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Mi, 08:44 Uhr
02.02.2005

Leitfaden übergeben

Nordhausen (nnz). In der vergangenen Woche konnte Landrat Joachim Claus (CDU) einen Leitfaden an ein Thüringer Ministerium übergeben. Darin ging es allerdings nicht um außergewöhnliche Formen von Verbeamtungen, sondern...


um den Leitfaden für ein intelligentes Brachflächenmanagement, der am Beispiel des Landkreises Nordhausen erarbeitet wurde. Der ist nun eine gute Arbeitsgrundlage für die Kommunen im Landkreis Nordhausen bei ihren Entscheidungen zum Umgang mit Brachflächen, bei deren Inwertsetzung, bei Angeboten an Investoren oder auch zur Zwischennutzung“, erklärte der Staatssekretär im Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt, Prof. Dr. Christian Juckenack. Der Leitfaden wurde im Auftrag des Landkreises Nordhausen durch die Fachhochschule Nordhausen erarbeitet. Dem voraus gegangen war die Erfassung fast aller Brachflächen des Landkreises. Dies steht im Kontext mit einem landesweiten Projekt, koordiniert durch die LEG Thüringen.

Als erstes Bundesland verschafft sich Thüringen so einen vollständigen Überblick zu seinen nicht oder unterwertig genutzten Flächenpotentialen. Entscheidungsgrundlage für Entwicklungs- und Nutzungsmöglichkeiten sowie Vermarktungsstrategien von Brachflächen und Altstandorten ist eine spezielle Brachflächendatenbank. Ebenso nötig sind aber auch konkrete Handlungsempfehlungen. Daher war es folgerichtig, einen Leitfaden zur Inwertsetzung der Brachflächen zu erarbeiten. Bereits am 24. November 2004 wurde der Leitfaden den Bürgermeistern des Landkreises vorgestellt und erläutert. Dabei wurde vielen Bürgermeistern bewusst, wie wichtig die Wiedereingliederung von Brachflächen ist, sei es innerörtlich oder in Randlagen, sei es zur Nachnutzung oder zur Renaturierung.

Der Leitfaden ergänzt gut ein aktuelles Projekt des Thüringer Ministeriums für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt, in dem die Lösung des Problems ehemaliger, heute ungenutzter und oft unansehnlicher LPG-Gebäude durch die Thüringer Landgesellschaft bearbeitet wird. Beide Ausarbeitungen können Teil eines umfassenden Leitfadens für die Kommunen werden.
„Brachflächenmanagement soll dazu beitragen, dass der hohe Flächenverbrauch auf der „Grünen Wiese“ reduziert aber insbesondere auch eine nutzungsbezogene und raumverträgliche Wiedereingliederung von Altstandorten in den Wirtschafts- und Naturkreislauf ermöglicht wird“, so der Staatssekretär.
Autor: nnz

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