Mi, 09:00 Uhr
05.09.2001
Bullen und Bären im nnz-Aktien-Tip
Nordhausen/Frankfurt (nnz). Die nnz bietet in lockerer Folge Analysen und Markteinschätzungen an. Das Material wird nnz von der Helaba zur Verfügung gestellt.
Die amerikanischen Aktienmärkte schlossen gestern uneinheitlich. Ein deutlich besser als erwartet ausgefallener NAPM- Index verlieh den Standartwerten zunächst größere Dynamik und sorgte für eine deutliche Erholung. Im Zuge der nach wie vor schlechten Stimmung bei den Technologiewerten, schrumpften die Gewinne in der letzten Handelsstunde auf ein moderates Plus zusammen. Verantwortlich für den Rückgang der Kurse an der Technologiebörse Nasdaq war vor allem die geplante Fusion der beiden Computerfirmen Hewlett-Packard und Compaq, sowie rückläufige Verkaufszahlen im PC-Geschäft sorgten für Zurückhaltung. Der Dow Jones stieg zum Handelsschluss um 0,48 Prozent auf 9.997,49 Punkte. Der breitergefasste S&P Index gab 0,06 Prozent auf 1.132,93 Zähler ab, während die Nasdaq mit einem Minus von 1,92 Prozent mit einem Schlusstand von 1.770,77 aus dem Handel ging.
Der deutsche Aktienindex Dax präsentierte sich gestern als Fahrstuhlindex. Nach einem positiveren Start, beflügelt durch die Fusionsankündigung der beiden Computerfirmen Hewlett-Packard und Compaq, schmolzen die Anfangsgewinne nach einem schlechten Geschäftsausblick bei Ericsson wieder dahin und ließen das Aktienbarometer zwischenzeitlich auf den tiefsten Stand seit August 1999 fallen. Mit der Veröffentlichung der positiven US-Konjunkturzahlen kehrte dann wieder etwas Optimismus in den Markt zurück und ließ den Dax um 2,2 Prozent fester bei 5.208 Zählern schließen. Die von der Helaba gerechnete Indikation impliziert für heute eine schwächere Eröffnung bei 5.120 Punkten und liegt somit 80 Punkte unter dem Schlusstand. Nach wie vor sollte es dem deutschen Aktienmarkt schwer fallen ein wirkliches Eigenleben zu entwickeln.
Wie groß die Abhängigkeit von den US-Börsen ist, haben die letzten Handelstage deutlich gezeigt. Deshalb werden die Zahlen und der weitere Geschäftsausblick von Intel am Donnerstag nicht nur in den USA mit Spannung erwartet. Insgesamt war der deutsche Aktienmarkt in den vergangenen Tagen deutlich überverkauft, so dass eine Erholung überfällig war. Aus technischer Sicht gerät der Markt, spätestens bei 5.350 Indexpunkten im Dax in eine massive Widerstandszone.
Happy Trading, Christian Schmidt
Autor: nnzDie amerikanischen Aktienmärkte schlossen gestern uneinheitlich. Ein deutlich besser als erwartet ausgefallener NAPM- Index verlieh den Standartwerten zunächst größere Dynamik und sorgte für eine deutliche Erholung. Im Zuge der nach wie vor schlechten Stimmung bei den Technologiewerten, schrumpften die Gewinne in der letzten Handelsstunde auf ein moderates Plus zusammen. Verantwortlich für den Rückgang der Kurse an der Technologiebörse Nasdaq war vor allem die geplante Fusion der beiden Computerfirmen Hewlett-Packard und Compaq, sowie rückläufige Verkaufszahlen im PC-Geschäft sorgten für Zurückhaltung. Der Dow Jones stieg zum Handelsschluss um 0,48 Prozent auf 9.997,49 Punkte. Der breitergefasste S&P Index gab 0,06 Prozent auf 1.132,93 Zähler ab, während die Nasdaq mit einem Minus von 1,92 Prozent mit einem Schlusstand von 1.770,77 aus dem Handel ging.
Der deutsche Aktienindex Dax präsentierte sich gestern als Fahrstuhlindex. Nach einem positiveren Start, beflügelt durch die Fusionsankündigung der beiden Computerfirmen Hewlett-Packard und Compaq, schmolzen die Anfangsgewinne nach einem schlechten Geschäftsausblick bei Ericsson wieder dahin und ließen das Aktienbarometer zwischenzeitlich auf den tiefsten Stand seit August 1999 fallen. Mit der Veröffentlichung der positiven US-Konjunkturzahlen kehrte dann wieder etwas Optimismus in den Markt zurück und ließ den Dax um 2,2 Prozent fester bei 5.208 Zählern schließen. Die von der Helaba gerechnete Indikation impliziert für heute eine schwächere Eröffnung bei 5.120 Punkten und liegt somit 80 Punkte unter dem Schlusstand. Nach wie vor sollte es dem deutschen Aktienmarkt schwer fallen ein wirkliches Eigenleben zu entwickeln.
Wie groß die Abhängigkeit von den US-Börsen ist, haben die letzten Handelstage deutlich gezeigt. Deshalb werden die Zahlen und der weitere Geschäftsausblick von Intel am Donnerstag nicht nur in den USA mit Spannung erwartet. Insgesamt war der deutsche Aktienmarkt in den vergangenen Tagen deutlich überverkauft, so dass eine Erholung überfällig war. Aus technischer Sicht gerät der Markt, spätestens bei 5.350 Indexpunkten im Dax in eine massive Widerstandszone.
Happy Trading, Christian Schmidt

