Do, 15:00 Uhr
18.10.2018
Ursachen und Schutz
Osteoporose: Rat vom Spezialisten
Am 20. Oktober findet der Welt-Osteoporose-Tag statt. Aber was ist eigentlich Osteoporose, welche Ursachen stecken hinter dieser Krankheit und wie kann ich mich davor schützen? Chefarzt Dr. med. Christian Meyer, Osteologe DVO und Leiter des osteologischen Schwerpunkzentrums des Südharz Klinikums Nordhausen, gibt Antworten auf häufig gestellte Fragen...
Osteologie ist der Oberbegriff für Erkrankungen, die den Knochen betreffen und ggf. schädigen. Die am weitesten verbreitete Erkrankung ist die Osteoporose, wobei Osteoporose nur "poröser Knochen" heißt. Gefährlich ist die erhöhte Bruchanfälligkeit: auch ohne angemessene äußere Krafteinwirkung (wie zum Beispiel durch einen Unfall) können z.B. Wirbel oder der Schenkelhals spontan brechen. Die Osteoporose macht zunächst keine Symptome. Der erste Hinweis ist leider häufig erst ein Knochenbruch ohne vorherigen Unfall.
Die Beschreibung "poröser Knochen" erklärt natürlich noch nicht, warum der Knochen porös ist. Viele innere und äußere Faktoren können eine Rolle spielen, wie z. B. Cortison-Therapie, ein Mangel an Geschlechtshormonen, Essstörungen, gezielte Hormon-Blocker bei Tumoren (Brust, Vorsteherdrüse), Rauchen, genetische Belastung, Alter, Stoffwechselerkrankungen (Drüsen, Nieren, Leber) u. a.. Dieses abzuklären ist Voraussetzung für eine erfolgreiche individuelle Therapie.
Es gibt zahlreiche weitere Knochenerkrankungen, die lokal oder systemisch zu einer Entkalkung führen sowie solche, welche die Knochendichte auch erhöhen können. Auch Knochentumore gehören in den Bereich der Osteologie. Die genannten Störungen sind nur Beispiele, und die Erkrankungen können in jedem Lebensalter auftreten.
Chefarzt Dr. med. Christian Meyer, Osteologe DVO und Leiter des osteologischen Schwerpunkzentrums des Südharz Klinikums Nordhausen, gibt Antworten auf häufig gestellte Fragen (Foto: Südharz Klinikum Nordhausen gGmbH)
Daraus folgt die Notwendigkeit einer interdisziplinären Zusammenarbeit. Bei den entsprechenden Symptomen oder Risikofaktoren können sich die Patienten an das osteologische Schwerpunktzentrum des Südharz Klinikums wenden, wo die komplizierte Differentialdiagnostik (u.a. DXA-Messung, Röntgen, Labor, Schnittbilddiagnostik …) und die Planung der individuellen Therapie Routine ist (abhängig von Alter, Geschlecht, Begleiterkrankungen).
Es gibt die Möglichkeit der ambulanten Vorstellung in der osteologischen Sprechstunde im MVZ des Südharz Klinikums. Schwierige Fälle werden im klinischen Osteologischen Schwerpunktzentrum auf Station 7B des Klinikums behandelt.
Um sich vor einer Osteoporose zu schützen, gibt der Spezialist folgenden Rat: Die beste Prophylaxe einer Osteoporose ist Bewegung. Regelmäßige Bewegung sowie körperliche Aktivität ist zur Vorbeugung und Behandlung der Osteoporose erforderlich und sorgt für eine gesunde Regeneration des Knochens. Ein weiterer wichtiger Punkt zur Vorbeugung der Osteoporose ist eine knochengesunde Ernährung mit Kalzium und Vitamin-D-haltigen Lebensmitteln, welche für einen gesunden, stabilen Knochen sorgt.
Empfohlen ist hierbei die Aufnahme von 1000 mg (1 g) Kalzium und 800 - 1000 IE (Internationalen Einheiten) Vitamin D pro Tag. Kalzium ist der Grundbaustein des Knochens und ist beispielsweise in Käse (Emmentaler, Parmesan und Gouda), Sesam, Grünkohl, Haselnüssen und Milch vorhanden. Vitamin D hilft dem Körper, das Kalzium zu nutzen und sorgt für einen ausgeglichenen Kalziumspiegel. Das Vitamin D fördert außerdem die Kalziumaufnahme und -verwertung im menschlichen Körper und wird von der Haut in den Frühlings- und Sommermonaten unter Sonnenlichteinfluss gebildet. Im Winter reicht die UVB-Strahlung des Sonnenlichtes allerdings nicht aus. Deshalb empfiehlt Chefarzt Dr. med. Christian Meyer eine Ernährung mit Vitamin D-haltigen Nahrungsmitteln, wie zum Beispiel Champignon, gegarter Hering, Bückling, Aal, Forelle und Sardelle. Zusätzlich kann man in den Wintermonaten 800 bis 1000 Einheiten Vitamin D als Nahrungsergänzung zur Prophylaxe einnehmen.
