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So, 06:00 Uhr
26.08.2018
Jahresfest des Fördervereins

Das Kunsthaus sieht Rot

Eine ordentliche Feier ist dem Förderverein des Kunsthauses Meyenburg nicht fremd. Gestern Abend traf man sich im Park des Museums zum dritten Jahresfest in Rot. Die Geschenke für das Haus standen da schon auf dem Rasen. Was man als nächstes für das Interieur tun will, wusste man auch schon...

Jahresfest im Kunsthaus Meyenburg (Foto: Angelo Glashagel) Jahresfest im Kunsthaus Meyenburg (Foto: Angelo Glashagel)

Sie ist gute 500 Jahre alt und gehört seit über 130 Jahren zum festen Inventar der Nordhäuser Museumslandschaft: die Pietà aus der Hand von Tilman Riemenschneider, einem der bedeutendsten deutschen Bildhauer des 15. Jahrhunderts.

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Bis 2007 war die Skulptur der Maria mit dem toten Christus in den Armen im Museum zu sehen, zur letzten Sonderausstellung, rund um dem "schönen Sensenmann", wurde sie wieder Teil der Ausstellung.

Auch wenn man dem Holzwurm bereits zu Leibe gerückt ist, das der Zahn der Zeit schwer an dem alten Kunstwerk genagt hat ist nicht zu übersehen. "Wir würden gerne dafür sorgen das die Pietà restauriert werden kann", sagt Dr. Wolfgang Pientka, Vorsitzender des Fördervereins des Kunsthauses. Seit sechs Jahren begleitet der Verein die Arbeit des Kunstmuseums, vor allem durch finanzielle Hilfe, aber auch im ideelen Sinn. Von einstmals 15 Mitgliedern ist der Verein inzwischen auf 115 Kunstfreunde angewachsen, in diesem Jahr will man die 120er Marke noch knacken, hofft Pientka.

Mit dem Einsatz für das Haus macht der Förderverein immer wieder von sich reden, sei es durch künstlerische Bereichungen im und am Haus, etwa durch den Erwerb einer Meyenburgbüste oder beim Ankauf von Grafiken, Skizzen und Bildern. "Die finanzielle Hilfe für das Haus ist enorm wichtig und kann gar nicht genug geschätzt werden. Aber auch viele Veranstaltungen und Ausstellungen würde es ohne das Engagement des Fördervereins nicht geben", sagt Kunsthauschefin Susanne Hinsching.

Susanne Hinsching, eine 500 Jahre alte Pietà und Dr. Wolfgang Pientka (Foto: Angelo Glashagel) Susanne Hinsching, eine 500 Jahre alte Pietà und Dr. Wolfgang Pientka (Foto: Angelo Glashagel)

Die Idee von der runderneuerten Pietà ist indes noch ein ferner Traum. Aktuell stehe auf der Liste zunächst die Anschaffung eines Stützflügels mit dem man die Qualität der Veranstaltungen im Haus weiter anheben könnte, sagt Dr. Pientka. Zum Jahresfest aber hat man dem Haus ein ganz pragmatisches Geschenk gemacht: neue Tische und Stühle, die sogleich der praktischen Nutzung zugeführt wurden.

Gestaltet wurde der Abend, frei nach Mirot, ganz in feurigem Rot, im Flair des chinesischen Neujahrs. Der rote Abend hat inzwischen Tradition, schon zum dritten Mal hat man das Jahresfest ähnlich dem "Diner en blanc" ganz in einer Farbe gestaltet, So eng wie beim Diner in Weiß sieht man es aber nicht, ein wenig Rot reicht um Einlass zu erhalten. Schließlich kennt die Kunst viele Farben.
Angelo Glashagel
Jahresfest im Kunsthaus Meyenburg (Foto: Angelo Glashagel)
Jahresfest im Kunsthaus Meyenburg (Foto: Angelo Glashagel)
Jahresfest im Kunsthaus Meyenburg (Foto: Angelo Glashagel)
Jahresfest im Kunsthaus Meyenburg (Foto: Angelo Glashagel)
Autor: red

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