So, 18:15 Uhr
14.10.2018
GÜNZERODE FEIERTE 830-JÄHRIGES JUBILÄUM
Nach Kriegen und Not Auferstehung und Blüte
In der Zeit, als einst die Franken das Gebiet des Südharzes besiedelten, kam ein Fürst namens Gunzlin in das Helmetal. Er ließ roden, legte Wiesen und Felder an, schuf erste Behausen. Das war vor über 800 Jahren. Aus dem Namen Gunzlin wurde Günzerode...
Günzerode. Erstmals erwähnt wird das Dorf in einer Urkunde aus dem Jahre 1188, als der Graf von Beichlingen sein freies Erbgut dem Kloster Walkenried vermachte. Günzerode, das sind acht Jahrhunderte wechselvolle Geschichte. Gezeichnet von Kriegen, Not und Elend, Pest und Naturkatastrophen. Die Chronik kündet aber auch von Auferstehung, Erfolgen und der Blütezeit des kleinen Ortes. Ortsteilbürgermeister Gerold Reinhardt rief sie in Erinnerung.
In einem Gespräch mit der nnz zählte Hans-Jürgen Weidt, Bürgermeister der Einheitsgemeinde Werther, zu der Günzerode gehört, auf: Innerhalb von fünf Jahren 2013 bis 2018 wurden im Ort 590000 Euro verbaut. 337000 Euro resultieren aus Fördermitteln. Das größte Projekt war der Bau der Hochstraße mit insgesamt 350000 Euro. 25000 Euro halfen, die Außenanlagen des Friedhofs zu gestalten. Für die gründliche Renovierung des Gemeinschaftshauses schlagen 188000 Euro zu Buche.
Überhaupt macht das Dorf einen aufgeräumten Eindruck. Das alte Volkslied Die alten Straßen noch, die alten Häuser noch müsste umgeschrieben werden. Straße und Häuser sind nicht mehr die von gestern. Bürgersteige, gepflegte Anwesen. Anstelle der Kuh-, Schweine -und Schafställe farbenfreudige Bauten. Kein Hahn kräht mehr auf dem Misthaufen. Allerdings fehlen dem Dorf die einstigen stattlichen Linden -und Kastanienbäume, die optisch was her machten. Da war der Vorschlag eines Einwohners zu hören, als Symbol mindestens eine Linde zu pflanzen.
830 Jahre Günzerode. An diesem Wochenende feierten Einheimische wie Gäste das Jubiläum, auch als Oktoberfest. Mit musikalischen Schmankerln, Showeinlagen des Karneval Vereins, Tanz in Trachten, Kaffee und Kuchen, Frühschoppen, Blasmusik und anderes mehr. Es begann gestern Nachmittag mit der Eröffnung und Besichtigung des renovierten Dorfgemeinschaftshauses durch Hans Jürgen Weidt und Gerold Reinhardt. Es bietet, wie nnz bereits berichtete, bis zu 40 Personen Platz. Mit Küche und Sanitäranlagen ausgestattet, kann es künftig vielseitig genutzt werden.
Gewiss, Schule und Kindergarten machten dicht. Schützenverein und Feuerwehr sind Geschichte. Einen Männerchor gibt es längst nicht mehr. Ebenso den Verkaufsladen von Horst Quiel. Aber das 228-Seelen-Dorf hat eine Tradition: den Karneval. Es hat eine florierende Gaststätte mit schmuckem Saal. Es hat die Diakonie-Sozialstation. Und zwei tüchtige Kfz. Spezialisten.
Im Gasthaus sorgen sich Wirtin Steffi Spieß und ihr Team für das Wohl der Gäste aus nah und fern. Der Karneval ist ein Begriff. Seine Auftritte auch über die Dorfgrenze hinaus - ziehen Besucher wie ein Magnet an. Ein Verdienst von Frank Micheel, Chef des Karnevalvereins, und seiner Frau Uta. In der Diakonie befinden sich derzeit 25 Personen in Vollzeit-, 15 in Tages -und fünf in Kurzzeitpflege. Ambulant betreut die Einrichtung etwa 150 Menschen im Umfeld, alles in allem von 49 Beschäftigten.
