Streit um AKS und Kreisumlage
Stadt schreibt an Landesverwaltungsamt
Seit Ende voriger Woche kursiert in Nordhausen ein Schreiben des Rathauses an das Landesverwaltungsamt. Damit soll der Umbau des AKS vermutlich beerdigt werden...
Nach Informationen der nnz ist das Schrieben so geheim, dass es nicht einmal die Vorsitzenden der Stadtratsfraktionen bis jetzt lesen durften.
Im Kurzdurchlauf, der bislang bekannt ist: Das Landesverwaltungsamt als Aufsichtsbehörde für die Kreisverwaltung soll dem Landrat untersagen, den Albert-Kuntz-Sportpark zu übernehmen. Begründet sei die mit der finanziellen Notsituation der Stadt, die durch den Umbau des AKS weiter ins Wanken kommen könne. Und letztlich werde der Haushalt der Stadt auch belastet, wenn die Service-Gesellschaft als Bauherr auftrete, denn dann müssen die Kosten auch von der Stadt mitgetragen werden.
Aus dem Landesverwaltungsamt hört man indes mehrere Signale. Zum einen soll in den kommenden Tagen der Landkreis zu einer Stellungnahme aufgefordert werden. Zum anderen stellen sich die dortigen Beamten die Frage, warum die anderen Projekte wie Theatersanierung und Feuerwache, die ebenfalls mit erheblichen Eigenmitteln für die Stadt verbunden wären, die Haushaltskonsolidierung nicht gefährden?
Gestern bereits hatten wir den Landrat angefragt, ob er Kenntnis von diesem Schreibe habe? Matthias Jendricke bejahte dies, kenne aber nicht dessen Inhalt. Er werde die komplette Gemengelage jedoch noch in dieser Woche bei einem Termin mit dem Innenstaatssekretär zur Sprache bringen.
Die nnz fragte bezüglich diese geheimen Schreibens auch im Nordhäuser Rathaus nach. Das war kurz nach 12 Uhr, eine Antwort haben wir bis dato nicht erhalten. Wir reichen sie als update aber gern nach.
Peter-Stefan GreinerUpdate aus dem Rathaus
Die Stadt Nordhausen hat sich im Zuge der seit kurzem so intensiv geführten Diskussion um die Sanierung des AKS zu keiner Zeit einem Investment in die eigene Liegenschaft verwehrt. In dieser Woche wird eine im Vergleich hohe Investition der Stadt in den AKS für den Trainings- und Spielbetrieb freigegeben (Sie berichteten bereits darüber).
Der Oberbürgermeister bzw. die Stadt Nordhausen lassen sich von der zuständigen Rechtsaufsicht im Landesverwaltungsamt sowohl rechtlich als auch haushaltsrechtlich, u. a. mit Blick auf die Haushaltskonsolidierung der Stadt, beraten, ob ein Streitverfahren im Millionenwert in Paketen/Deals wegverhandelbar ist. Weil es sich um Steuergeld der Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt handelt, wurde der Oberbürgermeister auch vom Hauptausschuss mit der Einholung einer klaren Aussage des TLVWA beauftragt.
Bei diesem Schreiben an die Rechtsaufsicht im Landesverwaltungsamt, indem auch um die Beantwortung von Fragen entlang des Vertragsentwurfs des Landratsamtes bzgl. der AKS-Übergabe gebeten wird, handelt es sich entgegen Ihrer Auffassung um kein geheimes Schreiben, sondern es liegt vielmehr allen Stadträten sowie Ortsteilbürgermeistern vor. Mitnichten wurde das Landesverwaltungsamt - wie von Ihnen nun berichtet - zu einer Handlung gegen den Landkreis Nordhausen aufgefordert.
Anmerkung der Redaktion: Zum Zeitpunkt der Recherche lag zum Beispiel dem Fraktionsvorsitzenden der CDU dieses Schreiben nicht vor.
2. Anmerkung: Die Stadtverwaltung teilt mit, dass das Schreiben am 24. August an alle Stadträte versandt wurde, scheinbar hatten die es nicht in den mehreren Anhängen der Mail entdeckt.
