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Fr, 14:58 Uhr
07.09.2018
Neues vom Wacker-Nachwuchs

Revanche in Gera

Der Fußballgott hat Humor. So wurde dem FSV Wacker 90 in der zweiten Pokalrunde des Thüringer Köstritzer-Cups das gleiche Team zugelost, das im vergangenen Jahr den Traum vom erneuten Pokalsieg nach 20 Jahren Abstinenz jäh beendete...

Nils Pichinot wird wieder für Druck sorgen (Foto: Bernd Peter) Nils Pichinot wird wieder für Druck sorgen (Foto: Bernd Peter)
Die BSG Wismut Gera, den älteren Nordhäuser Fußballfans noch als starker Konkurrent aus seligen DDR-Ligazeiten und später in der Thüringenliga bekannt, will am kommenden Sonntag um 14 Uhr im Geraer „Stadion am Steg“ die Pokalsensation wiederholen.

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Wacker bekommt andererseits die unerwartete Chance, sich für die Schmach zu revanchieren und die Fußballwelt wieder gerade zu rücken. Dabei kommt es auch zu einem interessanten Bruderduell. Der eine namens Frank stand im letzten Jahr noch auf dem Rasen gegen unseren FSV und coacht heute das Team, der andere heißt Felix und könnte von Volkan Uluç als Abräumer in der Defensive aufgeboten werden.

Beide heißen Müller und haben lange in Meuselwitz gespielt. Der große Bruder sieht im bevorstehenden Match einen typischen Pokalfight und verlangt von seinen Spielern, typische Underdog-Tugenden an den Tag zu legen: „Wir wollen kompakt stehen und haben schon einen Plan, wie wir sie vorne unter Druck setzen wollen. Wir brauchen natürlich auch das gewisse Spielglück und den Punch zur richtigen Zeit.“

Dabei hat der BSG-Coach offensiv wieder zwei Optionen mehr. Der Brasilianer Dos Santos wird im Sturm aufgeboten, den sein Trainer eine „Kante und ekligen Spieler“ nennt. Außerdem ist der vom Chemnitzer FC ausgeliehene Verteidiger Max Christl erstmals im Kader. Frank Müller will die Herkulesaufgabe positiv angehen und macht den Geraer Fans Hoffnung: „Wir kennen alle den Fußball und wissen, dass der Underdog immer eine Chance hat.“

Das weiß Volkan Uluç auch und wird in Gera keinerlei Experimente eingehen. „Das ist ein harter Brocken gleich in der zweiten Runde“, konstatiert der Coach und fügt an: „Von Losglück kann man da nicht reden. Aber wir sind in der Lage weiter zu kommen und jeder, der im letzten Jahr dabei war, weiß, was da auf uns zukommt. Ich setze voll auf unsere Qualität.“

Verzichten muss Volkan Uluç dabei auf zwei seiner wichtigen Kreativen. Lucas Scholl wird bis zur Winterpause verletzt ausfallen und Dino Medjedovic laboriert noch an seinen Problemen im Adduktoren- und Leistenbereich. „Durch die Verletzungen der beiden mussten wir reagieren. Deshalb haben wir uns unter der Woche auch noch einmal mit Stepan Kores verstärkt. Er ist ein erfahrener Offensiver, der alle Positionen hinter den Spitzen spielen kann“, begründet der Trainer den kurzfristigen Transfer.

Außerdem schloss sich der kroatische Torhüter Josip Jokanovic kurzfristig dem FSV Wacker 90 an. „Wir brauchten noch eine starke Nr. 3, falls Jan oder Tino sich irgendwann einmal verletzen sollten. Ruben Aulig wird bis zum Saisonende der U23-Mannschaft in der Oberliga helfen.“ Nach dem Nasenbeinbruch von Marcell Sobotta hat es nun auch Florian Beil erwischt. „Er muss aber glücklicherweise nicht operiert werden und kann wahrscheinlich mit Maske spielen“, informiert der Trainer. Also geht es mit voller Kapelle nach Gera und wir hoffen sehr, dieses Jahr die Hürde Wismut überspringen zu können.

Wir glauben doch alle, dass der Fußballgott ein gerechter ist.
Olaf Schulze
Autor: psg

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