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Mo, 15:07 Uhr
07.02.2005

Kopfarbeit

Kopfarbeit (Foto: nnz) Kopfarbeit (Foto: nnz) Nordhausen (nnz). Was treibt einen Mediziner, der an der Nordsee geboren, im Sauerland aufgewachsen ist und der in Bonn studiert hat, nach Nordhausen. Diese uns andere Fragen stellte heute die nnz dem neuen Chefarzt der Neurologie im Nordhäuser Südharz-Krankenhaus.


Dr. Ulrich Erdmann ist seit August vergangenen Jahres der neue Chefarzt der Neurologie im Südharz-Krankenhaus. Damals übernahm der 34jährige die Leitung der Fachabteilung, die eigentlich keine Leitung mehr hatte. Kein Chefarzt, nur zwei Assistenzärzte, die Station zur Hälfte belegt – das waren die Voraussetzungen, mit denen Erdmann zurechtkommen mußte. Vielleicht aber lag auch in diesem unerquicklichen Zustand der Reiz für diesen Job? Der Neue konnte wieder mit einem Aufbau anfangen, konnte persönliche Intentionen neben fachlichen Notwendigkeiten einfließen lassen. Er konnte gestalten. Nach fast sieben Monaten ist die Neurologie wieder das, was man von einer Neurologie in einem Krankenhaus dieser Größenordnung erwartet.

Dr. Ulrich Erdmann ist der Chef von einem Oberarzt, 5 Assistenzärzten sowie 17 Krankenschwestern und ist mit ihnen um das Wohl von derzeit 45 Patienten besorgt. Die Station ist mehr als ausgelastet. Doch Erdmann setzt nicht so sehr auf Chef, vielmehr kommt es ihm auf das Zusammenspiel, auf das Funktionieren seines Teams an. Es geht letztlich um den Patienten, der ihm und seiner Mannschaft anvertraut ist. Da hilft neben dem fachlichen Wissen auch die moderne Technik, auf die Neurologen im 21. Jahrhundert zugreifen müssen. „Das technische know how des Hauses war einer der Gründe, warum ich mich für eine Bewerbung im vergangenen Jahr entschieden hatte. Hinzu kommt das Spektum der umgebenden Fachbereiche. Im Südharz-Krankenhaus war einfach alles vorhanden, was wir Neurologen als Umfeld benötigen“, beschreibt Erdmann sein damalige Interesse für den Südharz.

Neben dem Job in der Dr.-Robert-Koch-Straße ist für den Mediziner auch der Umgang mit der Öffentlichkeit von Bedeutung. Hier will er in den kommenden Monaten aktiv werden. Das zentrale Thema wird der Schlaganfall sein. Ihn sieht der 34jährige als Notfall und will auch die Reaktionen der Betroffenen so verstanden wissen. Schnelles Reagieren nach einer auftretenden Lähmung kann die verschlossenen Blutgefäße wieder öffnen. Die moderne Technik macht es möglich, jedoch nur in den ersten drei Stunden nach dem Auftreten der Symptome.

Vielleicht richtet Dr. Ulrich Erdmann ein Bürgertelefon in Zusammenarbeit mit den Medien ein, auf jeden Fall will er Vorträge für den medizinischen Laien anbieten. Die beinhalten nicht nur das Verhalten für den Ernstfall, sondern sollen prophylaktisch wirken. Für den Chefarzt, der im vergangenen Jahr von Aachen nach Nordhausen kam, gibt es also noch viel zu tun. Da sind Auswahlgespräche für die Besetzung der zweiten Oberarztstelle zu führen, da ist Ende dieses Jahres auch die Etablierung einer Schlaganfallspezialstation mit 8 Betten nach zertifizierten Qualitätskriterien.

Mehr Informationen über die Neurologische Klinik im Südharz-Krankenhaus gibt es mit diesem Link
Autor: nnz

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