Autor: red
Kommentare
Peppone
28.08.2018, 15:35 Uhr
Schon möglich
Die Sache mit der Servicegesellschaft habe ich auch schon gehört. Das könnte uns allen die Zwangsverwaltung bringen.
geloescht.20220913
28.08.2018, 16:07 Uhr
Hoffentlich
ist die Antwort nicht genauso geheim, dass sie keiner erfahren darf! Ich hätte niemals gedacht, dass der OB sein eigenes "Wahlprogramm" innerhalb so kurzer Zeit ad absurdum führt. Solche krummen Tricks hinten rum (anstatt der versprochenen Transparenz) sind genau das, was sich der Bürger schon immer gewünscht hat. Herzlich willkommen in der Politik, Herr Buchmann!!!
Flitzpiepe
28.08.2018, 16:24 Uhr
Das war kurz nach 12
passt in dem Zusammenhang leider wirklich.
OB Buchmann will unbedingt das AKS-Projekt beerdigen.
Und wie es aussieht, hat er das auch geschafft.
Ich bin entsetzt über die Verfahrensweise des OB. Und auch, dass sich sein Umfeld das gefallen lässt.
Wenn der OB das Theater-Projekt aber durchziehen will, wird/muss es sehr unruhig im Rathaus werden.
So geht das nicht!
Kilian Baltres
28.08.2018, 16:34 Uhr
Stellungnahme schwer verständlich Welche Pakete und deals
Die Stellungahme aus dem Rathaus kann ich nicht einordnen. Hier ist von deals die Rede, von irgendwelchen Paketen und von einem Millionenstreitverfahren ????? Das versteht keiner. Um was geht es? Ist es gewollt das es niemand versteht? K. Baltres
Schelenhaus
28.08.2018, 17:21 Uhr
Klarstellung zum AKS von einem Stadtrat
Am 24.08.2018 wurden vom Rathaus um 12:15 Uhr die Vertragsentwürfe zur Übernahme des AKS nebst Anschreiben an das Thüringer Landesverwaltungsamt ALLEN Stadträten und zahlreichen Behördenvertretern per E-Mail zugesandt. Hierzu gehören auch die beim Landkreis beschäftigten Ratsmitglieder Mohr (LINKE) und Müller (SPD).
Es ist daher unglaubhaft, dass das LRA bis heute keine Kenntnis davon haben will. Im Schreiben an das Landesverwaltungsamt ist außerdem keine ablehnende Haltung der Stadt, das AKS zu übertragen, erkennbar. Vielmehr wird um die Beantwortung zahlreicher Rechtsfragen gebeten, da der Vertragsentwurf des Landrates zahlreiche Bedingungen an die Stadt enthält, die zu unkalkulierbaren Folgekosten für die Kreisstadt führen können. So stellt der Landrat die Bedingung, das AKS nur zu übernehmen, wenn die Stadt ihre laufenden Widersprüche gegen die Kreisumlage vergangener Jahre zurückzieht.
Es ist vielmehr so, dass das LRA die Übernahme des AKS an Bedingungen knüpft, die nichts mit dem Stadion zu tun haben und diese für die Stadt nicht akzeptierbar sind. Würde Herr Buchmann dem zustimmen, verstieße er gegen mehrere eindeutige Stadtratsbeschlüsse.
Es ist für mich nicht nachvollziehbar, warum der Landrat das wichtige Thema AKS mißbraucht, um die Stadt zu zwingen auf anderen Politikfeldern ihre ureigensten Interessen aufzugeben. Um es in der Fußballersprache auszudrücken: Der Landrat verhält sich so, als würde Schalke 04 die Übernahme des Nationalspielers Rudy an die Bedingung knüpfen, dass der FC Bayern zukünftig nur noch zu zehnt spielt.
Auf diese Art und Weise verhindert der Landrat eine Lösung für das AKS, welche allen Fußballfans am Herzen liegt. Dem OB kann daher keinstenfalls eine Blockhadehaltung vorgeworfen werden. Die Blockadehaltung ist vielmehr im Landratsamt zu suchen, wo die Übernahme des AKS an unerfüllbare Bedingungen geknüpft werden.
Arndt Schelenhaus
Mitglied des Rates der Stadt Nordhausen
Realist 1.0
28.08.2018, 18:22 Uhr
@Flietzpiepe ihr Name ist Programm
Sie haben Garantiert ihren Kommentar abgeben, bevor es eine Stellungnahme der Stadt vorlag.Ich glaube ja das da etwas zu voreilig geurteilt haben.
