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Mi, 18:05 Uhr
23.02.2005

Abgesessen

Nordhausen (nnz). Heute gab es eine Sitzung des Nordhäuser Stadtrates, die so ihresgleichen suchte. Beschlossen wurde nichts, dafür gab es jede Menge Fragen. Und einige Antworten...

Abgesessen (Foto: nnz) Abgesessen (Foto: nnz)


Eigentlich stand der „Beteiligungsbericht 2004“, der eigentlich die Zahlen der Unternehmen mit städtischer Beteiligung des Jahres 2003 widerspiegelt, im Mittelpunkt der heutigen Stadtratssitzung. Passend zum stadtwerklichen Ambiente drehte es sich um die Beteiligungen der Stadt Nordhausen an Unternehmen. Und Elisabreth Milbreth (CDU) durfte als Mitglied des Rechnungsprüfungsausschusses denn auch über den Beteiligungsbericht referieren. Frau Milbreth referierte wenig, sie stellte lieber Fragen, am liebsten nach den Aufwandsentschädigungen der Aufsichtsratsmitglieder. Warum die zum Beispiel bei der Energieversorgung Nordhausen so hoch wären, wogegen es bei anderen Unternehmungen überhaupt keine Entschädigung gebe.

Aber sonst, so das Fazit der CDU-Fraktionärin, sei der Bericht sehr schön, sehr übersichtlich und sehr verständlich. Warum die Personalkosten bei der Holding für Versorgung und Verkehr um acht Prozent gestiegen sind, wollte Elisabeth Mibreth ebenso wissen, wie sie die Arbeit von Krankenhausgeschäftsführer Antonius Pille lobte. Und überhaupt, das was Frau Milbreth aus den Krankenhausdaten lesen durfte, das könne sich sehen lassen. Und das Allerbeste: Die Aufsichtsratsmitglieder erhalten keine Aufwandsentschädigung.

Konkrete Fragen, aktuelle und historische, zum Beteiligungsbericht oder zu den Unternehmen selbst, wurde zwar gestellt, sie aber sollten erst im nichtöffentlichen Teil beantwortet werden. Eine Antwort erhielt Dr. Klaus Gebhardt (SPD) auf seine Frage, warum die Energiepreise in Nordhausen und Thüringen so hoch seien. Die Antwort gab der EVN-Geschäftsführer Hans-Peter Dörflinger. Nachzulesen ist sie auch in einem Bericht der nnz: „Wir mußten auf die gestiegenen Einkaufspreise einfach reagieren und haben nichts draufgesattelt. Hinzu kommen gestiegene Lohn- und Gehaltskosten, die allein in diesem Jahr um 2,4 Prozent steigen werden“, so Dörflinger.

Nicht vergessen werden dürfen auch unter anderem die gestiegenen Stahlpreise. Die belasten ein Unternehmen, das sehr viel Rohrmaterial einkaufen muß, zusätzlich. Und dann verweist der Geschäftsführer auch noch auf die seit Jahren getätigten Investitionen in das regionale Gasnetz. „Das alles kann es natürlich nicht zum Nulltarif geben“

PS: Die Nordhäuser Stadtwerke boten heute Stadträten an, sich das Unternehmen ein bisschen genauer anzusehen. Nach Angaben des Unternehmens machten davon 8 von 36 Stadträten Gebrauch (siehe nnz-Foto).
Autor: nnz

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