Mo, 08:11 Uhr
28.01.2019
Clusterkopfschmerz
Wenn der Kopf fast explodiert
In und um Nordhausen herum gibt es nach Schätzungen des Nordhäuser Südharz Klinikums rund 250 Patienten, die an einem chronisch refraktären Cluster-Kopfschmerz leiden. Häufig tritt diese Erkrankung schon in jungen Jahren auf. Dr. med. Matthias Brucke, Chefarzt der Neurochirurgie, erklärt welche Therapieformen am Südharz-Klinikum existieren...
Dabei handelt es sich um schwerste einseitige Kopfschmerzen, die den betroffenen Patienten anfallartig heimsuchen. Die bislang vorherrschende operative Behandlung dieser Schmerzen erfolgte durch eine Tiefenhirnstimulation, die mit äußerst unangenehmen Nebenwirkungen verbunden sein kann”´, sagt der Chefarzt der Neurochirurgie, Dr. med. Matthias Brucke.
In der Klinik für Neurochirurgie des Südharz Klinikum wurde jetzt eine schonendere Therapieform erfolgreich angewandt. Dabei werden dem Patienten Elektroden am Kopf unter der Haut implantiert, über die betroffene Regionen mittels Stromstößen mit einer Frequenz von 80 bis 400 Hertz stimuliert werden. Die ersten Ergebnisse bei einem 25 Jahre alten Patienten zeigen eine deutliche Reduzierung der Anfälle”, erläutert der Chefarzt der Klinik für Neurochirurgie.
Dr. Brucke ist bei der Behandlung des Patienten noch einen Schritt weiter gegangen, er hat Elektroden auch im Bereich der Schläfe implantiert, dort kommen Ströme von bis zu einem Kilohertz zur Anwendung. In der Fachliteratur ist dazu noch nichts veröffentlicht worden”, sagt der Chefarzt. Sein Patient aus Nordthüringen ist jedoch mehr als glücklich über die Erfolge dieser modifizierten Therapie, er konnte danach seit Jahren endlich wieder schlafen.
In der Klinik für Neurochirurgie soll künftig weiter nach diesem Verfahren der chronisch refraktäre Cluster-Kopfschmerz therapiert werden. Wo die Ursachen für diese Erkrankung zu finden sind, die Antwort auf diese Frage mussten Mediziner und Forscher bislang noch schuldig bleiben.
Autor: redDabei handelt es sich um schwerste einseitige Kopfschmerzen, die den betroffenen Patienten anfallartig heimsuchen. Die bislang vorherrschende operative Behandlung dieser Schmerzen erfolgte durch eine Tiefenhirnstimulation, die mit äußerst unangenehmen Nebenwirkungen verbunden sein kann”´, sagt der Chefarzt der Neurochirurgie, Dr. med. Matthias Brucke.
In der Klinik für Neurochirurgie des Südharz Klinikum wurde jetzt eine schonendere Therapieform erfolgreich angewandt. Dabei werden dem Patienten Elektroden am Kopf unter der Haut implantiert, über die betroffene Regionen mittels Stromstößen mit einer Frequenz von 80 bis 400 Hertz stimuliert werden. Die ersten Ergebnisse bei einem 25 Jahre alten Patienten zeigen eine deutliche Reduzierung der Anfälle”, erläutert der Chefarzt der Klinik für Neurochirurgie.
Dr. Brucke ist bei der Behandlung des Patienten noch einen Schritt weiter gegangen, er hat Elektroden auch im Bereich der Schläfe implantiert, dort kommen Ströme von bis zu einem Kilohertz zur Anwendung. In der Fachliteratur ist dazu noch nichts veröffentlicht worden”, sagt der Chefarzt. Sein Patient aus Nordthüringen ist jedoch mehr als glücklich über die Erfolge dieser modifizierten Therapie, er konnte danach seit Jahren endlich wieder schlafen.
In der Klinik für Neurochirurgie soll künftig weiter nach diesem Verfahren der chronisch refraktäre Cluster-Kopfschmerz therapiert werden. Wo die Ursachen für diese Erkrankung zu finden sind, die Antwort auf diese Frage mussten Mediziner und Forscher bislang noch schuldig bleiben.