Kalimero
28.08.2018, 19:01 Uhr
Danke
Herr Schelenhaus für diese Klarstellung. Mir scheint, als könnten manche nicht lesen. Herr Schelenhaus sitzt ja quasi an der Quelle und ist einer derjenigen, die Bescheid wissen. Es erschließt sich mir nicht, warum hier einige nicht begreifen wollen, um was es eigentlich geht und was der Landrat hier bezweckt. Inzwischen ist es diesem eigentlich egal, wer da als OB sitzt. Es wird aus allen Rohren geschossen, koste es, was es wolle.Hier geht es um richtig viel Geld, auf das die Stadt verzichten soll, wenn sie ihre Rechtsmittel zurücknimmt. Mein Geld, unser aller Geld. Warum wollen das einige nicht begreifen? Ich kann keine Verfehlungen des OB feststellen. Er sichert sich ab, nicht nur für sich, für uns alle. Was ist daran falsch?
exNordhäuser
28.08.2018, 20:29 Uhr
Jetzt ist es geschafft!!
Nordhausen beräbt ab heute 2 Sportarten , die den Bekanntsheitgrad der Stadt publik gemacht haben. Da hat die Stadt Nordhauen mit ihrer Verwaltung ,das wahre Gesicht dem Bürger gezeigt. Die hinhalte Taktik bestimmter Personen seit Jahren bewusst gemacht und jetzt sind Sie am Ziel angelangt!
Danke!!
Nun zu Herr Schelenhaus, Mitglied des Rates der Stadt, sicherlich haben Sie in Manchen Argumente n recht. Immer ist die Kreisumlage im Gespräch (auch Kalimero) und bis heute sagt keiner um welche genaue Summe es dort geht und Sie auch nicht. Auch der Hern Kalimero nicht. Jetzt können Sie doch den Bürger die Summe offen legen um welche es geht!!
Oder bleibt es weiter Ihr Geheimnis? Bitte klären Sie uns auf!!!
Jedenfalls ist mir der LR in dieser Beziehung angenehmer als die der Stadt (OB und VW, und so manch anderen Mitglied). Er tut für den AKS etwas und Sie nicht. Sie haben sich bei den vielen vorgehenden Diskussioen nicht beteililgt und jeitzt beim Begräbnis des AKS sind Sie da. Komisch was.
Zu Hern Kalimero, auch Sie haben uns die Summe der Kreisumlage nicht verraten. Obwohl bestimmt informationen davon haben werden, sonst hätten nicht so vehement Herrn Schelenhaus beigepflichtet. Sie sagten : Mein Geld, unser aller Geld. Richtig diese Meinung , es ist auch meins und dazu zähle ich auch , das Theater und die Feuerwache . Diese brauchen wir dann auch nicht. Darüber über die Summen verliert keiner ein Wort, Herr Schelenhaus und Sie auch nicht. Eine Diskussion über die Summe ist angebracht und jetzt erst recht!!!
Ja, ich bedaure es mit dem AKS und sollte keine Einvernehmen kommen . Empfehle ich Wacker die Stadt zu verlassen und woanders unter anderen Namen zu spielen.
Sicherlich auch für andere Sportarten der Stadt Nordhausen zu empfehlen. Sport ist in unserer Stadt nicht gewollt und erwünscht. Schade!
geloescht.20220913
28.08.2018, 21:09 Uhr
Transparenz ist nicht erwünscht
Wenn es bei den Klagen gegen die Kreisumlage um sooo viele Millionen ginge, könnte sich der OB ja locker hinstellen und verkünden, dass man im Erfolgsfalle im Geld schwimmt und die 3 Projekte (und noch mehr) dann auch problemlos stemmen könnte - dann stünde der Landrat mit dem Rücken zur Wand, weil er auf fremden Geld sitzt und der Stadt die Mittel für wichtige Investitionen vorenthält. Tut er aber nicht. Stattdessen will er den AKS beerdigen - unabhängig vom Ausgang des Verfahrens. Das allgemeine Schweigen um die Summen legt doch nahe, dass es hier nicht um Millionen, sondern um das begleichen alter Rechnungen geht.
