Mo, 11:20 Uhr
21.01.2019
Straßenbahnausbau
Landrat lädt zu Diskussion um "Linie 20"
Das Landratsamt lädt Ende Januar zu einer Diskussionrunde rund um eine etwaige "Linie 20" ein und möchte gemeinsam mit den Verkehrsbetrieben und der Harzer Schmalspurbahn über die Möglichkeiten des Straßenbahnausbaus sprechen. Der Zeitpunkt, Ideen gemeinsam zu formulieren, sei jetzt, meint Landrat Jendricke...
Der Landrat hält an seinem Vorschlag zum Ausbau der Straßenbahn in Richtung Krimderode fest. Im Rahmen einer Diskussionsrunde im Landratsamt soll demnächst über technische Aspekte und Zukunftschancen einer Erweiterung des Straßenbahnbetriebs gesprochen werden.
Das Veranstaltungsformat habe inzwischen schon fast Tradition, auch zu Themen wie dem Radwegebau und der Barrierefreiheit habe man so die öffentliche Diskussion gesucht, sagte Landrat Matthias Jendricke der nnz. Neben dem Thema Straßenbahn soll es am 30. Januar auch um Elektromobilität im öffentlichen Personennahverkehr gehen. Die Einführung von Elektro-Bussen zwischen Ellrich, Niedersachswerfen und Neustadt sieht man im Landratsamt als erstes Teilmodul einer grundlegenden Umgestaltung im ÖPNV. Das zweite Modul wäre der Ausbau des Netzes der Harzer Schmalspurbahn, da man bei der HSB ohnehin für 2019/20 neue Verträge mit dem Land aushandeln müsse, sei der Zeitpunkt hier günstig auch über die Perspektive Straßenbahn zu sprechen, meint der Landrat.
Die wäre dann Modulteil 3. Gegenüber anderen Ausbauvorschlägen habe man in Richtung Krimderode weitestgehende Baufreiheit, da man sich nicht im dicht gedrängten innerstädtischen Bereich befinde führte Jendricke aus, der Nutzen ginge über einen Anschluss des Stadions hinaus, letztlich würde man den Südharz als Region enger an die Kreisstadt anbinden.
Im Nordhäuser Stadtrat zeigt man sich, abgesehen von der SPD, von den Vorschlägen des Landrates bisher wenig überzeugt und favorisiert Alternativen. Jendricke will seine Option dennoch weiter im Gespräch halten. "Wir müssen als Region unsere Projekte für die kommenden Jahre jetzt aufs Tableau bringen, egal wer im Oktober nach den Landtagswahlen in Erfurt das sagen hat", meint der Landrat. Großprojekte wie die Theatersanierung oder den Stadionausbau habe man frühzeitig, lautstark und parteiübergreifend vertreten und habe so offenbar überzeugen können. Die Zeit, neue Ideen im gemeinsamen Konsens zu definieren sei jetzt, wenn man erst Ende des Jahres in Erfurt aufschlage, könnte es zu spät sein.
Der Ausbau des Straßenbahnnetzes biete sich hier an, 300 Mio. Euro will das Land ohnehin in den kommenden fünf Jahren investieren. Was man jetzt brauche sei ein "Meinungsaustausch in der Sache". Perspektivisch könnte eine Machbarkeitsstudie folgen, die auf der Fachebene die nötige Datenbasis liefern würde, um weiter diskutieren zu können, erklärte Landrat Jendricke.
Die Veranstaltung zur "Linie 20" findet am 30.01. um 18.00 Uhr im Großen Plenarsaal des Landratsamtes in der Grimmelallee 23 statt und richtet sich an Bürgermeister, Verwaltungsmitarbeiter, ehrenamtliche Gemeinderäte, interessierte Bürger bzw. mit dem Thema ÖPNV und Städtebau befasste Personen im Landkreis Nordhausen und ist kostenfrei.
Angelo Glashagel
Autor: redDer Landrat hält an seinem Vorschlag zum Ausbau der Straßenbahn in Richtung Krimderode fest. Im Rahmen einer Diskussionsrunde im Landratsamt soll demnächst über technische Aspekte und Zukunftschancen einer Erweiterung des Straßenbahnbetriebs gesprochen werden.
Das Veranstaltungsformat habe inzwischen schon fast Tradition, auch zu Themen wie dem Radwegebau und der Barrierefreiheit habe man so die öffentliche Diskussion gesucht, sagte Landrat Matthias Jendricke der nnz. Neben dem Thema Straßenbahn soll es am 30. Januar auch um Elektromobilität im öffentlichen Personennahverkehr gehen. Die Einführung von Elektro-Bussen zwischen Ellrich, Niedersachswerfen und Neustadt sieht man im Landratsamt als erstes Teilmodul einer grundlegenden Umgestaltung im ÖPNV. Das zweite Modul wäre der Ausbau des Netzes der Harzer Schmalspurbahn, da man bei der HSB ohnehin für 2019/20 neue Verträge mit dem Land aushandeln müsse, sei der Zeitpunkt hier günstig auch über die Perspektive Straßenbahn zu sprechen, meint der Landrat.
Die wäre dann Modulteil 3. Gegenüber anderen Ausbauvorschlägen habe man in Richtung Krimderode weitestgehende Baufreiheit, da man sich nicht im dicht gedrängten innerstädtischen Bereich befinde führte Jendricke aus, der Nutzen ginge über einen Anschluss des Stadions hinaus, letztlich würde man den Südharz als Region enger an die Kreisstadt anbinden.
Im Nordhäuser Stadtrat zeigt man sich, abgesehen von der SPD, von den Vorschlägen des Landrates bisher wenig überzeugt und favorisiert Alternativen. Jendricke will seine Option dennoch weiter im Gespräch halten. "Wir müssen als Region unsere Projekte für die kommenden Jahre jetzt aufs Tableau bringen, egal wer im Oktober nach den Landtagswahlen in Erfurt das sagen hat", meint der Landrat. Großprojekte wie die Theatersanierung oder den Stadionausbau habe man frühzeitig, lautstark und parteiübergreifend vertreten und habe so offenbar überzeugen können. Die Zeit, neue Ideen im gemeinsamen Konsens zu definieren sei jetzt, wenn man erst Ende des Jahres in Erfurt aufschlage, könnte es zu spät sein.
Der Ausbau des Straßenbahnnetzes biete sich hier an, 300 Mio. Euro will das Land ohnehin in den kommenden fünf Jahren investieren. Was man jetzt brauche sei ein "Meinungsaustausch in der Sache". Perspektivisch könnte eine Machbarkeitsstudie folgen, die auf der Fachebene die nötige Datenbasis liefern würde, um weiter diskutieren zu können, erklärte Landrat Jendricke.
Die Veranstaltung zur "Linie 20" findet am 30.01. um 18.00 Uhr im Großen Plenarsaal des Landratsamtes in der Grimmelallee 23 statt und richtet sich an Bürgermeister, Verwaltungsmitarbeiter, ehrenamtliche Gemeinderäte, interessierte Bürger bzw. mit dem Thema ÖPNV und Städtebau befasste Personen im Landkreis Nordhausen und ist kostenfrei.
Angelo Glashagel


