So, 10:00 Uhr
20.01.2019
Der Weltrekord ist geschafft
Karneval im Kalischacht!
Zu ihrem 66. Jubiläum haben sich die Karnevalisten des Bleicheröder Carneval Clubs etwas Aussergewöhnliches vorgenommen. Sie wollen den tiefsten Karnevalsumzug unter dem Motto: Karneval im Kalischacht – es wird geschunkelt und gelacht feiern – rund 700 Meter unter Tage. Und damit gestern einen Weltrekord aufstellen...
Der Weltrekord ist geschafft (Foto: Cornelia Wilhelm)
Die Kategorie tiefster Karnevalsumzug existiert derzeit noch nicht im Guinnessbuch der Rekorde, aber Präsident Andreas Weigel ist bereits im Vorfeld fest davon überzeugt, dass dieser Umzug auch ohne einen möglichen Eintrag ins Sammelwerk der Rekorde zu einem außergewöhnlichen Ereignis wird. Zum Jubiläum soll zusammenkommen, was zusammengehört – Die etwa 100 Jahre alte Geschichte des Bergbaus in der Kali-Stadt und der traditionelle Karneval.
Heiter ist die Stimmung gegen Mittag bereits am Treffpunkt auf dem Gelände der NDH-E in Bleicherode. Im Bus geht es bis nach Sollstedt. An verschiedenen Stationen steigen immer wieder Karnevalisten zu.
Auf kreative Art und Weise haben sie ihre Schutzhelme zu einem Bestandteil ihres Kostüms umfunktioniert. In Sollstedt angekommen findet noch einmal eine ausführliche Sicherheitsbelehrung aller Teilnehmer statt, bevor es im Anschluss einen schmalen Gang hinunter in den Schacht geht. Nun wird es ernst. Ständig begleiten auch Kamerateams des MDR. Nach und nach werden alle Teilnehmer mit den Förderzügen nach unten transportiert.
Der Luftdruck verändert sich spürbar. Auch die Temperatur nimmt innerhalb weniger Minuten einen Sprung auf sommerliche 27 Grad. Stadtverwalter Frank Rostek steht ein breites Grinsen im Gesicht. Er hat sich ein buntes Sommerhemd angezogen -wohlwissend, wie das Klima im Schacht ist. Sicherheit steht auch in den Transportmitteln an oberster Stelle. Für den Notfall liegen einige Wasserflaschen bereit.
Unter Tage angekommen fallen die Blicke auf mit Luftballons geschmückte Jeeps, die uns einige Zeit später eine Strecke von rund 14 Kilometern durch die unterirdischen Straßen transportieren werden. Noch ein paar Bilder und Interviews und dann geht es auch schon los. Erst langsam, dann immer schneller und kurviger durchfahren wir die teilweise sehr unebene Strecke, bei der die Deckenhöhe manchmal bedrohlich niedrig wirkt.
Unterirdisch oder überirdisch?
Die Fahrzeuge bewegen sich mit einem sicheren Abstand zueinander und einige Zeit hinter uns ist das Lachen und singen der Prinzengarde in den dunklen Gängen zu hören. Nur die Scheinwerfer der Jeeps sind zu sehen im unterirdischen Labyrinth.
Am Durchschlagpunkt zwischen Bleicherode und Sollstedt-Bernterode angekommen wird das traditionelle Bergmannslied gesungen. Insgesamt 48 Teilnehmer sind dabei. Davon 32 Mitglieder des Bleicheröder Carneval Clubs. Weiterhin zahlreiche Pressevertreter, die bei dem Spektakel unbedingt dabei sein wollen.
Deusa-Chef Dr. Peter Pfeifer, der sich ebenfalls mit auf den Weg in die Tiefe begeben hat, führt in die Historie des Bergwerkes zurück; erklärt Zusammenhänge. Er nennt Eckdaten und Zeitsäulen, die die Geschichte des Bergbaus in diesem Abschnitt besonders stark geprägt haben. Im Anschluss gibt es Pfannkuchen zur Stärkung. Auch unter Tage sorgen Mitarbeiter der Bergwehr für die notwendige Sicherheit.
