Do, 12:30 Uhr
26.04.2018
Katzenhaus sackt ab
Tierheim hofft auf Unterstützung
Noch ist es ruhig im Nordhäuser Tierheim, sechs Hunde und fünf Katzen bewohnen derzeit das Gelände auf dem Hügel über Niedersalza. Viel mehr dürfen es auch nicht werden, seit das alte Katzenhaus wegzusacken droht, hat man ernsthafte Kapazitätsprobleme. Die Betreiber hoffen auf die Hilfe der Stadt um wenigtstens eine temporäre Lösung zu finden...
Die "Maikätzchen" tragen ihren Namen nicht umsonst, im Wonnemonat bringen die Katzen ihren Nachwuchs zur Welt. Für das Nordhäuser Tierheim eine Zeit des Hochbetriebs, die schon jetzt beginne, sagt Tierheimleiterin Jennifer Michaela Schenk.
Nur Platz hat man keinen. Um das "Katzenhaus" verläuft Absperrband, das Gebäude droht abzusacken, teile des Geländes sind gesperrt. Erst hatte man die ehemalige Lehmgrube im Verdacht, inzwischen ist klar: die Keller einer früheren Bebauung wurden nicht richtig verfüllt.
Betrieben wird das Tierheim von einem Trägerverein, die Kommunen des Landkreises beteiligen sich je nach Einwohnerzahl bis auf wenige Ausnahmen an der Finanzierung der Einrichtung. Hinzu kommen Gebühren, die man selber erheben kann. Über das Jahr reichen die Einnahmen gerade so um die Personal- und Materialkosten stemmen zu können, erzählt Schenk. Den Abriss- und Neubau eines ganzen Gebäudeteils gibt das Budget in keinem Fall her.
Auf Hilfe hofft der Trägerverein jetzt von der Stadt Nordhausen, auf deren Grund und Boden das Tierheim steht. Ein Gespräch mit Oberbürgermeister Kai Buchmann hat es bereits gegeben, als vorläufige Lösung ist die Anschaffung von Containern im Gespräch, in denen die Katzen untergebracht werden sollen. Die wurde gestern im Finanzausschuss besprochen, 30.000 Euro will man für die Anschaffung bereitstellen, hieß es im Ausschuss.
Die Probleme des Tierheims haben sich inzwischen herumgesprochen, auch bei der SPD. Zur letzten Sitzung des Kreisverbandes der Nordhäuser Genossen organisierte Nancy Kämmerer eine spontante Spendensammlung die immerhin 200 Euro zusammenbrachte. Die Spende wurde gestern vom stellvertretenden Ortsvorsitzenden Georg Müller übergeben. Mit der Summe könne man zwar keine Berge versetzen, sagte Müller, aber es sei ein Zeichen das man bereit sei zu helfen und Verantwortung zu übernehmen.
Spende übergeben: v.l.: Jennifer Michaela Schenk, Hans Georg Müller, Nancy Kämmerer (Foto: Angelo Glashagel)
Geldspenden seien aktuell die beste Möglichkeit dem Tierheim zu helfen, meint Tierheimleiterin Schenk, Sachspenden seien zwar auch immer willkommen, aktuell würden die aber nicht viel helfen, da man schlicht nicht über die Kapazitäten verfüge diese auch sinnvoll einzusetzen.
Der Verein will sich indes nicht auf Spenden allein verlassen, am 23.6. wird man wieder zum Sommerfest laden um mit einer Tombola, Kaffee und Kuchen selber einige Extra-Einnahmen erzielen zu können und hofft auf zahlreiche Besucher.
Angelo Glashagel
Autor: redDie "Maikätzchen" tragen ihren Namen nicht umsonst, im Wonnemonat bringen die Katzen ihren Nachwuchs zur Welt. Für das Nordhäuser Tierheim eine Zeit des Hochbetriebs, die schon jetzt beginne, sagt Tierheimleiterin Jennifer Michaela Schenk.
Nur Platz hat man keinen. Um das "Katzenhaus" verläuft Absperrband, das Gebäude droht abzusacken, teile des Geländes sind gesperrt. Erst hatte man die ehemalige Lehmgrube im Verdacht, inzwischen ist klar: die Keller einer früheren Bebauung wurden nicht richtig verfüllt.
Betrieben wird das Tierheim von einem Trägerverein, die Kommunen des Landkreises beteiligen sich je nach Einwohnerzahl bis auf wenige Ausnahmen an der Finanzierung der Einrichtung. Hinzu kommen Gebühren, die man selber erheben kann. Über das Jahr reichen die Einnahmen gerade so um die Personal- und Materialkosten stemmen zu können, erzählt Schenk. Den Abriss- und Neubau eines ganzen Gebäudeteils gibt das Budget in keinem Fall her.
Auf Hilfe hofft der Trägerverein jetzt von der Stadt Nordhausen, auf deren Grund und Boden das Tierheim steht. Ein Gespräch mit Oberbürgermeister Kai Buchmann hat es bereits gegeben, als vorläufige Lösung ist die Anschaffung von Containern im Gespräch, in denen die Katzen untergebracht werden sollen. Die wurde gestern im Finanzausschuss besprochen, 30.000 Euro will man für die Anschaffung bereitstellen, hieß es im Ausschuss.
Die Probleme des Tierheims haben sich inzwischen herumgesprochen, auch bei der SPD. Zur letzten Sitzung des Kreisverbandes der Nordhäuser Genossen organisierte Nancy Kämmerer eine spontante Spendensammlung die immerhin 200 Euro zusammenbrachte. Die Spende wurde gestern vom stellvertretenden Ortsvorsitzenden Georg Müller übergeben. Mit der Summe könne man zwar keine Berge versetzen, sagte Müller, aber es sei ein Zeichen das man bereit sei zu helfen und Verantwortung zu übernehmen.
Spende übergeben: v.l.: Jennifer Michaela Schenk, Hans Georg Müller, Nancy Kämmerer (Foto: Angelo Glashagel)
Geldspenden seien aktuell die beste Möglichkeit dem Tierheim zu helfen, meint Tierheimleiterin Schenk, Sachspenden seien zwar auch immer willkommen, aktuell würden die aber nicht viel helfen, da man schlicht nicht über die Kapazitäten verfüge diese auch sinnvoll einzusetzen.
Der Verein will sich indes nicht auf Spenden allein verlassen, am 23.6. wird man wieder zum Sommerfest laden um mit einer Tombola, Kaffee und Kuchen selber einige Extra-Einnahmen erzielen zu können und hofft auf zahlreiche Besucher.
Angelo Glashagel




