Fr, 13:03 Uhr
04.02.2005
Gut gedampft!
Nordhausen (nnz). Das Jahr 2004 kann sich der Sicht der Harzer Schmalspurbahnen (HSB) durchaus sehen lassen. Mehr als 1,1 Millionen Fahrgäste dampften mit der Größten unter den Kleinen durch den Harz. Was es sonst noch zu berichten gab, samt eines Ausblicks, das erfahren nnz-Leser schon heute mit dem bekannten Klick.
Gut gedampft! (Foto: nnz)
Der investive Mittelpunkt der HSB lag im vergangenen Jahr in Nordhausen. Am letzten Apriltag 2004 konnten nicht nur die drei Combino Duo in Betrieb genommen werden, sondern mit denen können die Fahrgäste auch direkt in den Südharz gelangen. Ausgezahlt hat sich diese Investition vor allem für die Menschen im Landkreis Nordhausen. Fuhren im Jahr 2003 noch 134.000 Personen auf den Schmalspur-Gleisen von Nordhausen nach Ilfeld, so waren es im vergangenen Jahr schon 160.000, wie HSB-Geschäftsführer Matthias Wagener heute der nnz sagte.
Die beliebteste Strecke ist und bleibt die zum Brocken, mehr als die Hälfte aller Fahrgäste (690.000) ließen sich von den Stahlrössern auf den höchsten Berg Mitteldeutschlands fahren. Allerdings gab es gegenüber dem Jahr 2003 einen leichten Rückgang von fünf Prozent zu verzeichnen. Das allerdings lag sowohl an den Brückentagen im Jahr 2003, als auch am schlechten Wetter im Jahr 2004. Mit einem Gesamtumsatzerlös von 8,7 Millionen Euro wurde das nunmehr zweitbeste Resultat in der fast 12jährigen HSB-Geschichte im wahrsten Sinne des Wortes eingefahren.
Auch das Außenmarketing konnte weiter verbessert werden. So konnte der Verkauf von Souvenirartikeln gesteigert werden. Mit der Marke Original HSB sind mittlerweile Schlüsselbänder, Mouse-Pads, Postkarten oder Kaffeebecher versehen.
Der Schwerpunkt der Investitionen wird sich in diesem Jahr in Richtung Wernigerode verlagern. Dort soll der Bau einer 170 Meter mal 35 Meter großen Wagenhalle mit automatischer Waschanlage abgeschlossen werden, hinzu kommt eine 8,5 Kilometer lange Erweiterung des Streckennetzes von Gernrode nach Quedlinburg. Die Weltkulturerbestadt wird dann ab dem kommenden Jahr erreichbar sein. Die Investition in Höhe von 5,6 Millionen Euro wird das Land Sachsen-Anhalt übernehmen.
Aber auch im Landkreis Nordhausen wird gebaut. Das betrifft Gleisübergänge in Krimderode sowie zwei in Ilfeld. Hier werden neue Schrankenanlagen errichtet. Seit 1993 haben die HSB rund 40 Millionen Euro investiert, so Wagener. Resümierend meinte der HSB-Geschäftsführer, daß die Harzer Schmalspurbahnen eine Art Klammer für den gesamten Harz seien. Das Gleisnetz verbindet vom Norden bis in den Süden des Mittelgebirges. Mit seinen 235 Mitarbeitern gehören die HSB zu den größten deutschen Tourismus-Unternehmen. Und daran soll sich auch in den kommenden Jahren nichts ändern.
Ändern werden sich in diesem Jahr jedoch die Fahrpreise. So soll eine einfache Fahrt zum Brocken statt 14 künftig 16 Euro kosten, für die Hin- und Rückfahrt sind dann 24 Euro zu berappen. Hintergrund der Preiserhöhung seien höhere Kosten für Stahlerzeugnisse, aber auch für Wasser und Kohle. Ausgenommen von dieser Anpassung ist der Combino-Verkehr zwischen Nordhausen und Ilfeld. Vorbereitet wird auch eine HSB-Spar-Card. Die soll 36 Euro kosten und ist personengebunden. Für die Card-Besitzer ist zum Beispiel die erste Fahrt zum Brocken kostenlos, jede weitere Reise auf den Berg gibt es zur Hälfte und zu den so genannten Randzeiten wird ein satter Rabatt von 75 Prozent gewährt.
