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Fr, 08:28 Uhr
07.09.2018
Neue Ausstellung in der "Tradi"

„Wir sind die Echten“

Die 70-jährige Geschichte von Nordbrand Nordhausen erzählt eine neue Ausstellung, die am 20. September eröffnet wird. In Bildern und Schlagzeilen sowie vielen Exponaten werden die Jahre von 1948 bis heute noch einmal lebendig...


Weit über 400 Jahre wurde in Nordhausen schon Korn gebrannt, als das Ende gekommen schien. Die Bomben des 3. und 4. April 1945 legten die meisten Brennereien in Schutt und Asche. Doch aus den Trümmern entstand in mühevoller Arbeit eine der größten Brennereien Europas: Nordbrand Nordhausen.

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Zunächst als Nordhäuser Branntweinwerk firmierend, wurde auf dem Gelände der früheren Brennerei Degen Nachfolger in der Bahnhofstraße wieder aufgebaut. Historische Bilder zeigen die Grundsteinlegung des Verwaltungsgebäudes, zeigen eine Belegschaft, die nach vorn schaut. Schnell stieg die Mitarbeiterzahl, schnell erhöhte Nordbrand die Produktion. Ab 1961 ging der Echter Nordhäuser Doppelkorn auch in den Export. Unter Hanna Erlmeier, die den Betrieb über zwei Jahrzehnte leitete, erfolgte eine beispiellose Modernisierung.

Dies waren die Grundlagen, um zur Wende 1990 gerüstet zu sein für die Marktwirtschaft. Eckes aus Nieder-Olm übernahm den Betrieb, brachte die Produkte in den gesamtdeutschen Handel, verlegte die Produktion solch bedeutender Marken wie Chantré und Mariacron nach Nordhausen. Derweil sich Eierlikör, Pfeffi und andere Nordbrand-Klassiker hielten und schließlich neue erfolgreiche Entwicklungen machten.

2007 übernahm die Rotkäppchen-Mumm Sektkellereien GmbH aus Freyburg (Unstrut) von der Eckes Spirituosen und Wein GmbH den Standort Nordbrand Nordhausen und die vielen bekannten Spirituosen-Marken. Neue Marken wie Fläminger Jagd oder Asmussen Rum kamen in den folgenden Jahren nach Nordhausen.

Heute prägt ein umfassendes und erfolgreiches Portfolio den Erfolg von Nordbrand Nordhausen, mit attraktiven Marken – vom Echten Nordhäuser Doppelkorn über den Pfefferminzlikör bis zum Dry Gin. Nordbrand hält einen zehnprozentigen Anteil am deutschen Spirituosenmarkt. So blickt das Unternehmen in eine erfolgreiche Zukunft.

„Knapp 30 der 70 Jahre von Nordbrand Nordhausen liegen inzwischen nach der Wende“, sagt Thomas Müller, Leiter der Echter Nordhäuser Traditionsbrennerei. Er konzipierte die Ausstellung gemeinsam mit der für den musealen Teil der Brennerei zuständigen Mitarbeiterin Kornelia Hesse-Krüger. „Es hat mich selbst überrascht, wie schnell die Zeit vergeht. Und wie viele Höhepunkte es auch in den vergangenen Jahren gab – die neue Maischekolonne in der Erfurter Straße beispielsweise oder die Namensgebung für die Echter Nordhäuser Marktpassage.“

An all dies erinnert eine neue Ausstellung in der Echter Nordhäuser Traditionsbrennerei. Sie wird am 20. September um 18 Uhr eröffnet. Dazu sind alle Nordhäuser eingeladen.

Auf Litfasssäulen wird anschaulich die Geschichte von Nordbrand Nordhausen erzählt, in Bildern und Schlagzeilen. Hinzu kommen zahlreiche Exponate und ein Kapitel, in dem noch einmal die wichtigsten Marken zu sehen sind.

Die Ausstellung ist ab 21. September montags bis samstags von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Eintritt: 4 Euro. Sie läuft bis zum 3. November.

Spezielle Führungen zum Thema „70 Jahre Nordbrand Nordhausen“ gibt es jeden Montag um 16 Uhr.
Autor: red

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