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Do, 15:09 Uhr
25.10.2018
Ein Praxisbesuch bei GSAB und dem Possen

Erfahrungen mit ausländischen Mitarbeitern

Vor kurzem besuchte der Europa-Service Nordthüringen (ESN) zwei Unternehmen im Kyffhäuserkreis und wollte sich dort über die bisherigen Erfahrungen mit ausländischen Mitarbeitern erkundigen...


Die beiden Unternehmen, GSAB Elektrotechnik GmbH aus Greußen und der Freizeit- und Erholungspark Possen in Sondershausen, die zwar aus sehr unterschiedlichen Branchen kommen, verbindet dennoch das Thema Fachkräftegewinnung. Ein allzeit präsentes Thema bei regionalen Wirtschaftsunternehmen.

Dass Unternehmen hierbei natürlich auch außerhalb Thüringen oder Deutschland in den anderen europäischen Ländern suchen ist mittlerweile vielerorts zu hören. So kamen GSAB sowie auch der Possen in Kontakt mit dem in Nordhausen ansässigen ESN, der kostenfrei Unternehmen in Nordthüringen bei der Gewinnung, Bindung und Integration ausländischer Fachkräfte unterstützt.

In Kooperation mit dem ESN konnte GSAB ebenso wie der Possen ausländische Mitarbeiter finden und nach Nordthüringen holen. Im Gespräch mit den Geschäftsführern der Unternehmen erkundigte sich Claudia Reich vom ESN nach den Erfahrungen mit den neuen Mitarbeitern.

Bernd Jahn, Geschäftsführer vom Possen, der über den ESN und einen Arbeitspartner in Polen, zwei Saisonkräfte zur Arbeit in der Gastronomie einstellen konnte, äußert sich sehr positiv. Sehr schnell verlief der Vermittlungsprozess, die beiden polnischen Fachkräfte waren fachlich kompetent und sprachen gut deutsch. Es hat gut funktioniert und auch für das kommende Jahr möchte man den Kontakt nutzen und wieder polnische Fachkräfte einstellen.

Darüber hinaus ist Bernd Jahn natürlich auch interessiert, motivierte Mitarbeiter für eine dauerhafte Beschäftigung zu begeistern oder selbst auszubilden. Erstmalig wird man daher einen Auszubildenden mit vietnamesischen Wurzeln aufnehmen.

Hartmut Vonnoe, Geschäftsführer der GSAB GmbH, zeichnet ebenfalls ein positives Fazit, auch wenn hier die Vorbereitungen zur Arbeitsaufnahme deutlich länger dauerten. So musste in einem Fall in Russland erst ein Visum für die Arbeit in Deutschland beantragt werden. Die neuen Mitarbeiter möchte man möglichst dauerhaft an das Unternehmen binden und daher durchlaufen die Fachkräfte derzeit verschiedene fachliche Stationen, um sich in die Struktur und die Arbeitsbereiche des Unternehmens gut einzufinden.

Es bleibt zu wünschen, dass die neuen Mitarbeiter auch außerhalb des Unternehmens einen neuen Lebensmittelpunkt, neue Freunde und Kontakte in Nordthüringen finden. Denn nur über eine nachhaltige Integration in verschiedenen Bereichen können wichtige Fachkräfte erfolgreich in der Region gebunden werden.

Claudia Reich vom ESN sowie die Unternehmer Hartmut Vonnoe und Bernd Jahn sind sich einig, dass die Akquise ausländischer Mitarbeiter sicher nicht die Lösung des allgemeinen Fachkräfteproblems ist. Jedoch sind heutzutage die ausländischen Kollegen zur Sicherung der Wirtschaftsfähigkeit von vielen Nordthüringer Unternehmen unverzichtbar und nicht mehr wegzudenken.

Der ESN berät zum Thema ausländische Fachkräfte, begleitet Vorbereitungen und unterstützt Aktivitäten in den Europäischen Ländern. Die Leistungen sind kostenfrei. Erreichbar ist der ESN unter 03631.9143014, www.esn-europa.de und www.facebook.com/ESN.BIC/. Der ESN wird durch den Freistaat Thüringen aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds finanziert und ist ein Angebot des Landkreises Nordhausen.
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Kommentare

25.10.2018, 16.58 Uhr
Mueller13 | Ja, bei den ausländischen Arbeitern klappt das
die sind aber regelmässig auch gebildet und kommen aus unserem Kulturkreis.

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25.10.2018, 21.27 Uhr
H.Freidenker | ....sind das verschiedene Welten ?
Der Eine muß zur Einreise ein Visa beantragen, um in Deutschland arbeiten zu dürfen!
Andere kommen ohne Papiere, nur mit Smartfon und brauchen nicht arbeiten!
Während der Eine für sich selber sorgt, werden die Anderen alimentiert.
Das sind nicht verschiedene, dass sind verrückte Welten!

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25.10.2018, 22.41 Uhr
Kobold2 | Informieren!
bevor man solche Kommentare rauslässt, sollte man sich erst einmal über die hier gültigen Gesetze informieren.
Aber Unkenntnis über unsere Gesetze wird ja lieber anderen vorgeworfen.......

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