eic kyf msh nnz uhz tv nt
Mi, 06:52 Uhr
25.04.2018
nnz-Forum:

Fragwürdiger E-Bus-Hype

"E" heißt der Hype, dem sich Politik und Wirtschaft in Deutschland derzeit verschreiben, nur um von den eigenen kaum bestraften Unterlassungssünden, von Kungelei und Schönfärberei in Sachen NOx-Kraftfahrzeugabgasemissionen abzulenken. Meint Bodo Schwarzberg...


Natürlich könnte der Nordhäuser Kreistag nach der Entscheidung für E-Busse argumentieren, er "hielte ja mit der Technik unserer Zeit", und zugleich mit den ökologischen Herausforderungen der Gegenwart u.s.w. Schritt.

Anzeige symplr (1)
Mir scheint, als machten sich die Kreistagsmitglieder erneut zum Büttel der Wirtschaft, die natürlich angesichts des desolaten, aber auch kaputtgeredeten Dieselimages, nichts Besseres zu tun hat, als ökologisch fragwürdige Abwrackprämien zu schalten und, wie schon so oft in ihrer Werbung, ökologische Fahrzeuge der Spitzenklasse zu versprechen. - Mit der abermaligen Chance, dass sich alle, ja wirklich (fast) alle, wieder beruhigt fühlen.

Dabei wird wie schon seit Beginn der Marktwirtschaft übersehen, dass es hier nicht wirklich um eine Entlastung der Umwelt, sondern nur um ein Auffüllen der jeweiligen Geldsäcke und natürlich des guten Gewissens geht - mit den wissenschaftlich tausendfach bewiesenen, immer fürchterlicheren Folgen für uns alle.

Werden also die Verantwortlichen wirklich alle Faktoren einbeziehen, die entscheidend sind für den Beschluss, nach wie vielen Jahren sich der Neukauf eines Busses ökologisch lohnt?

Werden bei derartigen Entscheidungen beispielsweise auch die gern unter den Tisch fallenden Treibhausgasemissionen berücksichtigt, die bei Herstellung und Entsorgung der neuen bzw. alten Fahrzeuge angefallen sind bzw. anfallen?

Nur wenn all dies, zuzüglich der Emissionen im realen Fahrbetrieb berücksichtigt wird, sollte man eine Entscheidung pro E-Bus treffen. Denn nur weil der Bus ein E-Bus ist, ist er noch lange nicht ökologischer, als sein rein dieselbetriebener Vorgänger. Hat der Kreistag auch einbezogen, dass in Lateinamerika nun bisher naturbelassene Refugien, Salzseen in den Anden, zerstört werden, um die stark steigende Nachfrage nach Lithium für die Akkus der E-Fahrzeuge zu befriedigen? Wohl eher nicht. Aber auch das muss berücksichtigt werden, wenn Politiker die Zukunft von Menschen sichern wollen!

Gegenwärtig steigen die CO2-Emissionen der deutschen Kfz-Flotte übrigens wieder an. Und das in Zeiten des Klimawandels, der uns alle bedroht, und den die Politik angetreten ist, zu bekämpfen: Durch die Neuanschaffung von Bezinern im Zuge der Abschaffung Co2-armer Diesel und der neuen Abwrackprämien und unter dem Strich wohl auch der E-Autos, die ja auch erst einmal produziert werden müssen. Erkennen Sie das Dilemma? Stecken Sie den Kopf nicht in den Sand?Kamen oder kommen die eigentlich entscheidenden Widersprüche in Nordhausen zur Sprache? Wohl kaum.

