Fr, 09:47 Uhr
19.10.2018
Interview mit Vladímir Kovác
Wir müssen unser Spiel über 90 Minuten durchziehen
Fußball oder Ringen? Vor dieser Entscheidung stand Vladímir Kovác mit 18 Jahren. Er entschied sich für Fußball, kam vor sechs Jahren nach Deutschland und steht seit zehn Monaten beim FSV Wacker 90 Nordhausen unter Vertrag...
Hier hat sich der 27-jährige Rechtsverteidiger schnell einen Stammplatz erarbeitet. Sandra Arm sprach mit ihm.
Vladi, du bist gebürtiger Slowake. Was bedeutet Heimat für dich?
Kovac: Das ist für mich heute schwer zu beantworten. Das Wort Heimat fehlt derzeit in meinem Leben, weil ich fast alle zwei Jahre woanders spiele. Ich habe jetzt meine eigene Familie. Überall, wo wir durch den Fußball hinkommen, müssen wir es uns so heimatlich wie möglich machen. Für mich ist Heimat der Ort, an dem ich geboren bin. Das ist die Slowakei.
Weshalb hast du deine Heimat verlassen?
Kovac: Ich habe in der Slowakei erste und zweite Liga gespielt. Mit der Zeit habe ich gemerkt, es läuft nicht so, wie ich mir das vorgestellt hatte. Meine Ambitionen waren höher. Ich wollte immer Fußball spielen. Ich wollte den nächsten Schritt gehen und mir schwebte Deutschland vor. Dort läuft viel über Kontakte und Berater. Auf eigene Faust bin ich nach Deutschland gekommen, weil der Fußballmarkt einfach größer ist als bei uns.
Du hattest also ein klares Ziel?
Kovac: Als ich für die Slowakei in der U19 Nationalmannschaft spielte, wurden wir nach unseren Zielen gefragt. Ich habe geschrieben, dass ich mal in der Bundesliga spielen möchte. Deswegen bin ich nach Deutschland, weil mir die Art und Weise, wie hier Fußball gespielt wird, sehr gefällt.
Wo hat es dich dort zuerst hinverschlagen?
Kovac: Ich habe anfangs in der fünften Liga (Wolfratshausen/Bayernliga) gespielt, weil ich kein anderers Engagement fand. Nach einem Jahr bin ich zu 1860 München gekommen, wo ich bei den Amateuren und Profis zum Einsatz kam. Nach dem Trainerwechsel und Wechsel in der Münchner Vereinsführung habe ich ein neues Engagement in Wiesbaden gefunden. In der Winterpause kam der Wechsel nach Nordhausen.
Was waren die Gründe für den Wechsel nach Nordhausen?
Kovac: Ich hatte überlegt, ob ich in Wiesbaden bleibe oder nicht. Es hat dann aber doch nicht so gut ausgeschaut, wie ich dachte. Ich wollte eigentlich noch warten, habe mir dann aber gesagt, wenn ich jetzt noch ein halbes Jahr warte und vereinslos bin, dann komme ich auch nicht weiter. So gehe ich lieber einen Schritt zurück, um zu spielen, als irgendwo wieder zu warten.
Wie schätzt du deine aktuelle Situation ein?
Kovac: Ich fühle mich hier wohl, mit der Mannschaft klappt es auch ganz gut und ich kann auf meiner bevorzugten Position als rechter Verteidiger spielen. Ich bin zur Zeit zufrieden.
Was fehlt der Mannschaft in der Offensive?
Kovac: Es liegt an der Lockerheit. Uns fehlt die Sicherheit und der letzte Torschuss. Auch der letzte Pass zum Tor müsste besser gelingen - dann wäre alles ein bisschen einfacher.
In Chemnitz hat Wacker die erste Saisonniederlage kassiert. Wie gehst du persönlich mit Niederlagen um?
