5. Europapicknick
Was geht mich Europa an?
Was hat man am Rand des Südharzes schon mit dem weiteren Europa zu tun? Eine ganze Menge, davon ist man im Europahaus an der Rothleimmühle überzeugt. Heute organisierte man zum fünften Mal das "Europapicknick", mit Spiel, Spaß und Fragen rund um Europa. Bevor im Herbst die Europa-Wahlen ihre Schatten vorauswerfen hat man noch mehr Aktionen geplant...
Europapicknick an der Rothleimmühle (Foto: Angelo Glashagel)
Von der freiwilligen Feuerwehr aus Harztor bis zum Radio Enno, dem Zirkus Zappelini, Honigbienen und Klettertouren gab es für die Besucher des 5. Europapicknicks heute viel zu tun und zu entdecken.
Das Picknick ist dazu gedacht die Nordhäuserinnen und Nordhäuser niederschwellig mit dem Thema Europa zusammenzubringen und die Arbeit des Europahauses an der Rothleimmühle zu präsentieren, erklärt Ines Gast. "Wir sind der festen Überzeugung das man im Angesicht globaler Probleme nur miteinander arbeiten kann", mit einem wiederaufkeimenden Nationalismus, wie man ihn derzeit stellenweise erlebe, könnten Herausforderungen wie der Klimawandel, die Flüchtlingsfrage oder andere globale Probleme nicht gelöst werden, ganz abgesehen von wirtschaftlichen Fragen oder der Reisefreiheit, die gerade für junge Leute heute selbstverständlich sei. "Wenn wir Frieden und Wohlstand für alle erhalten wollen, dann ist Europa Überlebenswichtig, wir brauchen die Gemeinschaft", sagt Gast.
Mit den Europawahlen im kommenden Frühjahr wird man sich in den nächsten Wochen und Monaten wieder ausführlicher mit der hauseigenen Thematik auseinandersetzen. Ende des Monats steht der multilaterale Jugendtreff "We are Europe" auf dem Programm, bei dem Jugendliche aus Lettland, Mazedonien, Spanien, Italien und Nordhausen zusammenkommen und darüber reden werden, was Europa für sie bedeutet und wie die Union gestaltet werden sollte. Die Ergebnisse der Runde wird man am 2.8. präsentieren.
Im Herbst werden dann der Dokumentarfilmer Ingo Espenschied und die Staatssekretärin Babette Winter mit Erstwählern über die EU diskutieren.
Angelo Glashagel
Autor: red
Kommentare
Liane Enzinger
30.06.2018, 19:29 Uhr
Sozialdarwinismus: Die Nordhäuser niederschwellig mit Europa zusammenbringen
Ich durfte heute das Picknick besuchen. Also kam ich zum Privileg mich niederschwellig mit Europa zusammenbringen zu lassen. Wahrscheinlich sind für hochschwellig die Nordhäuser zu dumm?
Liane Enzinger, M.A.
Janko
01.07.2018, 08:00 Uhr
@Frau Enzinger
Eine "hohe Schwelle" blockiert und erschwert den Zugang, stellt also die gegenteilige Absicht der Veranstaltung dar. Sollte man drauf kommen können, wenn man wollte.
Ronald Winter, Dipl-Ing f. Arch. (FH)
Liane Enzinger
01.07.2018, 09:16 Uhr
Danke für die Hilfe, Herr Winter.
Ohne Ihre Beistand hätte ich das jetzt nicht verstanden. Sie haben damit die Qualifikation erworben für höherschwellige Angebote zum Thema Europa, so mit Vorträgen und Diskussionen.
Liane Enzinger, M.A.
Andreas Dittmar
01.07.2018, 09:29 Uhr
niederschwellig vs. oberschwellig
oder Träumerei vs. Realität......
Zitat : "ganz abgesehen von wirtschaftlichen Fragen oder der Reisefreiheit, die gerade für junge Leute heute selbstverständlich sei. "Wenn wir Frieden und Wohlstand für alle erhalten wollen, dann ist Europa Überlebenswichtig, wir brauchen die Gemeinschaft", sagt Gast."
@Janko schalten sie mal den TV an und verinnerlichen sie sich das aktuell reale Europa. Anschließend lassen Sie sich das o.g. Zitat nochmal auf der Zunge zergehen. Liane Enzinger hat 100% Recht...... Leider.......
Nörgler
01.07.2018, 10:08 Uhr
Schon immer
Der Bürger konnte schon immer durch Europa reisen und auch arbeiten. Nur früher mussten die Ausweispapiere an den Grenzen gezeigt werden und der Zoll hat kontrolliert. Ich habe mich zu diesen Zeiten sicherer gefühlt.
Und was die Jugend angeht, in anderen europäischen Ländern ist die Jugendarbeitslosigkeit hoch und die soziale Absicherung wesentlich schlechter als in Deutschland.
Zuerst sollten die sozialen Ungerechtigkeiten im eigenen Land behoben werden.
sarkaso
01.07.2018, 11:17 Uhr
Diskussion um der Diskussion willen
Da sich diese Veranstaltung "Europa-Picknick" vorrangig an Kinder und Jugendliche richtete, verstehe ich nicht, wieso sie "höherschwellig", also z.B. mit Vorträgen gespickt hätte sein müssen, wie Frau z.B. Enzinger M.A. das so süffisant in den Raum stellt.
Manchmal denke ich, hier werden nur Diskussionen geführt, um zu zeigen, wie klug man selbst ist und wie beschränkt und minderbemittelt alle anderen sind.
