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Mo, 11:39 Uhr
07.02.2005

Warten auf die Obrigkeit

Nordhausen (nnz). Im vergangenen Jahr kehrte im kommunalen Gefüge des Landkreises Nordhausen ein wenig Betriebsamkeit ein. Ob in der Kreisstadt oder in der kleinsten Gemeinde – es wurde über eine Gebietsreform nachgedacht. Mal laut, mal leise. Was ist aus diesen Gedanken geworden? Die nnz hat gesucht...


Man sei immer noch in Gesprächen heißt es heute zum Beispiel aus Ellrich oder aus Mackenrode. Man redet immer noch miteinander, meinte Ellrichs Bürgermeister Gerald Schröder und sein Kollege der Einheitsgemeinde Hohenstein, Martin Höche, pflichtete ihm bei. Das ist gut und schön, ist es aber auch wichtig? Diese Frage müssen die Gebietsfürsten mit sich selber ausmachen, schließlich kommt ihnen eine entscheidende Rolle dabei zu.

Einige sagen, das Jahr 2005 müsse für das Aufstellen genutzt werden. Ein modernes Wort, das aber eigentlich wenig sagt. Wer soll da aufgestellt werden? Die Kommunen oder die eigenen persönlichen Machtpositionen? Natürlich haben viele haupt- und auch ehrenamtliche Bürgermeister in diesen Tagen mit ihren Haushalten zu tun. Aber aus deren Essenz heraus sollte erkannt werden, daß es in zwei oder drei Jahren so nicht nur nicht weitergehen kann, sondern eher noch schlechter werden wird.

Es müssen neue Strukturen her, im Landkreis selbst und vielleicht auch innerhalb der Verwaltungsgemeinschaften zum Beispiel. Im Erfurter Innenministerium soll man bereits jetzt schon Szenarien in den Schubladen haben, wonach die kleinste Gemeinde einer Verwaltungsgemeinschaft mehr als 800 oder 1.000 Einwohner haben muß. Wann diese Pläne aus der Schublade gezogen werden, das wagt niemand auszusprechen, noch nicht. Und so wird in den Kommunen „schwer überlegt“, wie die neuen Strukturen aussehen könnten. Noch immer denken viele Bürgermeister sowie Stadt- und Gemeinderäte in Kategorien wie „Sieger“ oder Verlierer“. Wenn aber zu lange nachgedacht wird, dann könnte es vielleicht nur „Verlierer“ geben. Die Zeit drängt, spätestens wenn die Einsparungen in den diesjährigen Haushalten zu wirken beginnen, dann werden sich bei vielen die Augen öffnen und die Scheuklappen davor wegklappen.

Momentan hat der aufmerksame Beobachter eher den Eindruck, daß da einige Ansätze schon wieder zerredet werden, man sucht intensiv nach Gründen, warum es so weitergehen könnte wie bisher. Wird es aber nicht! Und wenn in den Erfurter Schubladen schon erste Gedanken niedergeschrieben wurden, daß zum Beispiel im Jahr 2009 der nächste Landtag in neuen kommunalen Grenzen gewählt werden könnte, dann sollte zwar keine Eile aufkommen, nur bewegen sollte man sich. Denn eine Wahl in neuen Gebietsgrenzen impliziert natürlich auch neue Kreisgrenzen. Und dann wird alles noch viel schwieriger, hektischer und chaotischer. Für die Basis!
Autor: nnz

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