Kovac: Wie sagt man so schön, nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Damit müssen wir klarkommen, dass wir das erste Spiel verloren haben - und trotzdem defensiv wie offensiv weiterarbeiten. Die erste Halbzeit war richtig gut, darauf gilt es aufzubauen. Wir müssen lernen, unser Spiel von Anfang bis Ende durchzuziehen.
Wo siehst du deine Stärken, wo Schwächen?
Kovac: Als ehemaliger Ringer sehe ich für mich leichte Vorteile in den Zweikämpfen. Bei Flanken muss ich mich mehr konzentrieren.
Hast du Ringen parallel zum Fußball ausgeübt?
Kovac: Ja, weil mein Papa auch Ringer war. Ich habe immer mit ihm trainiert. Das hat sich ausgezahlt. Ich finde es positiv, dass ich es parallel zum Fußball gemacht habe.
Du hast zwei Kinder?
Kovac: Ja, und das dritte ist unterwegs. Mein Ältester ist vier, das Mädchen zwei Jahre. Der Geburtstermin für das dritte Kind ist der 25. Oktober. Es wird ein Mädchen.
Bleibt neben Familie und Fußball noch Zeit für Hobbys?
Kovac: Bei zwei kleinen Kindern ist das schwierig. Ich freue mich, wenn ich nach dem Training nach Hause komme und die Zeit mit meinen Kindern genießen kann. Das ist für mich eine schöne Ablenkung. Mit den Kindern bin ich viel unterwegs. Bei dem schönen Herbstwetter ist es einfach toll, wenn wir in der Natur spazieren gehen. Dann sammeln wir Kastanien oder werfen Steine ins Wasser. Der Papa macht dann auch mit.
Am Sonntag kommt das nächste Spitzenteam mit dem Berliner AK in den AKS...
Kovac: Das Programm der nächsten zwei, drei Wochen ist richtig schwer, aber wir müssen von Spiel zu Spiel schauen. An den gut funktionierenden Sachen gilt es im Training weiter zu arbeiten. Ebenso an denen, wo es noch hakt. Es ist egal gegen wen wir spielen, wir müssen auf uns schauen. Mit dem Kader und der Qualität, die wir besitzen, müssen wir einfach einen Sieg schaffen.
Autor: redHier hat sich der 27-jährige Rechtsverteidiger schnell einen Stammplatz erarbeitet. Sandra Arm sprach mit ihm.
Vladi, du bist gebürtiger Slowake. Was bedeutet Heimat für dich?
Kovac: Das ist für mich heute schwer zu beantworten. Das Wort Heimat fehlt derzeit in meinem Leben, weil ich fast alle zwei Jahre woanders spiele. Ich habe jetzt meine eigene Familie. Überall, wo wir durch den Fußball hinkommen, müssen wir es uns so heimatlich wie möglich machen. Für mich ist Heimat der Ort, an dem ich geboren bin. Das ist die Slowakei.
Weshalb hast du deine Heimat verlassen?
Kovac: Ich habe in der Slowakei erste und zweite Liga gespielt. Mit der Zeit habe ich gemerkt, es läuft nicht so, wie ich mir das vorgestellt hatte. Meine Ambitionen waren höher. Ich wollte immer Fußball spielen. Ich wollte den nächsten Schritt gehen und mir schwebte Deutschland vor. Dort läuft viel über Kontakte und Berater. Auf eigene Faust bin ich nach Deutschland gekommen, weil der Fußballmarkt einfach größer ist als bei uns.
Du hattest also ein klares Ziel?
Kovac: Als ich für die Slowakei in der U19 Nationalmannschaft spielte, wurden wir nach unseren Zielen gefragt. Ich habe geschrieben, dass ich mal in der Bundesliga spielen möchte. Deswegen bin ich nach Deutschland, weil mir die Art und Weise, wie hier Fußball gespielt wird, sehr gefällt.
Wo hat es dich dort zuerst hinverschlagen?
