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Di, 06:53 Uhr
18.12.2018
nnz-Forum:

Robin Wood wird aufmerksam

Vor wenigen Monaten hat sich die Bestsellerautorin, Journalistin und Umweltaktivistin Marita Vollborn in einem dramatischen Appell über die Situation des Niedersächsischen Gipskarsts an die Öffentlichkeit gewandt. Nun ist die Umweltorganisationen Robin Wood aufmerksam geworden...


In dem Beitrag auf der Seite „LifeGen“ berichtete die Vorsitzende der BUND-Ortsgruppe Osterode über die Verquickung von niedersächsicher Wirtschaft, Politik und Verwaltung in Sachen Gipsabbau sowie über deren Folgen (https://www.lifegen.de/newsip/shownews.php4?getnews=m2018-01-04-5616&pc=s02).

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Zugleich gibt sie darin einen deprimierenden Einblick in die Situation der verbliebenen Gipskarstlandschaft in Niedersachsen. Nun ging Robin Wood mit einem Brief der BUND-Ortsgruppe Osterode an die Untere Naturschutzbehörde unter dem Titel „Zukunft mit G(r)ips“ an die Öffentlichkeit https://www.robinwood.de/blog/zukunft-mit-grips.

Darin geht sie erneut auf die jahrzehntelange Willfährigkeit der niedersächsischen Landespolitik und der lokalen Verwaltung gegenüber den Abbaugelüsten der Gipswirtschaft ein. Zugleich stellt sie die internationale Einmaligkeit des Südharzer Gipskarsts und die Chancen heraus, die ein Ende des Gipsabbaus und eine Deklarierung als UNESCO-Weltnaturerbe für Niedersachsen und für die gesamte Region des Gipskarts zwischen Sangerhausen und Osterode mit sich brächten.

Auch die Gefahren für den Thüringer Gipskarst bleiben nicht unerwähnt, so zum Beispiel das Bestreben der Saint Gobain Formula GmbH aus Walkenried, im Naturschutzgebiet Harzfelder Holz unweit des heilklimatischen Orts Neustadt jährlich zwischen 70.000 und 100.000 Tonnen Gips zu fördern.

Zugleich thematisiert der BUND Osterode in dem bei Robin Wood veröffentlichten Schreiben die Heuchelei der Gipswirtschaft: etwa in Bezug auf die angebliche und auch für den Landkreis Nordhausen widerlegbare Renaturierbarkeit abgebauter Flächen oder bezüglich der Höhe des öffentlichen Sponsorings im Verhältnis zu den exorbitanten Profiten der Gipsunternehmen.

Die Umweltorganisation Robin Wood, auf deren Seite der offene Brief an die Untere Naturschutzbehörde veröffentlicht wurde, verspricht, einen im Januar anstehenden Erörterungstermin kritisch zu begleiten, der sich mit geplanten Abbaumaßnahmen in einem eigentlich vor jeglichen Eingriffen zu schützenden Flora-Fauna-Habitat-Gebiet („FFH-Gebiet“) im niedersächsischen Gipskarst beschäftigt.

Die 1982 gründete und zunächst vor allem den Waldschutz thematisierende Umweltorganisation Robin Wood, gehört heute auch zu den bekanntesten Verfechtern der Energiewende und zu den führenden Kritikern einer „selbstzerstörerischen Wachstumsideologie“. Immer wieder macht sie mit spektakulären Aktionen auf die dramatische Zerstörung unserer Lebensgrundlagen aufmerksam.
Bodo Schwarzberg
Autor: red

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