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Mi, 12:46 Uhr
27.06.2018
Oberbürgermeister ehrt Pfarrer Christoph Lerchner

Noch einmal Ehrenbürger

Pfarrer Christoph Lerchner wurde in Anerkennung seiner Verdienste um das Wohl der Bürger und das Ansehen der Gemeinde Hesserode schon am 11. Februar 1993 die Ehrenbürgerrechte der Gemeinde Hesserode verliehen. Mit der Eingemeindung Hesserodes wurden die Ehrenbürgerrechte zwar in die Stadt Nordhausen übertragen, die offizielle Anerkennung folgte aber erst jetzt...

Oberbürgermeister Kai Buchmann hat jetzt im Beisein von Bürgermeisterin Jutta Krauth und Ortsteilbürgermeister Michael Kramer sowie weiteren Gästen und Wegbegleitern den ehemaligen Pfarrer und Superintendenten Christoph Lerchner offiziell als Ehrenbürger der Stadt Nordhausen gewürdigt.

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Nach der Eingemeindung Hesserodes im Jahr 1997 folgte keine offizielle Ernennung zum Ehrenbürger der Stadt. Der Formfehler konnte nun mit Hilfe des derzeitigen Ortsteilbürgermeisters Michael Kramer beseitigt und die Würdigung nun nachgeholt werden.

Christoph Lerchner wurde am 26.02.1934 in Chemnitz geboren und wuchs in Dresden auf. Der gelernte Gärtner besuchte Anfang der fünfziger Jahre die Predigerschule in Wittenberg, wurde im Anschluss Vikar in Bad Liebenwerda und Wohlmirstedt und kam 1958 als Pfarrer mit seiner Frau Karin nach Hesserode.

Kein anderer Einwohner sei in den letzten 60 Jahren so mit Hesserode verknüpft und habe den Ortsteil so geprägt wie Pfarrer Lerchner, sagte Michael Kramer. „Der damals erst 24-jährige kümmerte sich von Anfang an um die Instandsetzung der Hesseröder Kirche und des Pfarrhauses, gründete den Mütterkreis, baute die Junge Gemeinde auf, engagierte sich in der Frauen- sowie Kinder- und Jugendhilfe. Auch in den umliegenden Gemeinden wirkte der engagierte Pfarrer und schob viele Projekte an. So konnte er z.B. in den 1960er Jahren die

Genehmigung für den Bau einer kleinen Kapelle in Hochstedt erwirken, die dann unter schwierigsten Bedingungen und in vielen Arbeitseinsätzen aufgebaut und 1968 eingeweiht wurde“, würdigt der Ortsteilbürgermeister Lerchners Verdienste.

Von 1987 bis 1995 war Christoph Lerchner Superintendent des evangelischen Kirchenkreises in Nordhausen. Als Superintendent gelang es ihm eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für 60 Arbeitslose zu organisieren, saß in den Jahren 1989/90 neben Probst Jäger als Stellvertreter am Runden Tisch in Nordhausen und führte einen Runden Tisch auch in der Gemeinde Hesserode ein.

v. l. n. r.: Ehemaliger Bürgermeister Klaus Wahlbuhl, Ortsteilbürgermeister Hesserode Michael Kramer, Oberbürgermeister Kai Buchmann, Christoph Lerchner, Bürgermeisterin Jutta Krauth und Ehrenamtlicher Beigeordneter Manfred König  (Foto: Pressestelle Stadt Nordhausen) v. l. n. r.: Ehemaliger Bürgermeister Klaus Wahlbuhl, Ortsteilbürgermeister Hesserode Michael Kramer, Oberbürgermeister Kai Buchmann, Christoph Lerchner, Bürgermeisterin Jutta Krauth und Ehrenamtlicher Beigeordneter Manfred König (Foto: Pressestelle Stadt Nordhausen)

v. l. n. r.: Ehemaliger Bürgermeister Klaus Wahlbuhl, Ortsteilbürgermeister Hesserode Michael Kramer, Oberbürgermeister Kai Buchmann, Christoph Lerchner, Bürgermeisterin Jutta Krauth und Ehrenamtlicher Beigeordneter Manfred König (Foto: Pressestelle Stadtverwaltung)

Er kämpfte für die Gründung der Diakonie Sozialstation in Günzerode, die am 01.01.1991 in Betrieb genommen wurde und war zur gleichen Zeit an der Gründung der Nordthüringer Lebenshilfe maßgeblich beteiligt. Auch engagierte er sich um die Betreuung der Russlanddeutschen in Klettenberg. Nach seiner Pensionierung im Jahr 1997 übernahm Pfarrer Lerchner (i.R.) im Auftrag des Kirchenkreises noch 10 Jahre die Krankenhausseelsorge in Nordhausen. Im Jahr 2008 rief er die Initiative „Freunde der Kirche St. Viti“ in Hesserode ins Leben und war im Jahr 2015 Gründungsmitglied des „Kulturfördervereins Hesserode e.V.“.
Autor: red

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