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Mi, 08:12 Uhr
19.12.2018
nnz-Forum

Weihnachtsbotschaft vom Klimagipfel

Diese Botschaft kommt in diesem Jahr vom Welt – Klimagipfel direkt aus Katowice. Die 15-jährige Greta Thunberg aus Schweden hält auf der Plenarsitzung des UN-Klimagipfels eine ergreifende Rede zu Umkehr in der Politik und Wirtschaft. Darüber macht sich nnz-Leser Manfred Kappler seine eigenen Gedanken...

„Ich bin hierhergekommen um euch zu sagen, dass ihr euren Kindern ihre Zukunft klaut. Ihr opfert unsere Umwelt damit einige Wenige weiter in Luxus leben können. Wir sind nicht gekommen um euch Anzubetteln, sondern um euch wissen zu lassen, dass Veränderungen kommen werden – ob ihr es wollt oder nicht.“

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Greta Thunberg sagte weiter: „Ihr seid nicht einmal erwachsen genug um die Wahrheit zu sagen. Ihr redet weiter von einen, ewigen Wirtschaftswachstum, das sind die gleichen schlechten Ideen wie bisher und überlasst Entscheidungen euren Kindern. Übt endlich Gerechtigkeit und nicht, dass Millionen in Armut leben müssen für den Luxus von wenigen. Wenn es keine Lösungen in diesem System möglich sind dann muss das System geändert werden. Ich möchte auch weiterhin auf diesen Planeten leben können.“

Soweit die Botschaft von der 15 – jährigen Greta Thunberg. Doch wie sieht es vor unsere Haustür aus? Da fehlt es an Geld für die Sanierung von Schulen, Kindegärten, Erzieher und vielem mehr. Sollte man nicht neben der digitalen Ausbildung auch an eine Umwelt- und Klimaschutz- Ausbildung denken? Da sterben ganze Dörfer vor sich hin, weil die Infrastruktur fehlt. Alles geht nur noch in Mega- Projekten und Abwicklung.

Auf der anderen Seite werden riesige Brücken und Straßen in die Landschaft gebaut um die Zerstörung der Rüdigsdorfer Schweiz durch den Gipsabbau weiter voran zu treiben.

Es werden Abbauflächen beantragt, welcher eine Waldvernichtung vorangeht. Unseren Wald geht es so schlecht wie noch nie. Trotzdem sollen wieder Laubholzwälder dem Gipsabbau geopfert werden. Um einen Beitrag zur Klimaverbesserung zu leisten, sollten wir alle Waldflächen im Südharzer Karstgebiet unter Schutz stellen.

Wenn ich sehe was in den letzten Jahren im Raum Ilfeld für Alte, dicke, gesunde Buchen und Eichen gefällt wurden, kann ich nur mit dem Kopf schüttelt. Früher waren solche Bäume Heiligtümer und hatten sogar Namen. Warum kann man in heutiger Zeit nicht mal einige Bäume wieder alt werden lassen, auch um das Ökosysthem zu verbessern?

Wie sieht es mit der Verkehrsbelastung in den Harz aus? Ständige Zunahme von LKW-Verkehr, auch die PKW werden immer mehr und größer. Im Sommer rollenganze Lawinen von Bikern in den Harz. Wie lange können unsere Wälder und das Wild, diese Abgaswolke und Lärmlawine noch verkraften? Findet das Wild überhaupt noch irgendwann mal Ruhe?

Wir tun so als ob die Natur und Umwelt für uns da sind. Eigentlich sollten wir für die Natur und Umwelt da sein und dieses Pflegen und in Ordnung halten, denn sie ist unser Lebensraum. Unsere Umwelt ist nicht da, dass wir sie verwirtschaften und vernichten sollen.

Auch mit den vorhandenen Flächen sollten wir sparsamst um gehen und nicht alles zubauen und versiegeln. Auch unsere Kinder bauchen Lebensraum und nicht nur verfallene Dörfer und Innenstädte, weil wir nur auf die grüne Wiese und freie Flächen bauen, auch in Ilfeld.

Sollte es noch einen Winter geben, brauchen wir nicht die ganze Welt einzupökeln. Schaufel, Besen und Kies usw. sind Umweltschonender. Aber da müssten wir uns ja bewegen oder Technik einsetzen. Tür auf Salz drauf – Tür zu, und schon freuen sich die Füße unserer Hunde, unsere Schuhe und Beinkleider, von den Beton und der Umwelt gar nicht zu reden.

Ich wünsche Ihnen allen eine Besinnliche Weihnachtszeit und kommen sie gesund ins Neue Jahr. Für 2019 wünsche ich Ihnen viel Segen, Gesundheit, Freude und Glück und ganz viel Zufriedenheit.

