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Sa, 08:23 Uhr
18.08.2018
nnz-Betrachtung

Ein Modellprojekt und die „Kleinigkeiten“ am Rande

Gestern stellten wir „Das kleine Paradies hinter dem Haus“ in der Otto-Ludwig-Straße 5 vor. Das Ehepaar Kühlewind schuf es sich. Schritt für Schritt. Investierte Zeit, Fleiß und Geld. Das Ergebnis ist ohnegleichen. In keinem anderen Umfeld unserer beiden Großvermieter findet sich derzeit eine vergleichbare gepflegte grüne Oase. Das Beispiel aber zeigt, was möglich ist...

Ein Modellprojekt und die „Kleinigkeiten“ am Rande (Foto:  ) Die Hochbeete in der Töpferstraße machen nach der Neubepflanzung was her.

Die Wohnungsbaugenossenschaft, bekräftigte Detlef Helbing, Teamleiter Objektmanager, will Aktivitäten ihrer Mieter noch wirkungsvoller fördern ľnicht nur mit lobenden Worten. Zur Wohnqualität gehöre nun einmal ein gepflegtes grünes Umfeld.

Das sieht auch die Städtische Wohnungsbaugesellschaft so. Sie beklagte eine mangelnde Pflegebereitschaft der Mieter. Da ist zweifellos was dran. Das mit den Pflegeverträgen zu DDR-Zeiten sei Geschichte. Ohne Folgen bleibt das in der Praxis nicht.

So sieht die SWG von einer weiter reichende Bepflanzung der Vorgärten bei ihrem Plattenbau-Wohnblock gegenüber dem Haus der Dienste in der Bochumer Straße ab. Zu kostenintensiv der Aufwand. Neben einer kleinen Abgrenzung mit Bodendeckern einfach nur Rasen. Pflegeleicht. Braun ausgetrocknet, wird er nach einem Landregen von allein wieder grün.

Ohne Zweifel: WBG und SWG prägen maßgebend das Gesicht der Kreisstadt mit. Dafür gab es gibt es Lob. Öffentlich. Auch von uns. Das Bild der Wohnbauten zeigt sich heute allenthalben farbenfroh. Trist und grau war gestern. Baulücken sind weitgehend geschlossen, Wohnungen modernisiert. Weitere kommen hinzu.

Ein Modellprojekt und die „Kleinigkeiten“ am Rande (Foto:  ) Blumen gleich neben der Haustür. Sie finden sich in der Hardenbergstraße.

Nun soll auch Nordhausen-Nord nach den Plänen der Städtischen Wohnungsbaugesellschaft ein neues Gesicht bekommen. Wir berichteten. Mit dem Projekt sei das Ziel verbunden, die monotone Struktur der Wohnungsgrundrisse aufzubrechen, soll das vom DDR-Plattenbau geprägte Stadtviertel für viele Bewohner attraktiver werden. Betont Geschäftsführerin Inge Klaan.

Respekt für dieses Vorhaben, verehrte Frau Klaan. Lassen sie uns aber auf den erwähnten Wohnblock in der Bochumer Straße zurückkommen. Auch dieses Gebiet prägen Plattenbauten. Und da will die SWG nicht für eine optisch wirkungsvollere Vorgartenbepflanzung sorgen? Kein blühender Schmetterlingsflieder für Insekten und Vögel? Keine Blumen? Keine Mini-Bäume als Sauerstoff ľund Schattenspender? Wie passt dass zusammen?

Ein Modellprojekt und die „Kleinigkeiten“ am Rande (Foto:  ) Sollen die Vorgärten vor dem Plattenbau in der Bochumer Straße wirklich so trist bleiben? Nichts Belebendes geplant? Kein blühender Strauch? Keine Blumen?

Sollten sich in dem Wohnblock keine Mieter finden, die pflegen? Oder macht sich die SWG gar nicht erst die Mühe, das Gespräch mit ihnen zu suchen? Wie hübsch macht sich dagegen die Bepflanzung der Hochbeete in der Töpferstraße der WBG-Blocks. Baumreihen daneben schirmen gegen Abgase und Staub von der Straße her ab. Gleiches findet sich in der Hardenbergstraße, ebenfalls WBG.

Auf viele gute Bemühungen wird auch die SWG verweisen können. Noch einmal: Beifall für das Projekt Nordhausen-Nord. Man sollte sich aber nicht allein in seinem Glanz sonnen, ohne scheinbare „Nebensächlichkeiten“ links liegen zu lassen.
Kurt Frank
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