Der Mensch bildet sich immer noch ein, mit Hilfe von immer neuen Produkten die von ihm verursachte, das gesamte Erdleben bedrohende Situation zu entschärfen. Bisher aber hat Wachstum, wie wir es kennen, langfristig betrachtet, nicht wirklich ein Problem gelöst. Im Gegenteil, wie wir global sehen können und wie es sich auch in der weltweiten Flüchtlingskrise zeigt.
Bodo Schwarzberg
Autor: red

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Anzeige symplr (6)
Kommentare
geloescht.otto
25.04.2018, 08:17 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Gehört nicht zum Thema des Beitrages
free Gigi
25.04.2018, 10:59 Uhr
Pessimist
warum immer so schwarz-malerisch? Wäre Ihnen ein Leben in steinzeitlichen Verhältnissen lieber?
Es gibt durchaus auch positive Entwicklungen wie der Verbrennungsmotor statt der Dapfmaschine, die Atomkraft statt der Kohle, irgendwann vielleicht mal die Fusion...
Paul
25.04.2018, 11:41 Uhr
E-Auto
Wieso sind denn alle nur so schwachsinnig den ständigen Ablaßbeschwörungen gegen alle möglichn Autos zu glaben. Tag täglich überfliegen millionen Flugzeuge Deutschland und pußten Tonnenweise ihren Dreck raus. Tag täglich fahren tausende von Kreuzfahrtschiffen und noch mehr Containerschiffe in aller Welt herum. Aber die sind ja nicht Schuld an der Umweltverschmutzung, nein da wird dem dummgläubigen Bürger eingeredet das ja nur die Autos daran Schuld sind. Also was soll diese ständige und absolut schwachsiinige Disskussion um E-Autos. Und laut aktuellen Berechnungen belastet die Herstellung und Entsorgung der ganzen E-Autos die Umwelt wesentlich mehr als sogar ein herkömmliches Diesel-o.Benzinautos. Aber die Autos sieht jeder, die Schiffe und Flugzeuge nicht. Deshalb läßt sich alles immer schön allein auf die Autos abschieben und man kann hervorragend noch den steuerzahlenden Bürger abzocken, was ja auch viel leichter geht als die "gro0en"zur Kasse zu bitten. Naja und so nebenbei stehen ja noch einige Politiker auf der Gehaltsliste der Betreffenden "gro0en". Schönen Tag noch !
Schelenhaus
25.04.2018, 13:00 Uhr
Irrsinn im Kreistag NDH - Ideologie schlägt Vernunft
Gestern erreichte ein Beschluss des Kreistages zur E-Mobilität neue Maßstäbe im Bereich der Steuerverschwendung und der Umweltverschmutzung.

Eine von Landrat Jendricke vorgelegte Beschlussvorlage sollte den Weg ebnen, dass drei "E-Busse" mit einer Reichweite von mindestens 200 km angeschafft werden sollen.

Klingt gut oder? IST ES ABER NICHT!

Denn es gibt weltweit noch keine Busse, die 200 km lang ausschließlich mit Strom durch Akkus betrieben werden können. Was will Herr Jendricke denn nun kaufen?

Ganz einfach. Es gibt derzeit zwei große Anbieter (aus China und Polen), die "E-Busse" mit einer Reichweite von mehr als 200 km anpreisen. Besser gesagt, diese Anbieter gaukeln dies vor. Tatsächlich erreichen diese Fahrzeuge dies nur deshalb, weil die Klimatisierung der Fahrgastzellle mit Hilfe eines zusätzlichen eingebauten Dieselmotores (!) erfolgt. Da im Sommer und Winter etwa 40 % der Energie eines Busses zur Klimatisierung verwendet wird, erreichen diese Schummelbusse nur so eine solche Reichweite.

Ich nenne dies eine Mogelpackung, doch es kommt noch schlimmer:

Die Dieselanriebstechnik in Deutschland unterliegt strengen Abgasnormen, die nur durch Partikelfilter und adblue-Technologie erreicht wird. Diese Vorschriften gelten aber nicht für Dieselmotoren, die zum Heizen verwendet werden. Die Heizdieselmotoren aus China und Polen, die in diesen Bussen verbaut wurden, verfügen aber nicht über diese Technologien. Sie rußen und erzeugen erhebliche Mengen Stickoxide.