Herr Schröder
28.08.2018, 21:09 Uhr
Guten Abend Herr Schelenhaus
Schön, dass sich hier auch mal jemand äußert, der nah am Geschehen ist. Wir alle stochern hier mangels Informationen im Dunkeln umher. Vielleicht sind sie ja an dieser Stelle bereit, etwas mehr Licht ins Dunkle zu bringen. Meiner Meinung nach hat es die Stadt selbst versäumt, ein eigenes Konzept für den AKS auf die Beine zu stellen. Aber der Reihe nach, Wacker hat 2015 mit ihrem Partner HABAU ein eigenes Konzept für die Umgestaltung / Neubau des AKS auf den Tisch gelegt. Für die Stadt kostenfrei inkl. Raumplanung. Mit diesem Konzept hat die Stadtverwaltung für 2018 / 19 Fördergelder beantragt und prompt genehmigt bekommen. Scheinbar war man in Erfurt mit den vorgelegten Daten einverstanden. Knapp 6,5 Millionen Euro, mehr als gedacht, liegen jetzt in Erfurt bereit! Also Frage Nr. 1, warum bedarf es jetzt kurz vor Ablauf der Fördergelder ein neues Konzept? Gab es hier Einwände vom Land? Der zweite Punkt welcher mich interessiert, warum betreibt die Stadt nicht eigene, vielleicht kostengünstigere Planungen voran? Ist der Anschein richtig, dass es hier am Interesse fehlt. Ich möchte da noch einmal meine Ideen mit mobilen Tribünen als Dauerlösung ins Spiel bringen. In Wiesbaden steht auf dieser Basis ein ganzes Stadion wo immerhin schon zweite Liga gespielt wurde, in Cottbus und Darmstadt stehen mobile Tribünen hinter den Toren. Warum soll das für den AKS nicht ausreichen? Hinter den Toren und als neue Haupttribüne überdachte mobile Tribünen und die alte Stehplatztribüne ohne das TV Gerüst so lassen. Neuer Rasen, neues Flutlicht, Anzeige, Fertig! Ich behaupte mal, dass man mit den zur Verfügung stehenden 8,5 Millionen dann auch auskommt. Eine Zuschauerkapazität von 8-10.000 ist sicher locker realisierbar. Und die Bauzeit wäre deutlich schneller, Ende 2019 / Anfang 2020, durchaus zu schaffen! Umkleide sowie Toiletten mit Containerlösungen. Alles machbar, wenn man hier wirklich will!!!
Realist 1.0
28.08.2018, 22:34 Uhr
schon seltsam das Ahnungslos Jendricke
mal angeblich wieder von nichts wusste, man könnte fast glauben das das Landratsamt hermetisch von der Aussenwelt abgeschirmt ist. Ich finde es einfach nur toll das man Herrn Jendricke etwas anbremst. Ich kann mich noch dunkel an den Artikel erinnern wo sich Herr Jendricke um ein paar Quadratmeter zu viel bei der Feuerwache aufgeregt hat, vielleicht ist es die revenge für die Aktionen die er sich in letzter Zeit geleistet hat.
Kalimero
28.08.2018, 22:49 Uhr
@exNordhäuser,
Sie haben offensichtlich die Reaktion der Stadt nicht gelesen. Eigentlich scheinen Sie irgendwie gar nichts gelesen zu haben. Hätten Sie dies getan und die zahlreichen Artikel in der Vergangenheit, könnten Sie sich einen Großteil Ihrer Fragen selbst beantworten. Zumal Sie es dem geneigten Leser auch nicht gerade einfach machen, Sie zu verstehen. Ich will es dennoch gern versuchen. Die Stadt Nordhausen schreibt zur Höhe, dass es hier um Millionenbeträge geht, der hochgelobte Landrat sprach in seiner Pressekonferenz mit Wacker von drei Millionen Euro, wenn ich mich recht erinnere. Tatsächlich dürfte es sicherlich um mehr gehen. Anders kann man sich nicht erklären, warum die Stadt die Rechtsmittel, die ihr zur Verfügung stehen, eingelegt hat, wenn es hier um lächerliche drei Millionen gehen würde. Das wäre ja fast nichts. Ihre Meinung, dass man Theater und Feuerwache dann auch nicht braucht, ist Ihrerseits sicherlich ironisch gemeint. Gerade, was die Feuerwache betrifft, dürfte diese doch eindeutig wichtiger sein, als der AKS. Ich gehe davon aus, dass der Nutzen der Feuerwache bedeutsamer ist, weil es hier um das Wohl der Allgemeinheit geht. Ich zumindest möchte im Ernstfall nicht von den Profis von Wacker gerettet werden. Beim Thema Theater scheiden sich die Geister. Aber Deutschland ist das Land der Dichter und Denker und Kultur ist meiner Meinung nach eine Pflichtaufgabe. Der Landrat selbst hat bisher mehr für Unfrieden gesorgt, als tatsächlich etwas getan. Ich bin schon froh, dass ich nichts für den AKS tun muss und das den von mir gewählten Vertretern überlasse. Wenn ich was zu sagen hätte, wäre meine Antwort an den Verein nämlich, wenn ihr ein Stadion wollt, wie das auch immer aussehen mag (neu oder saniert), dann baut Euch eins. Richtig, ich pflichte Herrn Schelenhaus bei. Hat er doch mit einfachen Mitteln und sehr sachlich erklärt, was der aktuelle Stand ist. Ich kann somit auch nicht erkennen, wie die Stadt jetzt "ihr wahres Gesicht" gezeigt hat. Die Angaben der Stadt decken sich mit denen des Herrn Schelenhaus. Aber man muss es natürlich auch lesen. Dass zwei Sportarten begraben werden, kann ich nicht erkennen. Fußball ... und was noch? Dass der Stadt Sport an sich nicht egal ist, ergibt sich auch hinreichend aus der aktuellen Berichterstattung sowie der zahlreichen Unterstützung an andere Stellen. Ich hoffe, erstmal geholfen zu haben, schönen Abend.
