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Di, 07:55 Uhr
18.12.2018
Abgeguckt

Aufgeheizte Stimmung

Stellen Sie sich vor, Sie mieten sich einen Transporter und fahren damit morgen oder übermorgen durch den westlichen Landkreis Nordhausen...


Sie wollen etwas abholen, was sie zuvor über unser Kleinanzeigenportal gekauft haben. Und: Sie kennen sich in Bleicherode, Kraja oder Lipprechterode nicht aus und fragen Passanten nach dem Weg.

Zur Zeit scheint es, beobachtet man die Chats in diversen Facebookgruppen, macht man sich allein deshalb stark verdächtig. Man könnte ja Kinder wegfangen, sie entführen, sexuell missbrauchen oder gar auf einem orientalischen Sklavenmarkt verkaufen.

Anlass für die in teilweiser Hysterie ausartenden Unterhaltungen ist eine Meldung vom Montag. Und obwohl sich ein Fall sehr schnell aufklärte, wird in den sozialen Netzwerken zur Selbstjustiz aufgerufen, wird die Todesstrafe samt Einführung der Todesspritze gefordert. Auch die Installation einer Bürgerwehr wird diskutiert.

Die kontrolliert dann alle verdächtigen Fahrzeuge in Bleicherode und Umgebung. Schließlich entscheidet der Hauptmann der Wehr vor Ort, wer straffällig geworden ist und wer nicht. Wer der Polizei übergeben wird oder wer sofort abgestraft wird.

Sicher, die Zeiten sind andere als noch vor 20 oder 40 Jahren, aber dennoch sollte der Arbeit der Polizei vertraut werden. Die Aufklärungsquote der "Jungs und Mädels" in Uniform ist in Nordthüringen über Jahre hinweg sehr hoch, gerade bei schweren Straftaten. Aber letztlich ist das Ansprechen eines Kindes in Deutschland keine Straftat.
Peter-Stefan Greiner
Autor: red

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Kommentare
Günther Hetzer
18.12.2018, 10:03 Uhr
liegt das Kind erstmal im....
Kann man so sehen wie Herr Greiner, muss man aber nicht.

Richtig ist, dass nicht jeder der ein Kind anspricht etwas schlimmes im Schilde führt. Andererseits ist es in der heutigen Zeit richtig, dass Eltern ihre Kinder verstärkt auf Gefahren hinweisen. Die Zeiten haben sich geändert, dass hat er Greiner zwar richtig erkannt, doch mit dieser Erkenntnis dann den Ratschlag zu geben auf die Aufklärungsquote der Polizei zu vertrauen, ist doch ziemlich....nennen wir es mal....naiv.

Denn wem nützt die hohe Aufklärungsquote, wenn das Kind erst einmal im Brunnen, bzw. im Transporter liegt? Hier sind in erster Linie die Eltern in der Pflicht, dem Sprössling Verhaltensregeln für einen solchen Fall zu vermitteln. Betrachten wir die aktuelle Sicherheitslage in Deutschland, so verwundert es doch niemanden, wenn nach solchen Vorfällen die Stimmung hochkocht. Wir schalten den Fernseher ein und sehen Weihnachtsmärkte die wie Festungen gesichert sind, wir sehen ausufernde Gewalt auf den Straßen, hören von Gruppenvergewaltigungen, lesen von Messerstechereien, Bandenkriegen und Raub. In Anbetracht dieses sich zum negativen verändernden Umfelds, muss ein besonderes Augenmerk auf die kleinsten und schwächsten Mitglieder unserer Gesellschaft gerichtet werden.

Findet es P.-St. Greiner lustig, das Eltern auf Grund der oben genannten Zustände in Sorge sind?
"...beobachtet man die Chats in diversen Facebookgruppen, macht man sich allein deshalb stark verdächtig. Man könnte ja Kinder wegfangen, sie entführen, sexuell missbrauchen oder gar auf einem orientalischen Sklavenmarkt verkaufen." (Anm. es hat sich laut NNZ erst ein Vorfall aufgeklärt)

Dann möge er doch eins seiner selbst gewählten Beispiele nennen, welches absolut bar jeder Realität und allein dem Geist einer völlig hysterischen Mutter entsprungen ist.

Natürlich steht eine Todesstrafe für Pädosexuelle Straftäter nicht zur Debatte, auch wenn ich nach manch schockierendem Fall die Forderung nach dieser nachvollziehen kann. Täterschutz steht all zu oft vor Opferschutz und Präventivmaßnahmen, Urteile gegen Straftäter ein Witz. In unserer Rechtsprechung hat ein Leben und die Unversehrtheit dieses, an Bedeutung verloren. Es werden unsinnige Urteile gefällt, in dem Grundgesetz Art.2Abs.2 gegen irgendwelche religiösen Befindlichkeiten abgewogen wird. Hier wäre es an der Zeit Zeichen mit Signalwirkung zu setzen und sexuelle, die Würde verletzende und körperliche Vergehen an Kindern und Frauen besonders hart zu bestrafen.

Und da wären wir auch schon bei meinem letzten Punkt.
"Aber letztlich ist das Ansprechen eines Kindes in Deutschland keine Straftat."