Folglich werden die Busse, die Herr Jendricke anschaffen will, die Umwelt mehr belasten, als moderne deutsche Dieselbusse.

Deshalb habe ich gestern den Antrag im Kreistag gestellt, nur solche Busse anzuschaffen, die ausschließlich mit Strom betrieben werden. Mein Antrag wurde mit großer Mehrheit abgelehnt!

Wenn man dann noch beachtet, dass ein solcher Pseudo-E-Bus ohne Förderungen in der Anschaffung derzeit 1 MILLIONEN EURO mehr kostet als ein Dieselbus, weil neben dem ohnehin doppelt so teurem Bus ja auch die Infrastruktur und drei Akkusätze je Bus mitfinanziert werden müssen, verliert man den Glauben an unsere Volksvertreter.

Dennoch wurde dies gestern beschlossen!

Ich werde dies nicht mitmachen und den Landesrechnungsfof bitten zu prüfen, ob hier ein Subventionsbetrug vorliegt.
Psychoanalytiker
25.04.2018, 13:56 Uhr
@Schelenhaus
Der Wähler deutscher Politik merkt zunehmend, wem man zukünftig seine Stimme geben muss und sollte. Ich habe dabei das Gefühl, dass die Dummheit auf allen politischen Ebenen erschreckend zunimmt.

Ich bin aber ganz bei Ihnen. Ich beschäftige mich zwar derzeit herzlich wenig mit Antrieben von Fahrzeugen, aber Ihre Argumentation ist für mich logisch und nachvollziehbar. Wenn die Herstellerangaben nur annähernd so sein dürfen, wie es die verlogenen EU-Richtlinien bei kraftstoffbetriebenen Autos derzeit sind, dann gute Nacht. Neben der Klimatisierung hat so ein Fahrzeug noch stromfressendes Licht, ein Radio, elektrische Türen, Scheibenwischer, Blinker (die viele nicht mehr benutzen) und und und ......
Da werden bei Kältegraden aus 200 km bestimmt schnell mal nur noch 20 km Reichweite. Ich brauchte vergangenes Jahr eine neue PKW-Batterie, weil unbemerkte Stromfresser am Werke waren und die Batterie erst die Leistung minderte und dann völlig aufgab. Wenn das bei E-Fahrzeugen ähnlich ist, werden die potentiellen Käufer auch wieder nur Vera.... .

Herr Schelenhaus, rufen Sie nicht den Landesrechnungshof an, dort sitzen auch keine Praktiker. Rufen Sie Mario Barth an, der sucht Steuerverschwender, zieht sie ons Lächerliche und "deckt auf" ........
Kritiker2010
25.04.2018, 17:12 Uhr
auch @Schelenhaus
Vielen Dank, dass Du immer mal quer treibst und Dinge hinterfragst. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es nicht leicht ist, sich immer wieder gegen den Strom der (St/D)ummen zu stellen. Sicher hast Du auch nicht immer Recht. Dein Charakter verbietet es Dir aber eben, die Füße still zu halten oder wegzuschauen, selbst wenn das Magengeschwür dadurch jeden Tag weiter wächst.

Zur Sache: Ich beschäftige mich auch schon lange mit dem Thema "Elektro-Mobilität". Und ja, auch ich meine, es ist die logische Konsequenz. Aber eben nicht mit einem Ruck, sondern fließend als geplante Ablösung vorhandener Fahrzeuge, damit die Gesamtrechnung - sowohl finanziell, als auch ökologisch - stimmt (wie von Herrn Schwarzberg beschrieben ... und ich bin nicht oft seiner Meinung).

... die Anti-Diesel-Kampagne ist für unser Klima genau so schädlich, wie die Anti-Atom-Strom-Ideologie.
Kat
25.04.2018, 19:09 Uhr
und dann kommt Herr Zwegat nach NDH
Ich bin immer wieder erstaunt, wie schnell man in Nordhausen Geld ausgibt, wenn man das Wort Fördergeld hört..
Noch dazu nicht das eigenen Geld!
Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen, und sehe diesen Kauf der E-Busse als absolut unsinnig an.