Hans-Jürgen Weidt und Gerold Reinhardt bedankten sich bei allen, die sich für Günzerode engagieren und das Jubiläumsfest zu einem Erlebnis werden ließen.
Kurt Frank
Autor: redGünzerode. Erstmals erwähnt wird das Dorf in einer Urkunde aus dem Jahre 1188, als der Graf von Beichlingen sein freies Erbgut dem Kloster Walkenried vermachte. Günzerode, das sind acht Jahrhunderte wechselvolle Geschichte. Gezeichnet von Kriegen, Not und Elend, Pest und Naturkatastrophen. Die Chronik kündet aber auch von Auferstehung, Erfolgen und der Blütezeit des kleinen Ortes. Ortsteilbürgermeister Gerold Reinhardt rief sie in Erinnerung.
In einem Gespräch mit der nnz zählte Hans-Jürgen Weidt, Bürgermeister der Einheitsgemeinde Werther, zu der Günzerode gehört, auf: Innerhalb von fünf Jahren 2013 bis 2018 wurden im Ort 590000 Euro verbaut. 337000 Euro resultieren aus Fördermitteln. Das größte Projekt war der Bau der Hochstraße mit insgesamt 350000 Euro. 25000 Euro halfen, die Außenanlagen des Friedhofs zu gestalten. Für die gründliche Renovierung des Gemeinschaftshauses schlagen 188000 Euro zu Buche.
Überhaupt macht das Dorf einen aufgeräumten Eindruck. Das alte Volkslied Die alten Straßen noch, die alten Häuser noch müsste umgeschrieben werden. Straße und Häuser sind nicht mehr die von gestern. Bürgersteige, gepflegte Anwesen. Anstelle der Kuh-, Schweine -und Schafställe farbenfreudige Bauten. Kein Hahn kräht mehr auf dem Misthaufen. Allerdings fehlen dem Dorf die einstigen stattlichen Linden -und Kastanienbäume, die optisch was her machten. Da war der Vorschlag eines Einwohners zu hören, als Symbol mindestens eine Linde zu pflanzen.
830 Jahre Günzerode. An diesem Wochenende feierten Einheimische wie Gäste das Jubiläum, auch als Oktoberfest. Mit musikalischen Schmankerln, Showeinlagen des Karneval Vereins, Tanz in Trachten, Kaffee und Kuchen, Frühschoppen, Blasmusik und anderes mehr. Es begann gestern Nachmittag mit der Eröffnung und Besichtigung des renovierten Dorfgemeinschaftshauses durch Hans Jürgen Weidt und Gerold Reinhardt. Es bietet, wie nnz bereits berichtete, bis zu 40 Personen Platz. Mit Küche und Sanitäranlagen ausgestattet, kann es künftig vielseitig genutzt werden.
Gewiss, Schule und Kindergarten machten dicht. Schützenverein und Feuerwehr sind Geschichte. Einen Männerchor gibt es längst nicht mehr. Ebenso den Verkaufsladen von Horst Quiel. Aber das 228-Seelen-Dorf hat eine Tradition: den Karneval. Es hat eine florierende Gaststätte mit schmuckem Saal. Es hat die Diakonie-Sozialstation. Und zwei tüchtige Kfz. Spezialisten.
Im Gasthaus sorgen sich Wirtin Steffi Spieß und ihr Team für das Wohl der Gäste aus nah und fern. Der Karneval ist ein Begriff. Seine Auftritte auch über die Dorfgrenze hinaus - ziehen Besucher wie ein Magnet an. Ein Verdienst von Frank Micheel, Chef des Karnevalvereins, und seiner Frau Uta. In der Diakonie befinden sich derzeit 25 Personen in Vollzeit-, 15 in Tages -und fünf in Kurzzeitpflege. Ambulant betreut die Einrichtung etwa 150 Menschen im Umfeld, alles in allem von 49 Beschäftigten.
Hans-Jürgen Weidt und Gerold Reinhardt bedankten sich bei allen, die sich für Günzerode engagieren und das Jubiläumsfest zu einem Erlebnis werden ließen.
Kurt Frank
















