tv nt eic kyf msh nnz uhz
So, 10:42 Uhr
29.04.2018
Studentenjobs:

Geld verdienen ohne draufzuzahlen

Mit dem Auszug aus dem Elternhaus kommt auch die Verantwortung. Zwei von drei Studierenden arbeiten neben dem Studium, obwohl die meisten noch finanzielle Unterstützung durch die Eltern erhalten. Wie können Studierende dazuverdienen, ohne unnötige Abgaben zu zahlen? Markus Mingers, Rechtsanwalt und Inhaber der Kanzlei Mingers & Kreuzer fasst im Folgenden die wichtigsten Punkte zusammen...


Das größte Privileg ist das Arbeiten ohne Sozialabgaben allerdings nur solange das Arbeiten das Studium nicht überwiegt. Andernfalls werden Studierende als Arbeitnehmer behandelt und müssen auf das Einkommen Sozialabgaben für Krankenkasse, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung zahlen.

Anzeige MSO digital
Ein immatrikulierter Vollzeitstudent ohne bisherigen Abschluss darf daher nicht mehr als 20 Stunden pro Woche während der Vorlesungszeit beschäftigt sein. In den Semesterferien gilt keine Arbeitszeitgrenze. Ausgeübt werden darf die Arbeit von mehr als 20 Stunden pro Woche allerdings nur in einem Zeitraum von insgesamt 26 Wochen.

„Bei mehreren Jobs werden die Arbeitszeiten zusammengerechnet. Wer lieber am Wochenende, am Abend und in der Nacht arbeitet, darf neben dem Studium länger arbeiten solange das Studium weiterhin im Vordergrund steht“, weiß der Rechtsexperte Mingers.

Generell gilt: Das Werkstudentenprivileg hängt nicht vom Einkommen ab. Allerdings müssen die Steuern im Auge behalten werden. „Wenn Studierende über die Eltern familienversichert sind, liegt die monatliche Einkommensgrenze bei 435 ansonsten ist eine eigene Krankenversicherung fällig“, erklärt Markus Mingers.

Wer unter 30 Jahre alt ist oder das 14. Fachsemester noch nicht abgeschlossen hat, ist in der gesetzlichen Krankenversicherung für Studierende bei einer Krankenkasse seiner Wahl versichert. Über 30-Jährige und Studierende über dem 14. Fachsemester müssen sich in der freiwilligen gesetzlichen Krankenversicherung versichern.

Ausnahme: BAföG-Empfänger

Wer BAföG bezieht, ledig ist und keine Kinder hat, darf nicht mehr als 5.400 brutto im Bewilligungszeitraum verdienen. „Ansonsten wird das mühsam verdiente Geld schrittweise auf die monatliche BAföG-Zahlung angerechnet und aufgezehrt“, betont der Rechtsexperte. Daher sind unbedingt die Freibeträge zu beachten - diese greifen bei Studenten mit Kindern bzw. Ehe- oder Lebenspartnern. Für Selbstständige liegt die Grenze bei 4.410 brutto im Bewilligungszeitraum.
Autor: red

Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentare sind zu diesem Artikel nicht möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige MSO digital

Cookies

Wir verwenden Cookies um die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren und geben hierzu Informationen zu Ihrer Nutzung unserer Website an Partner weiter. Mehr Informationen hierzu finden Sie im Impressum und der Datenschutzerklärung.
Cookies akzeptieren
nur technisch notwendige
Javascript muss aktiviert sein.