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Di, 18:35 Uhr
01.03.2005

Die Kreiswerke

Nordhausen (nnz). Wann immer in der nnz von der Service GmbH die Rede war, wurde Kritisches bekannt. Das aber hing mehr oder weniger mit ihrer Zugehörigkeit zur einstigen EGN zusammen. Jetzt hat sich „die Service“ abgenabelt. Sie könnte zu Kreiswerken mutieren.


Allein vier Beschlüsse der heutigen Kreistagstagesordnung beschäftigten sich mehr oder weniger mit der nunmehr 100prozentigen Tochter des Landkreises. So wird die Service GmbH vielleicht für die Sanierung von Schulen in Sollstedt und Wipperdorf zuständig sein. Sie handelt zwar im Auftrag des Landkreises, schließt die Finanzierungsvereinbarungen aber selbständig mit auszuwählenden Banken ab.

Dann ist die Service ja auch immer noch für die Betreibung der Sollstedter Schwimmhalle zuständig, sie kümmert sich wohl auch um die Betreibung des Bleicheröder Freibades und dann soll die Gesellschaft vielleicht weitere Aufgaben übernehmen, die bislang noch bei der Kreisverwaltung direkt angesiedelt sind.

Vor allem die Finanzierung der Sanierung zweier Schulen macht Sinn, schließlich kann der Landkreis keine Kredite in Höhe von mehr als sechs Millionen Euro aufnehmen. Die Service GmbH kann das, der kommunale Background macht sie für Banken lukrativ. Vorgemacht hat das eigentlich in den zurückliegenden Jahren die Stadt Nordhausen. Sie hat quasi durch ihre Tochter, die Städtische Wohnungsbau GmbH, auch zwei Schulen auf dem Petersberg sanieren lassen. Und: Die Stadt Nordhausen hat ja auch Stadtwerke, die bislang nicht zu ihrem Nachteil agierten und auch künftig so agieren werden.
Autor: nnz

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