Im letzten Jahr wurden noch sogenannte Bürgertikets für den ÖPNV in Nordhausen diskutiert. Ich nenne so etwas eine Zwangsabgabe für Misswirtschaft. Da sollten dann die Bürger monatlich Fahrkarten bezahlen, ob sie diese nutzen oder nicht.
Wetten, das das Thema ganz schnell wieder auf dem Tisch ist, sobald sich das ganze nicht trägt?
Reicht es nicht, dass uns das "Bürgerhaus" in das "Buch der Steuerverschwendung" gebracht hat fragt sich

der Kat
Rene Strube
26.04.2018, 07:52 Uhr
Warum tun die das ?
Als Herr Schelenhaus, bei sich abzeichnendem Beschluss nochmals zum Microfon ging und wiederholt auf die Mogelpackung hinwies - das diese Busse eben zumindest zeitweise mehr Schadstoffen ausstoßen als aktuelle moderne dieselgetriebene Bus warf Frau Becker - MdL SPD
ein "aber doch nur fürs Heizen" .
Genau so war es. Ich kann nicht glauben, was für Leute uns regieren. Es fällt mir schwer, hierfür keine Schimpfworte zu benutzen. Einzelne Kreistagsmitglieder - fraktionsübergreifend stimmten gegen die Busse.
Weshalb jedoch auch Herr Zeh (CDU) und Herr Primas (MdL CDU) für ein solches typisch rot/grünes Ideologieprojekt stimmten, kann man in Bezug auf das kommende Landtagswahljahr nur mutmaßen.

Ganz offensichtlich haben hier Personen abgestimmt, die nicht nachvollziehen können, wie hart andere für die hier ideologisch motiviert verbrannten Steuergelder arbeiten müssen.

Die angekündigte weitere Vorgehensweise des Herrn Schelenhaus ist zu begrüßen.
RaWu
26.04.2018, 08:21 Uhr
Der Grund ist recht einfach.
Eigentlich interessiert Herrn LR Jendricke es vermutlich nicht, ob die Stadt(!)werke Diesel oder E-Busse betreiben. Nein, es ist viel einfacher...
Frau Siegesmund, noch Umweltministerin von Thüringen will endlich mal einen Erfolg vorweisen. Der von ihr ausgelegte Fördertopf für E-Busse kommt bei den klammen thüringer Kommunen jedoch nicht so recht an. Die Folgekosten können wir uns eben nicht leisten.

Da ist wohl Herrn Jendricke die Idee gekommen, bei der Minsterin lieb Kind zu machen. Ich denke, ihm ist klar, was er da anrichtet. Jedoch vermutlich völlig egal.
Es wird ein Kuhhandel sein. Kaufst du E-Busse und nimmst mir Fördermittel ab, sorge ich im Gegenzug im Kabinett wir eine wohlwollende Bewertung der Zuwendungsbescheide für den Landkreis Nordhausen.

Am Ende steht der LK besser da, der LR sonnt sich in dem "Erfolg" und die Stadt ist endgültig Pleite.
Herr Taft
26.04.2018, 08:22 Uhr
Technologie entwickelt sich...
.... Und batterieelektrisches fahren kann nicht der Weisheit letzter Schluss sein....jedenfalls nicht mit den zur Verfügung stehenden Batterien und der Ladeinfrastruktur. Mal ehrlich, selbst am schnelllader dauert es mehr als eine Stunde bis ein Akku wieder leidlich aufgeladen ist. Vor 200 Jahren hat man in der Zeit die Kutsche angespannt und war schon lange unterwegs.... Das soll Fortschritt sein?

