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Do, 22:13 Uhr
26.04.2018
Förderverein „Alte Kanzlei"

Junge Mitglieder im „Alte(n) Kanzlei“ Verein

Mehrere junge Mütter sind auf der jüngsten Mitgliederversammlung des Fördervereins „Alte Kanzlei“ Bleicherode am 17. April besonders aktiv aufgetreten und haben frischen Wind in die betagten Reihen der aktiven Mitglieder des Vereins gebracht...

Mitgliederversammlung (Foto: S. Winter) Mitgliederversammlung (Foto: S. Winter)
Der Vorstandsvorsitzende Herr Böhm integrierte die neuen Aufgaben in seinen Arbeitsplan für das künftige Jahr, nachdem er in gewohnt sachlicher und umfänglicher Art und Weise Bericht darüber erstattet hat, was die bewährten Mitglieder des Vereins im Jahr 2017 alles bewerkstelligt haben.

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Und darauf können sie durchaus stolz sein: Im vergangenen Jahr haben mehr als 1000 Bürger die Alte Kanzlei besucht und deren interessante Ausstellungen besichtigt. Des Weiteren nutzten mehrere Bleicheröder Familien und Firmen die Räumlichkeiten des Gebäudekomplexes, um hier mit ihren Gästen verschiedene Feiern zu genießen. Den absoluten Höhepunkt stellte erwartungsgemäß der Kanzlei-Advent dar, der mehr als 600 Gäste anzog, die von den fleißigen Mitgliedern und Freunden des Vereins sehr herzlich versorgt und beköstigt wurden. Dessen ungeachtet haben sich die Frauen des Vereins in die Karnevals -Aktivitäten der Stadt Bleicherode eingebracht.

Nicht nur die Mütter sind mit ihrem Kindersachen-Basar zukunftsorientiert, auch der Vorstand denkt an eine zukünftige räumliche Erweiterung der Alten Kanzlei, wenn entsprechende Kontakte und Mittel her- bzw. bereitgestellt werden können. Herr Böhm appelliert an die Verantwortlichen der Stadt, des Kreises und des Landes, die entsprechenden Ambitionen des Vereins zu unterstützen, weil es nicht nur der ortsansässigen Bevölkerung zugutekommt, sondern auch den Schülern der verschiedenen Schularten und den Gästen des Schullandheims sowie den Besuchern der Fachwerkstraße und der Stadt Bleicherode. In den künftigen Räumlichkeiten könnte ein Bürger- und Kulturzentrum entstehen, das für Bleicherode und Umgebung Bedeutung erlangt. Hier könnten z.B. alle musealen und kleineren kulturellen Aktivitäten in der Stadt stattfinden, für die das Kulturhaus nicht geeignet ist. Für Vereine und andere Bürgergemeinschaften wäre Platz, auch für die Stadtinformation.

Weitere bauliche Maßnahmen sind im kommenden Jahr erforderlich. Notwendig sind die Anfertigung und Anbringung eines Tores und Türchens zur Hagenseite, welches von Herrn Böhm als Sachspende bereitgestellt werden wird.

An Veranstaltungen plant der Verein in diesem Jahr wie immer das von den Frauen organisierte Suppen- und Marmeladentreffen, ferner das Sommerfest und den Kanzlei-Advent. Auf dem Ausstellungsplan stehen die Ausstellung „Nordhausen vor der Zerstörung und heute“, deren Großfotografien von Herrn Dr. Schmidt zusammengestellt werden, und die Ausstellung von Großfotografien der Werke des Bildhauers Ernst Barlach, mit deren Vorbereitung nach Zusagen des Barlach-Hauses Hamburg auch Herr Dr. Schmidt beschäftigt ist.

Im November wird zum 80. Mal der Pogromnacht am 9.11.1938 gedacht. Bleicherode hat Anlass, des Leids der früheren jüdischen Gemeinde zu gedenken, zu der 1933 rund 130 Bürger gehörten, bei Kriegsbeginn waren es noch 30. Es ist gut, dass in der Kanzlei, dort, wo die erste Synagoge der Stadt war, die von Herrn Dr. Schmidt erarbeitete Dokumentation der Geschichte der jüdischen Gemeinde zu sehen ist.

Sie ist zugleich eine würdige Gedenkstätte, die mit Hilfe des sehr persönlichen Fotomaterials eine lebendige und in dieser Form seltene Erinnerung an die jüdischen Mitbürger vermittelt. Mit den Dokumenten des Vereinsarchivs konnte dieser der Akademie der Künste in Berlin bei der Vorbereitung eines offiziellen Dokumentationswerkes helfen.

Somit konnte der Vereinsvorsitzende überzeugend nachweisen, dass der gemeinnützige Verein „Alte Kanzlei“ vielfältige Aktivitäten für die Bevölkerung organisiert und ein Besuchermagnet der Stadt Bleicherode darstellt, das noch weiter ausgebaut werden kann.
Sigrid Winter
Autor: red

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