Di, 15:43 Uhr
04.09.2001
Beantragt, beraten und beschlossen
Ilfeld (nnz) Sowohl neue als auch schon länger aktuelle Themen gab es gestern abend für den Ilfelder Gemeinderat zu besprechen und zu diskutieren. Was dabei heraus kam? Das hat auch nnz-Mitarbeiterin Manuela Jauer interessiert.
Auf der Tagesordnung der gestrigen Sitzung des Ilfelder Gemeinderates standen zahlreiche Anträge, Beschlüsse und Diskussionspunkte, über die es zu beraten und abzustimmen galt. Das erste Anliegen des Abends bezog sich auf die weitere Planung der Ortsumgehung Ilfeld. Demnach sei weiterhin angedacht, diese durch einen Tunnel im Berg zu führen, der neben dem Pfaffenwinkel beginnen soll. Die Umgehung solle möglichst nah an der K2 entlang führen.
Auch die weitere Organisation der Südharz-Touristik wurde besprochen. Zwar existiert diese seit dem 14. Juli diesen Jahres offiziell nicht mehr, jedoch konnte man bis jetzt keinen neuen Namen und kein neues Logo finden. In jedem Fall müssen wir auf den Namen Südharz-Touristik aufbauen. In den vergangenen Jahren hat er den Ort sehr gut nach außen präsentiert, sodass allein der Begriff schon eine solide Grundlage für die weitere Bekanntmachung von Ilfeld ist, argumentierte der stellvertretende Bürgermeister Renè Schröter-Appenrodt. Weiterhin kam die zukünftige Aufmachung der Homepage des Ortes und der Südharz-Touristik zur Ansprache. Ein günstiger Anbieter aus Nordhausen, der sich um Gestaltung und laufende Aktualisierung der Seite kümmern würde, sei bereits gefunden. Ein nächster wichtiger Schritt in Richtung Vermarktung der Gemeinde war die Abstimmung darüber, dass Ilfeld dem Harzer Verkehrsverband (HVV) beitreten soll. Hier war sich der Gemeinderat einig, der Beschluss wurde einstimmig angenommen.
Im Folgenden wurde das Bauvorhaben an der Ilfelder Müllerwiese bekräftigt. Dort soll demnächst gesundes, mineralhaltiges Wasser gefördert werden. In diesem Zusammenhang wurden erste Vorstellungen über die anstehenden Baumaßnahmen und Bohrungen deutlich. Ein Pavillon und ein Granitstein seien bereits ausgesucht. Eventuell werde man dazu passende Stein- statt Holzbänke als Sitzgelegenheiten aufstellen. Gedanken zu einen Elektrizitätsstandort in Quellennähe und über den Transport des Wassers wurden ebenfalls geäußert. Zwar könne man pro Sekunde nur 0,1 Liter fördern, was recht wenig ist. Auf Grund der sehr salzhaltigen Sole und dem dadurch gesunden Wasser lohne sich die Förderung jedoch trotzdem.
Auch zahlreiche kleinere Planungen, die allerdings noch in den Anfängen stehen, wurden vorgestellt. So war beispielsweise von einer Fachhochschule als private Bildungseinrichtung des Ortes die Rede. Darüber hinaus habe man die Absicht, einen Radweg um Ilfeld anzulegen. In diesem Zusammenhang gebe es allerdings noch einige Schwierigkeiten mit der Wasser- und der Umweltbehörde. Für die Nutzung des ehemaligen Steinbruch Lange Wand sind ebenfalls Vorschläge gekommen. Hier könne eventuell ein Forschungs- und Lehrbergwerk entstehen. Dieses sollte allerdings nicht kommerziell genutzt werden, sondern die Einnahmen ausschließlich für gemeinnützige Dinge, zum Beispiel in der Gemeinde, verwendet werden. Bei diesem Projekt konnte man jedoch noch nicht auf einen Nenner kommen. Die Bedenken innerhalb der versammelten Runde waren noch zu groß.
Ein weiteres Problem stellt auch noch der in Aussicht gestellte Campingplatz dar. Ersteinmal muss ein geeignetes Gelände gefunden werden. Das ist bei den strengen Standort-Kriterien aber nicht leicht, gab Bürgermeisterin Gisela Gärtner zu bedenken. Der Platz müsse 10.000 bis 20.000 Quadratmeter groß sein. Außerdem sei ein Betreiber und Investor noch nicht gefunden. Unter dem Stichwort Standort-Kriterien fielen außerdem kritische Worte wie reizvolle Umgebung, Nähe zum Ort und zu Spielplätzen, günstige Verkehrsanbindung und Abwasser-Entsorgung.