Autor: nnz
Gut gedampft! (Foto: nnz)
Der investive Mittelpunkt der HSB lag im vergangenen Jahr in Nordhausen. Am letzten Apriltag 2004 konnten nicht nur die drei Combino Duo in Betrieb genommen werden, sondern mit denen können die Fahrgäste auch direkt in den Südharz gelangen. Ausgezahlt hat sich diese Investition vor allem für die Menschen im Landkreis Nordhausen. Fuhren im Jahr 2003 noch 134.000 Personen auf den Schmalspur-Gleisen von Nordhausen nach Ilfeld, so waren es im vergangenen Jahr schon 160.000, wie HSB-Geschäftsführer Matthias Wagener heute der nnz sagte.Die beliebteste Strecke ist und bleibt die zum Brocken, mehr als die Hälfte aller Fahrgäste (690.000) ließen sich von den Stahlrössern auf den höchsten Berg Mitteldeutschlands fahren. Allerdings gab es gegenüber dem Jahr 2003 einen leichten Rückgang von fünf Prozent zu verzeichnen. Das allerdings lag sowohl an den Brückentagen im Jahr 2003, als auch am schlechten Wetter im Jahr 2004. Mit einem Gesamtumsatzerlös von 8,7 Millionen Euro wurde das nunmehr zweitbeste Resultat in der fast 12jährigen HSB-Geschichte im wahrsten Sinne des Wortes eingefahren.
Auch das Außenmarketing konnte weiter verbessert werden. So konnte der Verkauf von Souvenirartikeln gesteigert werden. Mit der Marke Original HSB sind mittlerweile Schlüsselbänder, Mouse-Pads, Postkarten oder Kaffeebecher versehen.
Der Schwerpunkt der Investitionen wird sich in diesem Jahr in Richtung Wernigerode verlagern. Dort soll der Bau einer 170 Meter mal 35 Meter großen Wagenhalle mit automatischer Waschanlage abgeschlossen werden, hinzu kommt eine 8,5 Kilometer lange Erweiterung des Streckennetzes von Gernrode nach Quedlinburg. Die Weltkulturerbestadt wird dann ab dem kommenden Jahr erreichbar sein. Die Investition in Höhe von 5,6 Millionen Euro wird das Land Sachsen-Anhalt übernehmen.
Aber auch im Landkreis Nordhausen wird gebaut. Das betrifft Gleisübergänge in Krimderode sowie zwei in Ilfeld. Hier werden neue Schrankenanlagen errichtet. Seit 1993 haben die HSB rund 40 Millionen Euro investiert, so Wagener. Resümierend meinte der HSB-Geschäftsführer, daß die Harzer Schmalspurbahnen eine Art Klammer für den gesamten Harz seien. Das Gleisnetz verbindet vom Norden bis in den Süden des Mittelgebirges. Mit seinen 235 Mitarbeitern gehören die HSB zu den größten deutschen Tourismus-Unternehmen. Und daran soll sich auch in den kommenden Jahren nichts ändern.
Ändern werden sich in diesem Jahr jedoch die Fahrpreise. So soll eine einfache Fahrt zum Brocken statt 14 künftig 16 Euro kosten, für die Hin- und Rückfahrt sind dann 24 Euro zu berappen. Hintergrund der Preiserhöhung seien höhere Kosten für Stahlerzeugnisse, aber auch für Wasser und Kohle. Ausgenommen von dieser Anpassung ist der Combino-Verkehr zwischen Nordhausen und Ilfeld. Vorbereitet wird auch eine HSB-Spar-Card. Die soll 36 Euro kosten und ist personengebunden. Für die Card-Besitzer ist zum Beispiel die erste Fahrt zum Brocken kostenlos, jede weitere Reise auf den Berg gibt es zur Hälfte und zu den so genannten Randzeiten wird ein satter Rabatt von 75 Prozent gewährt.


