ein Blick hinter die Kulissen und auf die Dynamik einer Schauspieltruppe unter Druck.

"Spiegel - Versuche eines Varietétheaters" feiert am 16. Febraur um 18 Uhr im Theater unterm Dach Premiere

Emotionen mit an Bord - Acker Nordhausen "In my mind" (Foto: Marco Kneise) Emotionen mit an Bord - Acker Nordhausen "In my mind" (Foto: Marco Kneise)

Inside out

Die Improvisationstruppe "Acker Nordhausen" trägt ihre Emotionen ab sofort direkt am Revers. Wie im Impro-Theater üblich wissen die Schauspieler vor einem Auftritt nicht, was sie spielen werden. Das entscheidet das Publikum. Sicher ist aber das bei "In my mind" Emotionen mit im Spiel sind. Statt einfach zwei Charaktere in einer Situation aufeinander treffen zu lassen, stellt man ihnen bei "Acker" Wut, Freude und Angst direkt zur Seite und lässt die Gefühle das Geschehen ad hoc kommentieren.

Wie das in der Praxis aussieht, kann man am 9. März um 18 Uhr im Theater unterm Dach erleben.
Angelo Glashagel
Autor: red

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