Kovac: Ich habe anfangs in der fünften Liga (Wolfratshausen/Bayernliga) gespielt, weil ich kein anderers Engagement fand. Nach einem Jahr bin ich zu 1860 München gekommen, wo ich bei den Amateuren und Profis zum Einsatz kam. Nach dem Trainerwechsel und Wechsel in der Münchner Vereinsführung habe ich ein neues Engagement in Wiesbaden gefunden. In der Winterpause kam der Wechsel nach Nordhausen.
Was waren die Gründe für den Wechsel nach Nordhausen?
Kovac: Ich hatte überlegt, ob ich in Wiesbaden bleibe oder nicht. Es hat dann aber doch nicht so gut ausgeschaut, wie ich dachte. Ich wollte eigentlich noch warten, habe mir dann aber gesagt, wenn ich jetzt noch ein halbes Jahr warte und vereinslos bin, dann komme ich auch nicht weiter. So gehe ich lieber einen Schritt zurück, um zu spielen, als irgendwo wieder zu warten.
Wie schätzt du deine aktuelle Situation ein?
Kovac: Ich fühle mich hier wohl, mit der Mannschaft klappt es auch ganz gut und ich kann auf meiner bevorzugten Position als rechter Verteidiger spielen. Ich bin zur Zeit zufrieden.
Was fehlt der Mannschaft in der Offensive?
Kovac: Es liegt an der Lockerheit. Uns fehlt die Sicherheit und der letzte Torschuss. Auch der letzte Pass zum Tor müsste besser gelingen - dann wäre alles ein bisschen einfacher.
In Chemnitz hat Wacker die erste Saisonniederlage kassiert. Wie gehst du persönlich mit Niederlagen um?
Kovac: Wie sagt man so schön, nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Damit müssen wir klarkommen, dass wir das erste Spiel verloren haben - und trotzdem defensiv wie offensiv weiterarbeiten. Die erste Halbzeit war richtig gut, darauf gilt es aufzubauen. Wir müssen lernen, unser Spiel von Anfang bis Ende durchzuziehen.
Wo siehst du deine Stärken, wo Schwächen?
Kovac: Als ehemaliger Ringer sehe ich für mich leichte Vorteile in den Zweikämpfen. Bei Flanken muss ich mich mehr konzentrieren.
Hast du Ringen parallel zum Fußball ausgeübt?
Kovac: Ja, weil mein Papa auch Ringer war. Ich habe immer mit ihm trainiert. Das hat sich ausgezahlt. Ich finde es positiv, dass ich es parallel zum Fußball gemacht habe.
Du hast zwei Kinder?
Kovac: Ja, und das dritte ist unterwegs. Mein Ältester ist vier, das Mädchen zwei Jahre. Der Geburtstermin für das dritte Kind ist der 25. Oktober. Es wird ein Mädchen.
Bleibt neben Familie und Fußball noch Zeit für Hobbys?
Kovac: Bei zwei kleinen Kindern ist das schwierig. Ich freue mich, wenn ich nach dem Training nach Hause komme und die Zeit mit meinen Kindern genießen kann. Das ist für mich eine schöne Ablenkung. Mit den Kindern bin ich viel unterwegs. Bei dem schönen Herbstwetter ist es einfach toll, wenn wir in der Natur spazieren gehen. Dann sammeln wir Kastanien oder werfen Steine ins Wasser. Der Papa macht dann auch mit.
Am Sonntag kommt das nächste Spitzenteam mit dem Berliner AK in den AKS...
Kovac: Das Programm der nächsten zwei, drei Wochen ist richtig schwer, aber wir müssen von Spiel zu Spiel schauen. An den gut funktionierenden Sachen gilt es im Training weiter zu arbeiten. Ebenso an denen, wo es noch hakt. Es ist egal gegen wen wir spielen, wir müssen auf uns schauen. Mit dem Kader und der Qualität, die wir besitzen, müssen wir einfach einen Sieg schaffen.