Denn Weihnachten ist nicht nur Jubel, Trubel, Heiterkeit, ein festliches Essen, sondern Frieden – vergessene Stille und Geschenke schenken – Weihnachten heißt mit dem Herzen zu denken und alte Lieder beim Kerzenschein – so sollte eigentlich Weihnachten sein.

Ein Frohes Fest wünscht
Manfred Kappler Ilfeld
Autor: red

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Kommentare
Leser X
19.12.2018, 11:11 Uhr
Solange die Systemfrage nicht verhandelt wird...
... wird unsere Erde weiter systematisch zerstört. Wo steht eigentlich geschrieben, dass wir immer noch mehr Wachstum brauchen? Entschleunigung wäre gut nicht nur für die Erde, sondern auch für deren Bewohner. Doch dafür bräuchte es Visionen.
Paulinchen
19.12.2018, 15:09 Uhr
Die Botschaft von Herrn Resch...
...von der DUH wirds richten. 120 km/h auf den deutschen Autobahnen, 80 km/h auf den Bundesstraßen, Fahrverbote für bestimmte Benzin- und die neuesten Diesel mit Euro 6 Norm. Unser Deutschland wird der Luftkurstaat in Europa werden. Über die ehemaligen Harzwälder, welche dann nur noch Wiesen sind, ziehen Wanderer in Scharen hinweg und trillern ihre Wanderlieder. Die Wohnwagen werden von Pferdegespannen durch die Lande gezogen, aus den Karawanen von Motorrädern wurden E-Bikes und wir haben sie geschaffen, unsere heile Welt.

Ich setz noch eins drauf, wohlwissend, dass ich jetzt den Zorn der Reiselustigen auf mich ziehen werde.
Ich möchte ein Inlandsflugverbot haben! (bin gespannt, wie das dem Vielflieger Herrn Resch gefällt?) Damit wäre unsere Luft nicht nur sauberer, nein auch der Himmel wäre, wenn keine Bewölkung vorhanden, klarer und blauer - da keine bzw. weniger schädliche Kondensstreifen von hoch oben auf uns nieder rieseln. Ach ja - die Kreuzfahrten auf der Nord-und Ostsee werden ebenfalls eingestellt. Die 6000 p.a. von den Stickoxiden der Dieselfahrzeuge erkrankten Patienten könnten sich in der sauberen Seeluft erholen und genesen.
Durch diese Maßnahmen bekäme unsere "Deutsche Bahn" eine völlig neue Bedeutung und Wertschätzung.
Es wäre zu schön, um wahr zu sein. Denn unsere Nachbarn denken nicht so wie wir. Die setzen auf Atom, Gas und Kohlekraftwerke. Und der Wind allein, bestimmt über unsere Luftqualität. Den Studienabbrecher Resch, kennt in Polen u.a. Nachbarstaaten kein Mensch.

Nur hier kann er nach Belieben sein Unwesen treiben. Ihn interessieren die bisherigen Anstrengungen zur Reinhaltung der Luft einen Schei... . Die gerodeten Wälder, werden in ca. 70 bis 100 Jahren wieder ihren Dienst aufnehmen, aber die "Holzernte" ist dennoch wichtig. Sie geht vor - auch noch vor dem Schutz unserer natürlichen Katalysatoren, dem Baumbestand. In Sachsen rodet man jetzt im Naturpark die vom Borkenkäfer befallenen Baumreste, damit dieser keine Nahrung mehr findet. Was passiert in unserem Harz? Die Natur, welche es kaum dort noch gibt, die soll es richten. Wo sind sie - die Umweltschützer? DER WALD/HARZ RUFT UM HILFE!

Darf man es eigentlich noch erwähnen, das Weihnachtsfest? Unsere Bildungsministerin ging in ihrer Grußbotschaft dem Wort ja tunlichst aus dem Weg. Ich machs trotzdem: Allen Lesern und der Redaktion dieser Zeitung, ein friedvolles, angenehmes Weihnachtsfest (!) und alles Gute für 2019.
Paulinchen
Tor666
19.12.2018, 19:44 Uhr
Umweltschutz ja,
aber dieser CO2 Quatsch nein. Kostet uns Milliarden ohne wirklichen Sinn. Immer mehr Experten springen ab und übrig bleiben die Panikmacher. 0,038 Prozent CO2 sind in der Luft; davon produziert die Natur 96 Prozent, den Rest, also vier Prozent, der Mensch. Das sind dann vier Prozent von 0,038 Prozent, also 0,00152 Prozent. Der Anteil Deutschlands hieran ist 3,1 Prozent. Damit beeinflusst Deutschland 0,00004712 Prozent des CO2 in der Luft.
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