Ich warte eigentlich nur noch darauf, dass jetzt noch die unvermeidliche Kurve zur Europa-Flüchtlingspolitik geschlagen wird. Schon fünf Kommentare, und noch niemand hat es angesprochen. Was ist los?
Wie Bitte
01.07.2018, 11:24 Uhr
Nörgler
"schon immer durch Eurpoa reisen" stimmt nicht ganz, aber warscheinlich sind Sie später geboren als 1989. und natürlich konnten die DDR Bürger sich hinter ihren geschlossnen Grenzen sicherer fühlen.
Wie Bitte
01.07.2018, 11:51 Uhr
sakaso:
würden mit den Kindern statt niedrige Schwelle auch Diskussionen gefürt hätte, dann könnte man Ihnen vielleicht schon jetzt erklären, warum Sie wenn Sie mal Auszubildende sein werden, Ihr Chef drinegdn benötigte hochprofessionelle frische Fach Kräfte einstellt an statt sie.
Treuhänder
01.07.2018, 12:42 Uhr
Wie?
Wie soll ich meinen Kindern erklären, dass Europa und der Euro dazu führten, dass unsere Lebensversicherungen, Rentenversicherungen und Riester- Verträge nicht das mehr erbringen, was versprochen wurde?
Wie soll ich meinen Kindern erklären, dass Sie bis zum Alter von 70 arbeiten müssen, ehe sie Rente bekommen und ihre Omas und Opas wesentlich früher in Rente gehen konnten, wenn es Deutschland noch nie so gut ging wie heute? Auch in der Nachbarländern arbeiten die Menschen nicht so lang wie in Deutschland.
Wie soll ich meinen Kindern erklären, dass Sparen mit Negativzinsen bestraft wird und Schulden durch verminderte Rückzahlungen belohnt werden?
Wie soll ich meinen Kindern erklären, dass die Konjunktur in Europa angekurbelt werden muss, um überall in Europa Arbeitsplätze zu schaffen und dafür der Leitzins der EZB 0,00% ist?
Das, was ich in der Wirtschaftswissenschaft gelernt habe, stimmt nicht mehr. Was hat Europa für den Kleinen Mann gebracht?
Liane Enzinger
01.07.2018, 13:20 Uhr
niederschwellig war nicht meine Wortwahl...
... oder irre ich, sarkaso? Ich habe auch nichts gegen das durchaus gelungene Picknick. Ich habe nur darauf aufmerksam gemacht, daß dem Wort niederschwellig inhärent ist, daß wohl die Nordhäuserinnen und Nordhäuser intellektuell für höherschwellig nicht geeignet sind. Nun noch einen schönen sonnigen Sonntag, sarkaso, und nutzen Sie Sonnencreme, mit einem nicht zu sehr niederschwelligen Lichtschutzfaktor !
Janko
01.07.2018, 15:34 Uhr
Ich will's nicht unnötig breitwalzen,
mir erschließt sich nur nach wie vor nicht, wieso eine Veranstaltung, die sich schon auf Grund der Ausrichter bzw. Beteiligten (Rothleimmühle, Zappelini, Honigbienen) eindeutig an ein eher jüngeres Publikum richtet, sich vorwerfen lassen muss, "DIE Nordhäuser" für dumm zu halten, weil sie nicht auch noch Vortragsreihen abgehalten hat, um so einen höherschwelligen Zugang zum Thema Europa zu geben.
Vor allem, da Sie, Frau Enzinger M.A. nun im Nachgang zugeben, die Veranstaltung trotzdem als "durchaus gelungen" zu empfinden.
Also doch Diskussion um der Diskussion willen, Nörgeln um der Nörgelei willen, und - klar, die Bemerkung "neue Fachkräfte"musste von Kommentatoren ja auch noch eingebunden werden (@sarkaso: es war Kommentar Nr. 8. Reichlich spät, finde auch ich). Alles wie immer.
Aber wenn es Sie glücklich macht, der Spiegel an der Wand sagt: "Frau M.A., Sie sind intellektueller als die meisten hier". Schönen Sonntag auch Ihnen.
Andreas Dittmar
01.07.2018, 19:45 Uhr
Spiel, Spaß, Europa
Ich hatte weiter oben schon ein Zitat angesprochen. Wenn man den Kindern das so rüber bringt, ist das schlichtweg falsch. Das hat weder mit unter-, noch oberschwellig etwas zu tun. Dann sollte man auch so fair sein und dem jüngeren Teilnehmerkreis ganz einfach spielend Target 2 erklären. So wie hier in dem Video : https://www.youtube.com/watch?v=04EADBYZVh4
Man kann natürlich auch die Politik komplett außen vor lassen und macht mit den Kids ein schönes Picknick <= Mein Favorit
Eckenblitz
02.07.2018, 12:30 Uhr
Rente
Ausgerechnet deutsche Reporter regen sich darüber auf, dass in Russland das Renteneintrittsalter angehoben wird. Wenn das nicht der Gipfel der Frechheit ist? Wo sind die Reporter, wenn darüber gesprochen wird in DEUTSCHLAND das Rentenalter auf 70. Jahren angehoben werden soll?
Jäger53
03.07.2018, 07:21 Uhr
Rente, auch Reporter
Können sich in Ihren Kommentaren jedem Land anpassen. Was bei dem einem Land gut ist, ist bei einem anderen Land schlecht. Speziell wenn es um Russland geht. Leider dürfen auch Reporter
oder die Herrn der schreibenen Zunft (Zeitung) Ihre eigene Meinung nicht mitteilen.
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