Fr, 19:01 Uhr
26.10.2018
Neue Linke Tradition
Herbstfest in der Kapelle
Traditionell gibt es bei den Parteien im Landkreis Nordhausen die Neujahrs- und Jahresempfänge oder das Sommerfest. Neu hinzugekommen ist das Herbstfest der LINKE, das heute seine Premiere erlebte…
Gäste des Herbstfestes (Foto: nnz)
In die Cyriaki-Kapelle der Kreismusikschule hatte die Partei geladen und es waren – laut Einladung – Akteurinnen aus Kultur, Wirtschaft, Vereinen und Politik gekommen. Nur die Landes- und Fraktionsvorsitzende Susanne Henning Wellsow ließ sich krankheitsbedingt entschuldigen. Kreisvorsitzender Alexander Scharff begrüßte die Funktionsträger der Partei – über Ministerin und Beigeordnete, Landtagsabgeordnete - aber auch den Landrat oder NUV-Chef Niels Neu.
Danach ging Scharff kurz auf die aktuelle kommunalpolitische Situation ein und freute sich, dass es genügend Geld gebe, um sinnvolle Projekte in nahezu allen Facetten des gesellschaftlichen Lebens zu unterstützen oder auf den Weg zu bringen. Sein Dank galt Ministerin Birgit Keller, die den Landkreis Nordhausen und Nordthüringen mehr in den Fokus des landespolitischen Handelns gerückt habe.
Unerfreulich sei die Situation hinsichtlich des Rohstoffabbaus. Im derzeit viel diskutierten Regionalplanentwurf könne man zum Beispiel nicht über Generationen hinweg festschreiben, wie viel der Rohstoffe gefördert werden sollen. Weitere Themen, die Scharff anriss, waren bezahlbarer Wohnraum, Digitalisierung und deren Folgen für die Wirtschaft sowie die vorhandenen Arbeitsplätze aber auch das Thema Europa. Bei allen damit zusammenhängenden Problemen sollte ein Fakt nicht vergessen werden, dass es 73 Jahre keinen Krieg zwischen den einzelnen Ländern auf diesem Kontinent gibt.
In einem musikalischen Teil stellten Gitarren-Schülerinnen von Daniela Heise Ausschnitte aus ihrem Programm vor und die Initiative 54 der linken Landtagsfraktion überreichte einen Scheck von 500 Euro an den Förderverein der Kreismusikschule.
Sozusagen Hauptakteur im politischen Teil des Herbstfestes war der Europaabgeordnete Martin Schirdewan, der schon mehrfach in Nordhausen war. Der 43jährige berichtete von seiner Arbeit im EU-Parlament und kritisierte unter anderem die Kürzungen unter der Ratspräsidentschaft von Österreich und das Auflegen von mehr als zehn Milliarden Euro für europäische Rüstungsausgaben. Hier behalte sich die LINKE das Einlegen von Rechtsmitteln vor.
Schirdewan redete angenehm kurz, was auf den Beifall der Herbstfest-Gäste traf. Dann war der nicht mehr so offizielle Teil an der Reihe und wir verabschieden uns aus der Kreismusikschule Nordhausen.
Peter-Stefan Greiner
Autor: red
Gäste des Herbstfestes (Foto: nnz)
In die Cyriaki-Kapelle der Kreismusikschule hatte die Partei geladen und es waren – laut Einladung – Akteurinnen aus Kultur, Wirtschaft, Vereinen und Politik gekommen. Nur die Landes- und Fraktionsvorsitzende Susanne Henning Wellsow ließ sich krankheitsbedingt entschuldigen. Kreisvorsitzender Alexander Scharff begrüßte die Funktionsträger der Partei – über Ministerin und Beigeordnete, Landtagsabgeordnete - aber auch den Landrat oder NUV-Chef Niels Neu.
Danach ging Scharff kurz auf die aktuelle kommunalpolitische Situation ein und freute sich, dass es genügend Geld gebe, um sinnvolle Projekte in nahezu allen Facetten des gesellschaftlichen Lebens zu unterstützen oder auf den Weg zu bringen. Sein Dank galt Ministerin Birgit Keller, die den Landkreis Nordhausen und Nordthüringen mehr in den Fokus des landespolitischen Handelns gerückt habe.
Unerfreulich sei die Situation hinsichtlich des Rohstoffabbaus. Im derzeit viel diskutierten Regionalplanentwurf könne man zum Beispiel nicht über Generationen hinweg festschreiben, wie viel der Rohstoffe gefördert werden sollen. Weitere Themen, die Scharff anriss, waren bezahlbarer Wohnraum, Digitalisierung und deren Folgen für die Wirtschaft sowie die vorhandenen Arbeitsplätze aber auch das Thema Europa. Bei allen damit zusammenhängenden Problemen sollte ein Fakt nicht vergessen werden, dass es 73 Jahre keinen Krieg zwischen den einzelnen Ländern auf diesem Kontinent gibt.
In einem musikalischen Teil stellten Gitarren-Schülerinnen von Daniela Heise Ausschnitte aus ihrem Programm vor und die Initiative 54 der linken Landtagsfraktion überreichte einen Scheck von 500 Euro an den Förderverein der Kreismusikschule.
Sozusagen Hauptakteur im politischen Teil des Herbstfestes war der Europaabgeordnete Martin Schirdewan, der schon mehrfach in Nordhausen war. Der 43jährige berichtete von seiner Arbeit im EU-Parlament und kritisierte unter anderem die Kürzungen unter der Ratspräsidentschaft von Österreich und das Auflegen von mehr als zehn Milliarden Euro für europäische Rüstungsausgaben. Hier behalte sich die LINKE das Einlegen von Rechtsmitteln vor.
Schirdewan redete angenehm kurz, was auf den Beifall der Herbstfest-Gäste traf. Dann war der nicht mehr so offizielle Teil an der Reihe und wir verabschieden uns aus der Kreismusikschule Nordhausen.
Peter-Stefan Greiner





