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Do, 10:25 Uhr
30.08.2018
Arbeitsmarktreport August 2018

Erstmals mit weniger als 8 000 Arbeitslosen

Die Arbeitslosigkeit ist erstmals in einem Monat August auf weniger als 8 000 Menschen gesunken. Karsten Froböse beschreibt anlässlich eines Pressegespräches bei der Firma TOBOL GmbH in Leinefelde die Situation: „Die Beschäftigung ist auf hohem Niveau. Die Arbeitslosenquote liegt bei 5,9 Prozent, ähnlich wie in Südniedersachsen“...

Grafik (Foto: Arbeitsagentur) Grafik (Foto: Arbeitsagentur)
7.970 Personen waren im August bei der Arbeitsagentur und den Jobcentern gemeldet. Das waren knapp zwei Prozent weniger als im Juli. Die Arbeitslosenquote lag bei 5,9 Prozent. Vor einem Jahr betrug sie noch 6,3 Prozent. In allen drei Landkreisen gab es die niedrigste August – Arbeitslosigkeit.

3.030 Menschen sind aktuell im Kyffhäuserkreis arbeitslos. Die Arbeitslosenquote liegt bei 7,9 Prozent. Im letzten Jahr lag sie mit 0,1 Prozentpunkten leicht darüber. Im Eichsfeld sind derzeit 2.006 Männer und Frauen auf Jobsuche, in etwa so viel wie im Juli. Die Arbeitslosenquote beträgt aktuell 3,7 Prozent. Im Landkreis Nordhausen waren im August 2.934 Personen ohne Arbeit, fast zehn Prozent weniger als 2017. Die Quote liegt bei 6,8 Prozent und lag vor einem Jahr noch bei 7,4 Prozent.

Der Besuch des Leinefelder Unternehmens ist eng mit der Frage nach Fachkräften verbunden. Rund 1.200 Beschäftigte sind im Landkreis Eichsfeld in der Mechatronik und in Elektroberufen beschäftigt. In den letzten fünf Jahren nahm hier die Beschäftigung um rund sechzehn Prozent zu. Die Branche zeichnet sich durch einen besonders hohen Anteil an Menschen mit abgeschlossener Berufsausbildung aus.

Nur sechs Prozent der Beschäftigten sind als Helfer tätig. Berufe wie System- oder Fachinformatiker oder Elektroniker seien anspruchsvoll, so Froböse. Die Branche beschäftige inzwischen viele ältere Arbeitnehmer. Nahezu jeder fünfte ist älter als 55 Jahre und geht in den nächsten zehn Jahren in Rente. Hier werden Fachkräfte in der Zukunft gesucht.

Wie aus einer aktuellen Fachkräftestudie des Thüringer Arbeitsministeriums hervor geht, liegt der Arbeitskräftebedarf in der Metall- und Elektrobranche bis zum Jahr 2030 im Bundesland bei rund 53.000 Menschen. „Die Themen Aus- und Weiterbildung werden deshalb unsere Zukunft bestimmen, Arbeitnehmer müssen sich weiter entwickeln“, so Froböse. „Denken wir nur allein an die Energiewende oder die Elektromobilität.“

Man qualifiziere neben Arbeitslosen auch Beschäftigte, um Fachkräfte zu sichern. Das Unternehmen habe Erfahrung damit und sei hierfür beispielgebend.
Berufsberatungsjahr 2016/2017 kurz vor dem Abschluss
Das Berufsberatungsjahr steht kurz vor dem Abschluss.

Mehr Ausbildungsstellen als Bewerber

1.438 Bewerber stehen 1.563 Ausbildungsstellen gegenüber. Unternehmen meldeten im Vergleich zum Vorjahr fast neun Prozent mehr Ausbildungsmöglichkeiten, nicht zuletzt aufgrund des hohen Fachkräftebedarfes. Auf 100 Ausbildungsstellen kommen derzeit 92, im Landkreis Eichsfeld 83 Jugendliche.

Knapp neunzig Prozent der jungen Leute sind mit einer Ausbildungsstelle versorgt, oder beginnen ein Studium. Derzeit gibt es noch freie Ausbildungsplätze im verarbeitenden Gewerbe, in den Dienstleistungsbereichen und in der Baubranche. Erfahrungsgemäß ist in den nächsten Tagen und Wochen hier noch eine Menge Bewegung.
Autor: red


Kommentare
N. Baxter
30.08.2018, 13.41 Uhr
Lach- und Sachgeschichten
Heute: Karsten Froböse und die immer wiederkehrenden Statistiken wie toll doch alles ist...
tannhäuser
30.08.2018, 13.52 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Gehört nicht mehr zum Thema des Beitrages
Kassandra
30.08.2018, 14.04 Uhr
An den Firmeneingängen hängen die "Suchen..." Schilder
Einfach mal mit offenen Augen durch die Landschaft laufen oder fahren. Da findet man auch was. Aber ich verstehe, Arbeit ist härter als Zeitung voll weinen und Statistiken anzweifeln. So ein Job mit Arbeit ist nichts für jeden.
Oberstudienrat
30.08.2018, 16.22 Uhr
@A.Wolf...
... Wenn es möglich gewesen wäre, hätte ich Ihren Kommentar mit einem "Gefällt mir" versehen - geht ja leider nicht.

Das Problem dieser Tage ist eben, dass viele Zeitgenossen dem Märchen von offiziellen Falschmeldungen aufgesessen sind. Menschen eben, die lieber glauben, was sie glauben wollen, als das, was Realität ist. Alternative Fakten eben. Vielen Dank an die AFD/Pegoda ... Die nicht müde wird genau dieses Märchen von staatsgelenkter Propaganda in die Köpfe von sich selbst bemitleidenden Leuten zu hämmern....

Über die Art der Erhebung der Zahlen kann man streiten, aber Fakt ist, dass sie so wie sie erhoben wurden richtig sind. Die persönliche Wahrnehmung einiger (Betroffener?) weicht selbstverständlich davon ab.
tannhäuser
30.08.2018, 16.48 Uhr
Natürlich gibt es...
...Spezies, die es sich in der sozialen Hängematte bequem gemacht haben und nur fordern, ohne selbst aus der Hüfte zu kommen. Und die bezeichne ich als asozial.

RTL2 und Kabel1 zeigen solche Exemplare zur besten abendlichen Sendezeit. Aber auch andere, die unverschuldet in Notlagen geraten sind.

Die hiesige Kritik an den Statistiken bezieht sich aber auf Zahlen über die Menschen, die nicht als arbeitslos aufgeführt sind, weil sie entweder krank sind, sich im (häufig unfreiwilligen) Rentenantragsprozess oder einem Beschäftigungsverhältnis befinden, mit dem sie ohne Aufstockung ihre Familie nicht ernähren können.

Also bitte nicht immer gleich die Faulpelz- und Wer-Arbeiten-Will-Findet-Arbeit-Keulen schwingen.
Leser X
30.08.2018, 18.02 Uhr
Ergaunert
Jeder, der mit offenen Ohren durch Deutschland geht, weiß doch, dass diese niedrige Quote durch den immer mehr um sich greifenden Lohnraub ergaunert wird. Ich schätze mal, dass die Arbeitslosigkeit in 15 bis 20 Jahren auf unter Null sinkt. Die Jubelgesänge der Politiker klingen mir schon in den Ohren...
Wolfi65
30.08.2018, 19.52 Uhr
Genauso ist es
Arbeitslosigkeit auf Null und die Staatsschulden auch. Dann fallen sich die Vertreter der Parteien tränenüberströmt in die Arme und machen das, was sie in den letzten Jahren auch gemacht haben.......
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