Herr Schröder
28.08.2018, 22:53 Uhr
Realist 1.0
Das ist es ja @Realist 1.0! Es geht hier nicht um Jendricke, Buchmann, Kleofas oder sonst wen. Es geht darum, dass den Wacker Fans hier seid Jahren Investionsbereitschaft vorgegaukelt wird und keiner so richtig einen Plan hat. In einem hat Jendricke sicher Recht, lassen wir nach all dem Kampf jetzt 6,5 Millionen €uro Fördergelder verfallen machen wir uns hier lächerlich! Und das wär schon schade!
HolRic
28.08.2018, 23:03 Uhr
Fragen der Stadträte
Auch ich kann bestätigen, dass ich das besagte Schreiben am 24.08. erhalten habe. Ich war u.a. einer der Stadträte , der den Oberbürgermeister gebeten hat, die darin enthaltenen Fragen an das Landesverwaltungsamt zu stellen.
Nicht bestätigen kann ich die Mutmaßung, dass dieser Brief zur Verhinderung der Stadionsanierung führen soll.
Im Gegenteil: Es existiert das Angebot des Landkreises zur Übernahme des AKS unter der Bedingung, die Widersprüche im Kreisumlagestreit zurückzuziehen. Die Streitsumme liegt formell im mittleren zweistelligen Millionenbereich.
Wenn ich als Stadtrat also zustimmen soll, den AKS zu übertragen und freiwillig auf viele Millionen Euro Forderung der Stadt Verzicht zu erklären, hätte ich dafür gern eine rechtsverbindliche Auskunft. Man kann sicher solche Vergleiche schließen. Aber ohne die Sicherheit, das auch zu dürfen, kann das böse Folgen haben. Im schlimmsten Fall ist der Verzicht auf die Widersprüche Untreue, oder es gibt auf lange Zeit keine Bedarfszuweisungen mehr für die Stadt.
Um hier Klartext zu sprechen: Angenommen, die Stadt bekommt mit ihren Forderungen im Kreisumlagestreit vollumfänglich recht, dann könnten Feuerwehr, AKS und Theater ohne Fördermittel gebaut werden.
Demnach ist das Schreiben an das Landesverwaltungsamt aus meiner Sicht völlig korrekt. Die Antwort auf die Fragen an das Landesverwaltungsamt benötige ich aus meiner persönlichen Sicht unbedingt, bevor ich einer Übertragung des AKS überhaupt zustimmen könnte.
Holger Richter
M. Bergmann
29.08.2018, 00:32 Uhr
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Liane Enzinger
29.08.2018, 06:51 Uhr
Was für ein peinliches Theater um den AKS
Was für ein peinliches Theater um die Sanierung eines Stadions! In Heiligenstadt hat man das stillschweigend über die Bühne gebracht.
Ich frage mich immer, wie Nordhausen es schaffte, die Landesgartenschau auszurichten und die Vorarbeiten zu erledigen. Damals gings um 40 Millionen. Hatte die Politik da eine andere Qualität - ich glaube, ja.
Sehr gespannt bin ich, wie man die Theatersanierung (30 Millionen) in NDH hinbekommen will. Vom Feuerwehrneubau ganz zu schweigen.
Über Nordhausen lacht bestimmt halb Thüringen. Und währenddessen wird die Rüdigsdorfer Schweiz halb weggebaggert.
Liane Enzinger, M.A.
----4
29.08.2018, 08:06 Uhr
Dank an die Herren
Schelenhaus und Richter. Zwei, die es wissen.
