So, 10:26 Uhr
06.02.2005
Nebensachen der Welt?
Nordhausen (nnz). Auch das ist seit dem vergangenen Jahr eine Novität in Nordhausen. Ein Theaterintendant und eine Oberspielleiterin sind Stammzuschauer bei den Heimspielen von Wacker Nordhausen. Mehr noch, die Fußballverliebtheit von Lars Tietje und Kerstin Weiß hat jetzt eine vertragliche Basis.
Darüber hinaus gibt es Gemeinsamkeiten, die sich nicht nur auf die Macher selbst auswirken. Sowohl Wacker 90 als auch das Theater Nordhausen spielen eine wichtige Rolle für die regionale Identifikation. Während Architektur und Warenwelt größtenteils austauschbar sind, bieten der Sportverein und die Kultureinrichtung ein unverwechselbares Gesicht, das es so wirklich nur hier in Nordhausen gibt. Indem sich Kultur und Sport verbünden, ihre gleichen Zielrichtungen öffentlich machen, kann ausgeschlossen werden, dass bei zukünftig notwendigen Sparmodellen Kultur und Sport gegeneinander auszuspielen sind.
Sowohl Wacker als auch das Theater dienen der sozialen Integration, der Entwicklung eines Wir-Gefühls, das man in der sich entsolidarisierenden Gesellschaft nur noch an wenigen Orten erlernen kann. Dazu dienen sowohl ein gemeinsames Theatererlebnis oder der Besuch eines Fußballspiels als auch die aktive Mitgliedschaft im Fußball-Fanclub oder im Theater-Förderverein. Darüber hinaus spielen sowohl im Sport als auch in der Kultur Utopien und Ideale eine große Rolle. Je mehr sie im Alltag verschwinden, um so größer wird die Bedeutung von Theater und Fußball.
Wer wie der Fußballsportverein Wacker 90 und die Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH Fußball organisiert bzw. Theater macht, nimmt bewusst soziale Verantwortung wahr. Das zeigt sich auch im Schwerpunkt Nachwuchsarbeit bei Wacker oder bei der Förderung des Jungen Theaters in der Kultureinrichtung. Das Theater Nordhausen und Wacker 90 bieten Jugendlichen über den Alltag hinaus Perspektiven und lassen sie Werte des Zusammenlebens erkennen. Wacker und das Theater sind Orte, an denen junge Menschen lernen, Verantwortung für Gemeinschaftsprojekte zu übernehmen.
Die konkret geplante Zusammenarbeit bietet dem Fußballverein und dem Theater eine Reihe von Vorteilen. Gemeinsame Werbeaktionen (für spezifische Projekte der einzelnen) erschließen dem jeweils anderen z.B. zusätzliche Werberäume. Gemeinsame Projekte werden ein neues Publikum schaffen. Zu diesen Projekten gehört eine Fußballrevue von zweimal 45 Minuten, die das Theater anlässlich des 100. Wacker-Geburtstages im Herbst gestalten wird. Über gemeinsame Veranstaltungen zur WM im kommenden Jahr in Deutschland wird nachgedacht. Fußball gibt es auch jetzt schon im Theater: Ein Teil des Kammertanzabends Begegnungen getanzter Art ist diesem Sport gewidmet.
Das nächste öffentliche Ereignis, bei dem sich Fußball und Theater in Nordhausen gemeinsam der Öffentlichkeit stellen, ist das Nordhäuser Ortsderby am 19. März, wenn Wacker gegen Salza antritt. Dann wird das Theater in der Pause mit einem künstlerischen Beitrag vertreten sein, der jetzt allerdings noch geheim gehalten wird!
Autor: nnzDarüber hinaus gibt es Gemeinsamkeiten, die sich nicht nur auf die Macher selbst auswirken. Sowohl Wacker 90 als auch das Theater Nordhausen spielen eine wichtige Rolle für die regionale Identifikation. Während Architektur und Warenwelt größtenteils austauschbar sind, bieten der Sportverein und die Kultureinrichtung ein unverwechselbares Gesicht, das es so wirklich nur hier in Nordhausen gibt. Indem sich Kultur und Sport verbünden, ihre gleichen Zielrichtungen öffentlich machen, kann ausgeschlossen werden, dass bei zukünftig notwendigen Sparmodellen Kultur und Sport gegeneinander auszuspielen sind.
Sowohl Wacker als auch das Theater dienen der sozialen Integration, der Entwicklung eines Wir-Gefühls, das man in der sich entsolidarisierenden Gesellschaft nur noch an wenigen Orten erlernen kann. Dazu dienen sowohl ein gemeinsames Theatererlebnis oder der Besuch eines Fußballspiels als auch die aktive Mitgliedschaft im Fußball-Fanclub oder im Theater-Förderverein. Darüber hinaus spielen sowohl im Sport als auch in der Kultur Utopien und Ideale eine große Rolle. Je mehr sie im Alltag verschwinden, um so größer wird die Bedeutung von Theater und Fußball.
Wer wie der Fußballsportverein Wacker 90 und die Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH Fußball organisiert bzw. Theater macht, nimmt bewusst soziale Verantwortung wahr. Das zeigt sich auch im Schwerpunkt Nachwuchsarbeit bei Wacker oder bei der Förderung des Jungen Theaters in der Kultureinrichtung. Das Theater Nordhausen und Wacker 90 bieten Jugendlichen über den Alltag hinaus Perspektiven und lassen sie Werte des Zusammenlebens erkennen. Wacker und das Theater sind Orte, an denen junge Menschen lernen, Verantwortung für Gemeinschaftsprojekte zu übernehmen.
Die konkret geplante Zusammenarbeit bietet dem Fußballverein und dem Theater eine Reihe von Vorteilen. Gemeinsame Werbeaktionen (für spezifische Projekte der einzelnen) erschließen dem jeweils anderen z.B. zusätzliche Werberäume. Gemeinsame Projekte werden ein neues Publikum schaffen. Zu diesen Projekten gehört eine Fußballrevue von zweimal 45 Minuten, die das Theater anlässlich des 100. Wacker-Geburtstages im Herbst gestalten wird. Über gemeinsame Veranstaltungen zur WM im kommenden Jahr in Deutschland wird nachgedacht. Fußball gibt es auch jetzt schon im Theater: Ein Teil des Kammertanzabends Begegnungen getanzter Art ist diesem Sport gewidmet.
Das nächste öffentliche Ereignis, bei dem sich Fußball und Theater in Nordhausen gemeinsam der Öffentlichkeit stellen, ist das Nordhäuser Ortsderby am 19. März, wenn Wacker gegen Salza antritt. Dann wird das Theater in der Pause mit einem künstlerischen Beitrag vertreten sein, der jetzt allerdings noch geheim gehalten wird!