Manuela Jauer
Autor: nnzAuf der Tagesordnung der gestrigen Sitzung des Ilfelder Gemeinderates standen zahlreiche Anträge, Beschlüsse und Diskussionspunkte, über die es zu beraten und abzustimmen galt. Das erste Anliegen des Abends bezog sich auf die weitere Planung der Ortsumgehung Ilfeld. Demnach sei weiterhin angedacht, diese durch einen Tunnel im Berg zu führen, der neben dem Pfaffenwinkel beginnen soll. Die Umgehung solle möglichst nah an der K2 entlang führen.
Auch die weitere Organisation der Südharz-Touristik wurde besprochen. Zwar existiert diese seit dem 14. Juli diesen Jahres offiziell nicht mehr, jedoch konnte man bis jetzt keinen neuen Namen und kein neues Logo finden. In jedem Fall müssen wir auf den Namen Südharz-Touristik aufbauen. In den vergangenen Jahren hat er den Ort sehr gut nach außen präsentiert, sodass allein der Begriff schon eine solide Grundlage für die weitere Bekanntmachung von Ilfeld ist, argumentierte der stellvertretende Bürgermeister Renè Schröter-Appenrodt. Weiterhin kam die zukünftige Aufmachung der Homepage des Ortes und der Südharz-Touristik zur Ansprache. Ein günstiger Anbieter aus Nordhausen, der sich um Gestaltung und laufende Aktualisierung der Seite kümmern würde, sei bereits gefunden. Ein nächster wichtiger Schritt in Richtung Vermarktung der Gemeinde war die Abstimmung darüber, dass Ilfeld dem Harzer Verkehrsverband (HVV) beitreten soll. Hier war sich der Gemeinderat einig, der Beschluss wurde einstimmig angenommen.
Im Folgenden wurde das Bauvorhaben an der Ilfelder Müllerwiese bekräftigt. Dort soll demnächst gesundes, mineralhaltiges Wasser gefördert werden. In diesem Zusammenhang wurden erste Vorstellungen über die anstehenden Baumaßnahmen und Bohrungen deutlich. Ein Pavillon und ein Granitstein seien bereits ausgesucht. Eventuell werde man dazu passende Stein- statt Holzbänke als Sitzgelegenheiten aufstellen. Gedanken zu einen Elektrizitätsstandort in Quellennähe und über den Transport des Wassers wurden ebenfalls geäußert. Zwar könne man pro Sekunde nur 0,1 Liter fördern, was recht wenig ist. Auf Grund der sehr salzhaltigen Sole und dem dadurch gesunden Wasser lohne sich die Förderung jedoch trotzdem.
Auch zahlreiche kleinere Planungen, die allerdings noch in den Anfängen stehen, wurden vorgestellt. So war beispielsweise von einer Fachhochschule als private Bildungseinrichtung des Ortes die Rede. Darüber hinaus habe man die Absicht, einen Radweg um Ilfeld anzulegen. In diesem Zusammenhang gebe es allerdings noch einige Schwierigkeiten mit der Wasser- und der Umweltbehörde. Für die Nutzung des ehemaligen Steinbruch Lange Wand sind ebenfalls Vorschläge gekommen. Hier könne eventuell ein Forschungs- und Lehrbergwerk entstehen. Dieses sollte allerdings nicht kommerziell genutzt werden, sondern die Einnahmen ausschließlich für gemeinnützige Dinge, zum Beispiel in der Gemeinde, verwendet werden. Bei diesem Projekt konnte man jedoch noch nicht auf einen Nenner kommen. Die Bedenken innerhalb der versammelten Runde waren noch zu groß.
Ein weiteres Problem stellt auch noch der in Aussicht gestellte Campingplatz dar. Ersteinmal muss ein geeignetes Gelände gefunden werden. Das ist bei den strengen Standort-Kriterien aber nicht leicht, gab Bürgermeisterin Gisela Gärtner zu bedenken. Der Platz müsse 10.000 bis 20.000 Quadratmeter groß sein. Außerdem sei ein Betreiber und Investor noch nicht gefunden. Unter dem Stichwort Standort-Kriterien fielen außerdem kritische Worte wie reizvolle Umgebung, Nähe zum Ort und zu Spielplätzen, günstige Verkehrsanbindung und Abwasser-Entsorgung.
Manuela Jauer

