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Do, 15:11 Uhr
10.01.2019
Umbau soll in vier Monaten fertig sein

Aus Handelshof wird Fürstenhof

Lange Zeit wurde in Nordhausen über die Zukunft des Hotels "Handelshof" am Nordhäuser Bahnhof spekuliert. Jetzt schafft dessen Besitzer Fakten...


Das gesamte Gebäude gehört seit drei Jahren Axel Heck. Nun, da der ehemalige Betreiber aus Altersgründen zum Ende des vorigen Jahres seinen Job aufgegeben hatte, wird sich einiges ändern.

Axel Heck hatte im November eine eigene Betreibergesellschaft gegründet und wird das Innere des Hotels renovieren. Es soll nicht nur "Fürstenhof" schlechthin heißen, sondern es soll im Inneren auch dem Ambiente der 20er Jahre des vorigen Jahrhunderts angepasst werden.

"Das waren in Nordhausen starke Jahre, die in ihrer Strahlkraft schon faszinierend waren. Mit der Innengestaltung wollen wir an diese Phase der Stadtgeschichte erinnern", so Axel Heck im Gespräch mit der nnz. Natürlich werde sich nur das Ambiente mit einem historischen Touch präsentieren, alles andere wird modern werden.

Dafür soll nach einer viermonatigen Renovierungsphase ein sechs- bis siebenköpfiges Team sorgen, das von Hotelmanagerin Michelle Wagner angeführt wird. Die junge Nordhäuserin lernte ihren Beruf in einem Steigenberger und arbeitete in den vergangenen acht Jahren in Hamburg. Sie wird die Verantwortung dafür tragen, dass sich die Gäste in 45 Zimmern und drei Suiten wohlfühlen können.

Wenn Heck als Investor noch einmal eine Million Euro in die Hand nehmen wird, dann ist dieser Schritt wohl überlegt. "Einen großen Investor oder Betreiber, der in Nordhausen ein Hotel mit mindestens 80 Betten baut, den wird es kaum noch geben. Touristisch so interessant ist Nordhausen nun mal nicht und viele Unternehmen haben sich inzwischen eigene Tagungsmöglichkeiten geschaffen", erzählt Heck, der einst auch mit der Idee spielte, altersgerechtes Wohnen am Bahnhof zu etablieren. Die geführten Gespräche waren nicht zielführend und so entschied Axel Heck sich zu diesem jetzt bekanntgewordenen Schritt.

Das Hotel-Thema wird in und um Nordhausen nicht an Diskussionsstärke verlieren, für Axel Heck steht fest: "Ich konzentriere mich auf meine Vorhaben und da bin ich mir sicher, dass ein 'Fürstenhof' mit dem 20er-Jahre-Thema ein Erfolg werden kann und wird".
Peter-Stefan Greiner
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Kommentare

10.01.2019, 20.00 Uhr
OnlineShop | Klasse !
Ehrenhaft für Nordhausen, dass die Stadt so aufblüht und optimiert wird. Fürstenhof dürfte Sturm der Liebe Fans sehr erfreuen (kleiner Scherz am Rande) ;-)
Es ist aber wirklich super das die Stadt so Instand gehalten wird,moderner wird und trotzdem die Geschichte der Stadt Nordhausen nicht vergessen wird!
Die Hotelmanagerin wird mit neuen Schwung und sehr viel Engagement das große Projekt vorran bringen!

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12.01.2019, 14.06 Uhr
Liane Enzinger | Private Unternehmer entwickeln die Stadt
Es ist schön, dass ein wichtiges Ziel für NDH erreicht ist, mit Augenmaß, einer Portion Risikobereitschaft und wirtschaftlichem Sachverstand.
Leider fehlt genau dies in der Politik hier. Es wird vor sich hin verwaltet, und das unter enormem Finanzaufwand. Einen echten Aufbruch gibt es nicht. Der letzte war die Landesgartenausstellung und, das ist jetzt auch schon 15 Jahre her. Stillstand bedeutet Rückschritt. Auch am Industriegebiet tut sich immer noch nichts. Und wenn, wird es am Ende nur ein Logistiker o.ä. sein. Auch die Feuerwehr würde schon längst stehen, hätte man mit einem privaten Partner kooperiert. So hat man lieber inzwischen dafür schon 1 Millonen Euro investiert, ohne das auch nur ein Stein bewegt wurde.

Liane Enzinger, M.A.

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12.01.2019, 21.53 Uhr
Harzer66 | Respekt
Ich reflektiere, dass alle Aktivitäten von A. Heck durchaus durchdacht und zu Ende gebracht werden. Im Gegensatz zum Industriegebiet. Ohne Refinanzierungspanungl errichtet und der Hoffnung überlassen, dass die LEG alles richtet. Die siedeln eher auf dem Inselsberg einen Logistiker an als in der Goldenen Aue irgendetwas. In Mecklenburg Vorpommern wird gerade ein Standort zur Verbrennung von Klärschlamm gesucht. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

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