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Do, 17:22 Uhr
03.01.2019
Thüringer HC

Kämpfen bis zum Umfallen

Der THC will Schritt für Schritt im Monat Januar bestehen. Nachdem mit zwei Siegen zum Jahresende das Jahr 2018 so erfolgreich und verlustpunktfrei in der Bundesliga abgeschlossen wurde, geht es nun im Januar für die Mannschaft gleich richtig schwierig weiter.

Müller und Müller (Foto: HaJo Steinbach) Müller und Müller (Foto: HaJo Steinbach) Nina Müller: "Freue mich riesig, noch einmal bei einem solchen Top Team zu spielen."

Spiel um Spiel wird das Programm dabei immer schwerer. Zunächst steht am Sonntag beim Tabellenfünften in Leverkusen das bisher schwerste Auswärtsspiel der Saison an. Dann folgt eine Woche später in der Salzahalle das Viertelfinale im DHB-Pokal gegen Borussia 09 Dortmund, um den Einzug ins FINAL4, Ende Mai in Stuttgart.

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Schon drei Tage später - für die THC-Mannschaft geht es wieder in die englischen Wochen mit Mittwoch-Samstag- oder Sonntagsspielen - tritt das Top-Team der Bundesliga TuS Metzingen in Bad Langensalza an. Und schon eine Woche später kommt es auswärts zum Gipfeltreffen mit der ebenfalls verlustpunktfreien SG BBM Bietigheim, bevor drei Tage später die Champions League Hauptrunde mit einem Heimspiel gegen FTC Hungaria aus Budapest beginnt.

„Der Januar hat es in sich, das wird richtungsweisend, noch nicht saisonentscheidend, aber mit den Verletzungsausfällen von fünf! Top-Rückraumspielerinnen Iveta Luzumova, Anne Hubinger, Beate Scheffknecht, Krisztina Triscsuk und Saskia Lang ist das Ganze normalerweise nicht zu stemmen“, sagt auch Herbert Müller. Da kommt der Neuzugang von Nina Müller (Bild) gerade noch zur rechten Zeit. Mit ihr stößt sowohl eine ehemalige deutsche Nationalspielerin als auch eine international sehr erfahrene Handballerin, die wohl außer im Tor schon auf allen Positionen gespielt hat, zum deutschen Meister.

Zum Spiel:
Leverkusen liegt derzeit auf Rang fünf der Tabelle, punktgleich mit dem Tabellenvierten Borussia 09 Dortmund. Beide Teams sind die unmittelbaren Verfolger des Spitzentrios THC, Bietigheim und TuS Metzingen, aber haben bereits 7 Minuspunkte. „Leverkusen ist eine sehr junge Mannschaft mit vielen Talenten und spielt unter ihrem neuen Trainer Robert Nijdam einen schnellen gefälligen Handball“ sagt Herbert Müller. „Die wittern natürlich ihre Chance, uns zu ärgern und können ohne Druck befreit aufspielen.“

Bayer 04 gehört zu den Teams, die jede Bundesligamannschaft schlagen können, schon im Vorjahr hat der THC dort nur denkbar knapp gewonnen. Im Kader steckt sehr viel Potential, als aktuelle Nationalspielerinnen Amelie Berger und Mia Zschocke, aber auch Anna Seidel, Jennifer Rode, Jenny Karolius, Kim Berndt und andere mehr sind Top Bundesliga Spielerinnen.

Der THC will zuerst auf sich schauen und sein Spiel machen, agieren statt reagieren. Wenn das gelingt, da ist sich Herbert Müller sicher, haben es die Gegner schwer. Stabilität in der Abwehr und Durchsetzungsvermögen im Angriff sind gefragt. Zuletzt hat in Halle nur der Angriff, zuhause gegen Göppingen nur die Abwehr funktioniert. Dann wird es darauf ankommen, dass die Mannschaft noch enger zusammenrückt, um die Lücken zu schließen.

Zum Kader:
Kerstin Wohlbold, die nach der Geburt ihrer Tochter nun wieder zurück im Kader ist, wird mit nach Leverkusen reisen. Nina Müller ist spielberechtigt und steht ebenfalls im Aufgebot. Schon nach einem gemeinsamen Training lernt sie fleißig die Spielzüge ihrer neuen Mannschaft. Sie ist für einige keine Unbekannte, man kennt sich aus der Bundesliga und Nationalmannschaft, mit Ann-Cathrin Giegerich hat sie schon bei der SG BBM Bietigheim gespielt.

Nina Müller sagt selbst dazu: „Das war wie eine Weihnachtsüberraschung, als Herbert Müller am Telefon war, und wir sind uns schnell einig geworden. Ich freue mich riesig, noch einmal bei einem solchen Top Team zu sein. Ich will meine ganze Erfahrung und mein ganzes Können in den Dienst der Mannschaft stellen und hoffe, dass wir gemeinsam noch viel Erfolg haben werden.“

Auch Herbert Müller freut sich auf die Zusammenarbeit: „So mitten in der Saison eine Top-Spielerin auf dem Markt zu finden, ist eigentlich nicht möglich. Und dann findet sich genau der Deckel, der auf unseren Topf passt. Ich halte sehr viel von Nina Müller, habe ihre Kariere über alle Jahre verfolgt. Nina wird uns in einer schwierigen Situation richtig helfen. Sie ist eine perfekte Handballerin.“

Als wenn es nicht schon genug Personalsorgen gibt, hat es nun auch noch Alicia Stolle mit einer Zerrung getroffen, so dass sie nicht mit trainieren konnte. Erst am Wochenende entscheidet sich, ob sie überhaupt spielen kann. Josefine Huber liegt derzeit mit Grippe im Bett. Sie konnte auch nicht mit trainieren, wird hoffentlich bis zum Wochenende fit. Bei Saskia Lang ist nun klar, dass der gerissene Meniskus operiert werden muss. Damit fällt auch sie für Wochen aus. Iveta Luzumova kommt im Januar auch noch nicht zurück. So ein Heilungsprozess braucht eben seine Zeit. Damit fährt wieder einmal ein sehr kleiner Kader, begleitet von den Fans der nimmermüden „Roten Wand“ nach Leverkusen, um sich der Herausforderung zu stellen.
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