Im Anschluss geht es wieder zurück. Als die Aufzüge ihren Weg nach oben nehmen, ist auf dem letzten Stück schon die Blasmusik des Bleicheröder Bergmannsorchesters zu hören, das zur Begrüssung aufspielt. Der Umzug endet mit einem kleinen Marsch vom Schacht zur Kaue, wo es gleich im Anschluss mit dem klassischen Karnevalprogramm über Tage weitergeht…
Cornelia Wilhelm
Autor: red
Der Weltrekord ist geschafft (Foto: Cornelia Wilhelm)
Die Kategorie tiefster Karnevalsumzug existiert derzeit noch nicht im Guinnessbuch der Rekorde, aber Präsident Andreas Weigel ist bereits im Vorfeld fest davon überzeugt, dass dieser Umzug auch ohne einen möglichen Eintrag ins Sammelwerk der Rekorde zu einem außergewöhnlichen Ereignis wird. Zum Jubiläum soll zusammenkommen, was zusammengehört – Die etwa 100 Jahre alte Geschichte des Bergbaus in der Kali-Stadt und der traditionelle Karneval.
Heiter ist die Stimmung gegen Mittag bereits am Treffpunkt auf dem Gelände der NDH-E in Bleicherode. Im Bus geht es bis nach Sollstedt. An verschiedenen Stationen steigen immer wieder Karnevalisten zu.
Auf kreative Art und Weise haben sie ihre Schutzhelme zu einem Bestandteil ihres Kostüms umfunktioniert. In Sollstedt angekommen findet noch einmal eine ausführliche Sicherheitsbelehrung aller Teilnehmer statt, bevor es im Anschluss einen schmalen Gang hinunter in den Schacht geht. Nun wird es ernst. Ständig begleiten auch Kamerateams des MDR. Nach und nach werden alle Teilnehmer mit den Förderzügen nach unten transportiert.
Der Luftdruck verändert sich spürbar. Auch die Temperatur nimmt innerhalb weniger Minuten einen Sprung auf sommerliche 27 Grad. Stadtverwalter Frank Rostek steht ein breites Grinsen im Gesicht. Er hat sich ein buntes Sommerhemd angezogen -wohlwissend, wie das Klima im Schacht ist. Sicherheit steht auch in den Transportmitteln an oberster Stelle. Für den Notfall liegen einige Wasserflaschen bereit.
Unter Tage angekommen fallen die Blicke auf mit Luftballons geschmückte Jeeps, die uns einige Zeit später eine Strecke von rund 14 Kilometern durch die unterirdischen Straßen transportieren werden. Noch ein paar Bilder und Interviews und dann geht es auch schon los. Erst langsam, dann immer schneller und kurviger durchfahren wir die teilweise sehr unebene Strecke, bei der die Deckenhöhe manchmal bedrohlich niedrig wirkt.
Unterirdisch oder überirdisch?
Am Durchschlagpunkt zwischen Bleicherode und Sollstedt-Bernterode angekommen wird das traditionelle Bergmannslied gesungen. Insgesamt 48 Teilnehmer sind dabei. Davon 32 Mitglieder des Bleicheröder Carneval Clubs. Weiterhin zahlreiche Pressevertreter, die bei dem Spektakel unbedingt dabei sein wollen.
Deusa-Chef Dr. Peter Pfeifer, der sich ebenfalls mit auf den Weg in die Tiefe begeben hat, führt in die Historie des Bergwerkes zurück; erklärt Zusammenhänge. Er nennt Eckdaten und Zeitsäulen, die die Geschichte des Bergbaus in diesem Abschnitt besonders stark geprägt haben. Im Anschluss gibt es Pfannkuchen zur Stärkung. Auch unter Tage sorgen Mitarbeiter der Bergwehr für die notwendige Sicherheit.
Im Anschluss geht es wieder zurück. Als die Aufzüge ihren Weg nach oben nehmen, ist auf dem letzten Stück schon die Blasmusik des Bleicheröder Bergmannsorchesters zu hören, das zur Begrüssung aufspielt. Der Umzug endet mit einem kleinen Marsch vom Schacht zur Kaue, wo es gleich im Anschluss mit dem klassischen Karnevalprogramm über Tage weitergeht…
Cornelia Wilhelm




































































































