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Di, 14:10 Uhr
23.10.2018
Stammtisch Biosphärenreservat

Stammtisch zu Gast in Harzungen

Der Besuch von Mitgliedern des Stammtisches „Biosphärenreservat Gipskarst Thüringen“ in der Hofmosterei der Familie Ibe/Hahnemann in Harzungen war ein Genuss für die Sinne - so fasst es der Sprecher der Initiative Jürgen Weyand zusammen. Die Nachfrage nach frisch gepresstem Saft zeige den Anspruch der Menschen wieder verstärkt auf regionale Produkte zurückzugreifen...

„Der Duft der Äpfel, die Verkostung des Saftes, die in goldenen Herbstfarben erstrahlende Gipskarstlandschaft, die angepflanzten jungen Quittenbäume im Bauerngarten des Hofes, das zwei- und vierbeinige Leben auf dem Gehöft, all`das ist der Inbegriff einer intakten Kultur- und Naturlandschaft“.

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Und er fährt fort: "Der Vierseitenhof der Familie Ibe ist an sich schon ein Highlight in Harzungen und für den Südharz. Dass nun die jungen Leute Alexander Ibe und seine Frau Kathleen Hahnemann, den Mut und das Engagement aufbringen, hier eine regionale Kleinmosterei zu etablieren, verdient unseren größten Respekt.“

Mittlerweile ist die gesamte Familie in das Projekt involviert. Auch Nachbarn und Freunde fassen mit zu, wenn die Arbeit allein nicht mehr zu bewältigen ist. Nur so konnte es gelingen, die erste Saison erfolgreich über die Bühne zu bringen. Die Tätigkeit der Vermostung erfordert nicht nur harten körperlichen Einsatz, sondern auch eine auf die Bedürfnisse der Kunden und die Leistungsfähigkeit der technischen Anlage abgestimmte Logistik. Kathleen Hahnemann bringt da schon einiges an beruflicher Erfahrung mit.

Der Stammtisch Biosphärenreservat zu Gast in Harzungen (Foto: Elke Blanke) Der Stammtisch Biosphärenreservat zu Gast in Harzungen (Foto: Elke Blanke)

Die Nachfrage auf die von der Hofmosterei Harzungen produzierten Säfte und die Möglichkeit sein eigenes heimisches Obst pressen zu lassen, zeigt den Anspruch der Menschen, wieder verstärkt auf regionale Produkte zurückzugreifen. Auch wird die Arbeit in der Natur oder im heimischen Garten mittlerweile nicht mehr als Last, sondern als Freude empfunden. „Und“, fügt Alexander Ibe hinzu, „die Menschen wollen wissen, woher ihre Lebensmittel kommen. Wenn sie dann noch den Hersteller kennen, um so besser“, fügt er schmunzelnd hinzu.

Alexander Ibe kennt den Wert der alten Streuobstwiesen, sowohl für die Natur als auch für den Menschen. Sie gehören zur Kulturlandschaft des Südharzes und sind ein wichtiges Mosaik in einem harmonischen Landschaftsbild. Als zukünftiger Streuobstwiesenfachwirt beschäftigt er sich natürlich auch mit der Pflege der Wiesen und Bäume und kommt zur Erkenntnis, dass diese dauerhaft nur durch wirtschaftlich tragfähige Nutzung aufrechterhalten werden können. Auch eine kleine Schafherde wird zur traditionellen Bewirtschaftung und Landschaftspflege von Streuobstwiesen genutzt.

Erfreut zeigten sich die Stammtischmitglieder, dass es den Neueinsteigern Ibe und Hahnemann gelungen ist, mit ihren Produkten bereits einheimische Märkte wie den EDEKA Markt in Ellrich zu erobern. „Das zeigt doch, dass auch der Einzelhandel auf die Nachfrage nach regionalen Produkten reagiert und Kleinstanbieter eine Chance haben, hier den Fuß in die Tür zu bekommen“, resümiert Elke Blanke. Sie hat die Initiative zur Bildung des Stammtisches ergriffen und freut sich, dass Menschen zusammen finden, die das Thema Biosphärenreservat Südharz in die Öffentlichkeit bringen und anhand konkreter Beispiele auch Aufklärungsarbeit leisten.

Wer sich dem Stammtisch anschließen möchte, neugierig geworden ist auf anstehende Aktivitäten, aber auch Skeptiker, die dem Begriff und Inhalt eines „Biosphärenreservates“ noch distanziert gegenüber stehen, sind zur nächsten Zusammenkunft im Café Nikolai in Ellrich am 13.11.18 und/oder 27.11.18 um jeweils 18 Uhr herzlich willkommen.
Autor: red

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