Jeder vernünftige Mensch in Nordhausen und der näheren Umgebung, der Fußball nicht gerade hasst, gönnt Wacker eine Renovierung des AKS und das schon sehr lange. Da war der heutige Landrat noch in leitender Funktion bei der Stadtverwaltung.
Alanin
29.08.2018, 08:40 Uhr
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Herr Schröder
29.08.2018, 09:19 Uhr
Kalimero
Der Bau der Feuerwache spielt doch hier gar keine Rolle. Diesen Bau hat die Stadt schon auf die Schultern der SWG verteilt. Es geht hier nur noch darum, ob das Land Fördergelder dazu gibt und wenn ja in welcher Höhe.
Mir erschließt sich nicht warum sich die Stadt Nordhausen dieses Prestigeprojekt AKS" vom Butterbrot nehmen lässt. Es ist doch alles klar gewesen. Die Fördergelder waren genehmigt, das Eigenkapital in einem genehmigten Haushalt eingeplant und der Verein gibt den selben Anteil dazu. Dann kommt Herr Jendricke und macht der Stadt einen Vorschlag zur Übernahme des AKS und binnen Wochenfrist ohne Gespräche wirft Buchmann diesen Vorschlag in den Stadtrat. Warum?! Warum macht man mit dem zur Verfügung stehenden Geld nicht was Eigenes und lässt sich stattdessen von Jendricke auf der Nase herumtanzen. Wenn man jetzt feststellt, dass das HABAU Konzept so nicht funktioniert, wo bleiben die eigenen Vorschläge?
Ich bin wirklich mal auf die kommenden Tage und Wochen mit Kreistag und Stadtrat gespannt. Hoffentlich werden wieder zahlreiche lautstarke Wacker Fans zu den Tagungen erscheinen. Ich werde das berufsbedingt nur aus der Ferne verfolgen.
exNordhäuser
29.08.2018, 18:07 Uhr
@Kalimero
Sie haben meinen Beitrag sicherlich nicht verstanden oder nicht verstehen wollen. Keiner anderer Leser hat in irgendeiner Weise über mein Schreiben kritsiert. Und Ihnen möchte ich es nicht nocheinmal ausführlich erklären. Manche wollen und können es nicht verstehen.
Es geht um Millionen, aber die Höhe will keiner preisgeben, Herr Schelenhaus, Herr Richter und Sie nicht. Es geht hier um die konkrete Summe der Kreisumlage. Verstehen Sie? Nicht nur um ein paar Zahlen die einfach in den Raum gewurfen wurden.
Und dann kann man sagen wer Recht hat bei der genauen Summe. Die Stadt oder der Landkreis. Aber so?
Das wir dann das Theater und die Feuerwache genauso nicht brauchen, war nicht ironisch von mir gemeint. Wie sagten Sie ; ich bin froh das ich nichts für den AKS tun mus, glaube auf Ihnen können wir auch verzichten! Sagten auch ,Wacker soll wenn es ein neues oder saniertes Stadion haben möchte selber bauen und so werde ich jetzt genauso denken. Das Theater soll sich selbst sanieren .
Feuerwache für die Stadt Nordhausen, nein, benötigen wir in der Grösse nicht. Die Gelder umverteilt auf die anderen Wehren, moderniesieren , auf den neusten Stand bringen und schon ist eine schaglfertige Feuerwehr vorhanden.
Die 2.Sportart ist Boxen. Sicherlich von Ihnen in übereifer nicht gelesen.
Einen schönen Abend wünsche ich Ihnen!
----4
29.08.2018, 18:40 Uhr
2015 wäre das möglich und sinnvoll gewesen
Vielleicht kann ich Ihre Frage, Herr Schröder, (Warum macht man mit dem zur Verfügung stehenden Geld nicht was Eigenes und lässt sich stattdessen von Jendricke auf der Nase herumtanzen?) nach umfangreichem Studium verschiedener Zeitungen und mdr-Beiträge beantworten.
Die HABAU-Studie ist von 2015 und damit, zumindest was die Kostenhöhe betrifft, Schnee von gestern.
Mit dem zur Verfügung stehenden Geld ist wieder nur eine kurzfristige Notlösung möglich, die mit jedem Punktgewinn von Wacker veraltet und wieder zum Problem wird. Nordhausen braucht aber endlich eine nachhaltige Lösung, ohne Verkehrsprobleme, Nachbarschaftsstreitereien und dergleichen.
Renovierungen des AKS sind schon sehr lange nötig.
Ein Stadion fehlt in Nordhausen seit einer gefühlten Ewigkeit.
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