Bei allen Fragen zum Thema Osteoporose können Sie sich gern an Chefarzt Dr. med. Christian Meyer und sein Team aus Ärzten und Betreuungspersonal wenden. Weitere Informationen zu den Sprechstunden und den Kontaktdaten erhalten Sie auf der Homepage des Südharz Klinikums und des MVZ Nordhausen oder über die zentrale Vermittlung des Klinikums unter der Telefonnummer:
0 36 31 / 41-0
Autor: redOsteologie ist der Oberbegriff für Erkrankungen, die den Knochen betreffen und ggf. schädigen. Die am weitesten verbreitete Erkrankung ist die Osteoporose, wobei Osteoporose nur "poröser Knochen" heißt. Gefährlich ist die erhöhte Bruchanfälligkeit: auch ohne angemessene äußere Krafteinwirkung (wie zum Beispiel durch einen Unfall) können z.B. Wirbel oder der Schenkelhals spontan brechen. Die Osteoporose macht zunächst keine Symptome. Der erste Hinweis ist leider häufig erst ein Knochenbruch ohne vorherigen Unfall.
Die Beschreibung "poröser Knochen" erklärt natürlich noch nicht, warum der Knochen porös ist. Viele innere und äußere Faktoren können eine Rolle spielen, wie z. B. Cortison-Therapie, ein Mangel an Geschlechtshormonen, Essstörungen, gezielte Hormon-Blocker bei Tumoren (Brust, Vorsteherdrüse), Rauchen, genetische Belastung, Alter, Stoffwechselerkrankungen (Drüsen, Nieren, Leber) u. a.. Dieses abzuklären ist Voraussetzung für eine erfolgreiche individuelle Therapie.
Es gibt zahlreiche weitere Knochenerkrankungen, die lokal oder systemisch zu einer Entkalkung führen sowie solche, welche die Knochendichte auch erhöhen können. Auch Knochentumore gehören in den Bereich der Osteologie. Die genannten Störungen sind nur Beispiele, und die Erkrankungen können in jedem Lebensalter auftreten.
Chefarzt Dr. med. Christian Meyer, Osteologe DVO und Leiter des osteologischen Schwerpunkzentrums des Südharz Klinikums Nordhausen, gibt Antworten auf häufig gestellte Fragen (Foto: Südharz Klinikum Nordhausen gGmbH)
Daraus folgt die Notwendigkeit einer interdisziplinären Zusammenarbeit. Bei den entsprechenden Symptomen oder Risikofaktoren können sich die Patienten an das osteologische Schwerpunktzentrum des Südharz Klinikums wenden, wo die komplizierte Differentialdiagnostik (u.a. DXA-Messung, Röntgen, Labor, Schnittbilddiagnostik …) und die Planung der individuellen Therapie Routine ist (abhängig von Alter, Geschlecht, Begleiterkrankungen).
Es gibt die Möglichkeit der ambulanten Vorstellung in der osteologischen Sprechstunde im MVZ des Südharz Klinikums. Schwierige Fälle werden im klinischen Osteologischen Schwerpunktzentrum auf Station 7B des Klinikums behandelt.
Um sich vor einer Osteoporose zu schützen, gibt der Spezialist folgenden Rat: Die beste Prophylaxe einer Osteoporose ist Bewegung. Regelmäßige Bewegung sowie körperliche Aktivität ist zur Vorbeugung und Behandlung der Osteoporose erforderlich und sorgt für eine gesunde Regeneration des Knochens. Ein weiterer wichtiger Punkt zur Vorbeugung der Osteoporose ist eine knochengesunde Ernährung mit Kalzium und Vitamin-D-haltigen Lebensmitteln, welche für einen gesunden, stabilen Knochen sorgt.
Empfohlen ist hierbei die Aufnahme von 1000 mg (1 g) Kalzium und 800 - 1000 IE (Internationalen Einheiten) Vitamin D pro Tag. Kalzium ist der Grundbaustein des Knochens und ist beispielsweise in Käse (Emmentaler, Parmesan und Gouda), Sesam, Grünkohl, Haselnüssen und Milch vorhanden. Vitamin D hilft dem Körper, das Kalzium zu nutzen und sorgt für einen ausgeglichenen Kalziumspiegel. Das Vitamin D fördert außerdem die Kalziumaufnahme und -verwertung im menschlichen Körper und wird von der Haut in den Frühlings- und Sommermonaten unter Sonnenlichteinfluss gebildet. Im Winter reicht die UVB-Strahlung des Sonnenlichtes allerdings nicht aus. Deshalb empfiehlt Chefarzt Dr. med. Christian Meyer eine Ernährung mit Vitamin D-haltigen Nahrungsmitteln, wie zum Beispiel Champignon, gegarter Hering, Bückling, Aal, Forelle und Sardelle. Zusätzlich kann man in den Wintermonaten 800 bis 1000 Einheiten Vitamin D als Nahrungsergänzung zur Prophylaxe einnehmen.
Bei allen Fragen zum Thema Osteoporose können Sie sich gern an Chefarzt Dr. med. Christian Meyer und sein Team aus Ärzten und Betreuungspersonal wenden. Weitere Informationen zu den Sprechstunden und den Kontaktdaten erhalten Sie auf der Homepage des Südharz Klinikums und des MVZ Nordhausen oder über die zentrale Vermittlung des Klinikums unter der Telefonnummer:
0 36 31 / 41-0