Dieser Punkt gilt für die Öffentlichkeit sowie digitale Räume. Und auch das ist ein Problem. Schaut man sich an, wie viele gestörte Erwachsende über das Internet Kontakt zu Kindern und Jugendlichen suchen, welcher allein auf rein sexuellen Interesse basiert, ist es eine Schande das es dafür noch keine gesetzliche Handhabe gibt. Täglich werden junge Menschen in Foren belästigt und das völlig ohne Konsequenzen. Auch Kinder haben das Recht das Internet und gerade Seiten für Kinder und Jugendliche zu nutzen, jedoch verkommen diese Räume zu Sammelbecken Pädosexueller Arschl***.

Und anstatt die Schulen auf die alten und neuen Gefahren Opfer von Gewalt- und Sexualstraftaten zu werden hinweisen, läuft in Schulen eine große Ideologisierungsmaschine die im Begriff ist, zusätzliche Leichenberge in Gebüschen zu produzieren.
free Gigi
18.12.2018, 11:19 Uhr
richtig so ReconNDH
100% Zustimmung
Karina
18.12.2018, 11:23 Uhr
@ReconNDH
Toll geschrieben, ich stimme Ihnen voll und ganz zu.
Im Fall des aufgeklärten Falles der Polizei haben die Herren nachweislich nach dem Weg gefragt... Komischerweise nur das Kind, nicht aber die hinzugeeilte Mutter oder deren Freund. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit eine gute Wegbeschreibung von einem Kind zu bekommen und in Zeiten von GPS und Navigationssystemen findet jede zweitklassige Handy App auch ohne Frage das Ziel.

Zur Aufklärungsquote möchte ich anmerken, dass sich in Erfurt ein - als Polizist verkleideter - Mann versucht Kinder zu entführen.... Wie soll man da dem Kind das Vertrauen in deine Freunde und Helfer nahebringen?

Und zu Selbstjustiz, Mord und Totschlag hat niemand aufgerufen. Wenn Politik, Polizei und der Rechtsstaat versagen, finde ich es nicht verwerflich, dass sich besorgte Eltern zusammenschließen und den Schulweg ihrer Kinder absichern.

Sowas muss man nicht ins lächerliche ziehen, Herr Greiner.
Zukunft
18.12.2018, 11:29 Uhr
Frage
Blättert man in der FB-Hysterie von oben nach unten, dann vermutet der Laie, dass hier in Nordhausen oder in Lipprechterode jede Woche ein Kind überfallen, geraubt oder missbraucht wird. Wann gab es denn hier in der Gegend das letzte Verbrechen an einem Kind. Da hat der Greiner doch recht, wenn er ermahnt zur Sachlickeit überzugehen.

Und ja, die Frage ist berechtigt wer ist dann Ankläger, wer Verteidiger, wer Richter und wer Vollstrecker?
Günther Hetzer
18.12.2018, 11:58 Uhr
bedenkliche Sicht....
@Zukunft, "Wann gab es denn hier in der Gegend das letzte Verbrechen an einem Kind"

Wollen Sie mich verar***en? Mal im ernst, sind Sie noch ganz bei Trost? Zum einen ist es traurige Realität das es wahrscheinlich hinter verschlossenen Türen auch "hier in der Gegend" häufiger zu Übergriffen auf Kinder kommt, wie Ihnen bewusst sein mag. Zum anderen ist diese Denkweise bedenklich dumm. Denn wenn ein Kind erst entführt, missbraucht oder getötet wurde, ist es absolut zu spät. Finde Sie Ihre Frage angebracht? Ich weiß nicht ob Sie oder Herr Greiner Kinder haben, ehrlich gesagt interessiert es mich auch nicht, jedoch kann ich aus meiner Sicht sagen, dass ich mir um die Sicherheit meines Kindes mehr Sorgen mache als um meine eigene. Und das nicht nur was Übergriffe durch pervertierte Gestörte angeht, sondern auch um alle anderen Gefahren des alltäglichen Lebens. Eltern die bei vollem Verstand sind, wollen ihre Kinder schützen, dass sichert unserer Art seit Urzeiten das Überleben. Es steht außer Frage das bei dem einem, dem mit Abstand sensibelsten Thema für Eltern, die Emotionen hochkochen.

@Zukunft, werfen Sie den Blick mal in die Gegenwart und Sie werden erkennen, weshalb Eltern in der heutigen Zeit sensibel auf solche Vorfälle reagieren. Gerade weil es vermehrt zu derartigen Vorkommnissen innerhalb weniger Tage gekommen ist. Wir leben in einer Zeit in der wir beispielsweise in übereifrigem Gehorsam mehr auf die Befindlichkeiten kulturfremder Zuwanderer achten, als auf die Einhaltung unserer Gesetze und die Unversehrtheit eines jeden Einzelnen. In denen Vergewaltigungs-, Mord und Gewaltopfer als so eine Art Kollateralschaden gelten und die x-te Gruppenvergewaltigung nicht mal mehr eine Schlagzeile, sondern nur noch eine Randnotiz wert ist. Das in einer solchen Zeit das Vertrauen in die Politik, Justiz und Behörden sinkt, ist eine logische Konsequenz und wird zwangsweise dazu führen, dass Menschen noch mehr um die Sicherheit ihrer Liebsten sorgen.
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