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So, 18:57 Uhr
30.09.2018
Kritik an Deutscher Bahn

Fahrgäste werden im Stich gelassen

„Die Deutsche Bahn ist ganz offensichtlich nicht mehr in der Lage, ihren Betrieb im Falle von Bauarbeiten zu organisieren. Das Vertrauen der Kunden in das Verkehrsmittel Eisenbahn wird hier restlos zerstört.“ Michael Reinboth vom Fahrgastverband PRO BAHN ist stinksauer auf die DB Regio AG...


„Gestern lief nach 16 Uhr im Schienenersatzverkehr nichts mehr. Für mehr als 5 Stunden wurde die den Kunden zugesagte, ohnehin schon schlechte Leistung nicht erbracht. Für den heutigen Sonntag sieht es nicht besser aus. Wir müssen ab 15 Uhr vor der Nutzung der Eisenbahn zwischen Herzberg und Nordhausen dringend abraten.“

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Wegen Bauarbeiten in Barbis ist die gesamte Strecke zwischen Herzberg und Nordhausen für zwei Tage gesperrt. Ob das erforderlich ist, sei dahingestellt – die DB Netz AG jedenfalls lässt ihr Personal an der Strecke für zwei Tage daheim. Stattdessen sollten Busse den Verkehr aufrechterhalten. Das aber taten sie schon am Vormittag mehr schlecht als recht (ein Fahrtenpaar fiel ersatz- und grundlos aus) und am Nachmittag nach 15 Uhr gar nicht mehr. Zu Dutzenden standen ratlose Fahrgäste an den Ersatzhaltestellen und mussten sich selbst um Ersatz kümmern.

Michael Reinboth, der frühzeitig bemerkte, dass hier etwas gründlich schief lief, hat die Deutsche Bahn bereits am Vormittag darüber informiert. Das beauftragte Unternehmen, die Verkehrsbetriebe Nordhausen, wies in einem Telefonat jede Schuld von sich. Man habe den Verkehr von Anfang an nur bis 15 Uhr übernommen, weil man gar nicht mehr Fahrer habe, hieß es dort. Das wiederum bestreitet die Deutsche Bahn: Der Auftrag sei für den ganzen Tag erteilt worden.

„Wie dem auch sei: Die DB Regio AG ist für ihre Kunden verantwortlich. Und dieser Verantwortung wird sie nun schon zum zweiten Mal in diesem Jahr beim Ersatzverkehr nicht gerecht. Im Sommer fuhren bereits zu wenig Busse, und nun bricht der geplante SEV vollends zusammen. Kontrolliert wird da gar nichts, auch nicht nachgehakt, ob denn alles in Ordnung ginge. Nach mir die Sintflut ist offenbar das Motto“ kommentiert Reinboth aufgebracht.

Schon die Unregelmäßigkeiten im Zugverkehr wegen des Mangels an Lokführern haben viele Kunden verärgert.
Die katastrophale Fehlplanung an diesem Wochenende vertreibt die Reisenden in Scharen. Ob ihnen je irgendeine Form von Schadenersatz gewährt wird, ist offen.
„Wir erwarten großzügige, schnelle und unbürokratische Regelungen und nicht nur den Hinweis auf die üblichen – schlecht funktionierenden – Kanäle. Das ist das Mindeste, was man für seine Kunden jetzt tun kann.“
Autor: red

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Kommentare
Wolfi65
30.09.2018, 21:08 Uhr
Kein Wunder
Alles privatisiert und kaputtgespart. Das Ziel, den letzten Fahrgast zu vergraulen, ist fast vollbracht. Noch ein bisschen mehr davon und das Unternehmen Zukunft ist Vergangenheit.
geloescht.20250302
30.09.2018, 21:41 Uhr
Selbstmord auf Raten?
Fahrgäste irgendwo stehen lassen und vor 3 Wochen Panzer aus Bad Frankenhausen in Sondershausen aus Mangel an Waggons nicht weiter zum Manöver befördert.

Dazu noch die teils unsäglichen Arbeitsbedingungen für Zugbegleiter und Triebfahrzeugführer. Und was sonst noch so im Argen liegt.

Ist das noch kaputtsparen, totale Unfähigkeit oder schon Sabotage durch "Führungskräfte"?
Thüringen-Mann
01.10.2018, 09:53 Uhr
Deutscher Bahn
Danke Herr Mehdorn, fürs Kaputtsparen.
Herr Schröder
01.10.2018, 11:19 Uhr
Das nennt man Sanierung
Die Bahn verdient ihr Geld mit den ICE Strecken. In der Provinz wird nach und nach zurückgefahren.
Ein Unternehmen wie die Bahn gehört, genau wie Energie- und Trinkwasserversorgung, in staatliche Hände.
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