Aber es wird nach Lösungen gesucht. Bin Gerade bei n-tv über einen neuen Ansatz gestolpert: das Auto tankt Methanol. Daraus wird Wasserstoff gewonnen, der in einer Brennstoffzelle in Strom umgewandelt wird, der wiederum die Elektromotoren antreibt.

https://mobil.n-tv.de/auto/Gumpert-feiert-in-China-Comeback-article20403238.html

Tankzeit 5 Minuten, Reichweite 1000km und kein Wasserstofftank notwendig.

Ich habe keine Ahnung, ob das die Lösung ist... Aber es zeigt, dass es besser geht als mit Batterien.

Liebe Stadt, wartet mit den Bussen, bis sie Alltagstauglich sind. Es wird noch vieles kommen, an das wir jetzt noch gar nicht denken.... Und das schneller als wir glauben.
Andreas Dittmar
26.04.2018, 08:52 Uhr
kein Profit zu machen
Der Wasserstoffantrieb wäre das Aus für die Mineralöl-Konzerne. Gegen solche zukunftsweisende Technologie wehren die sich mit allen Mitteln.
Herr Taft
26.04.2018, 09:33 Uhr
@a.dittmar...
... Das Problem beim Wasserstoff ist die energieaufwendige Herstellung und die aufwendige Lagerung. Das würde im oben genannten Lösungsansatz beides eliminiert. Methanol kann beispielsweise in einer Biogasanlage gewonnen werden.... oder eben aus Erdgas oder Kohle.... (Sicher auch Erdöl? ) . So steht es jedenfalls im Artikel. Ich bin kein Chemiker.

Es wird bereits heute von den Treibstoffproduzenten hergestellt. Also ist da auch was dran zu verdienen.

Methanol ist einfach zu lagern, leicht zu transportieren...
Bodo Bagger
26.04.2018, 09:34 Uhr
@Andreas Dittmar
wieso wäre der oben beschriebene Ansatzt Methanol -> H2 -> der Tod der Minaralölindustrie. Schliesslich braucht man dafür Methanol und dieses ausschließlich aus nachwachsenden Rohstoffen zu beziehen ist auch hier wieder utopisch und endet wie alle sozialistischen Experimente im Mangel.

Vielmehr fraglich sind die dabei auftretenden Verluste in den Kreisprozessen wie auch das entstehende CO2 bei der Generierung des Wasserstoffes aus dem Methan? Was habe ich damit gewonnen?

CH3OH + H2O -> CO2 + 3H2

Dann kann ich das Methanol auch direkt im Verbrenner verfeuern, installiere einen Mikro Abgaskessel und erzeuge mit diesen, aus Abwärme gewonenen Dampf, der über eine Mikroturbine einen Generator die Energie für das Laden der Batterie, bzw. den Elektrozusatzmotor?

Damit nutze ich die 50% Abwärme aus dem Atkinson-Kreisprozess des Verbrenners und generiere in einem Clausius Rankine Kreisprozess des Dampfkreises elektrische Energie....
Herr Taft
26.04.2018, 11:21 Uhr
@Herr Thümmel
Der Wirkungsgrad der Elektromotoren ist meiner Meinung nach deutlich höher, als der eines Verbrenners und der CO2-Ausstoß sollte (laut dem Artikel) mit 30 gramm deutlich unter dem eines Verbrenners liegen.
RaWu
26.04.2018, 12:48 Uhr
Gibt es schon
@Spätzlevernichter
Das Problem der aufwändigen Speicherung von Wasserstoff geht seit einigen Jahren Audi in einem Projekt an. Dort wird Strom von Offshore Windparks genutzt, um Wassterstoff mittels Elektrolyse zu erzeugen und unter Verwendung von Kohlendioxid aus der Luft Methan zu synthetisieren. Das Methan läßt sich relativ problemlos verdichten und speichern.
Kritiker dieser Methode bemängeln den geringen Wirkungsgrad der Methode. Ich finde jedoch, das ich besser als bei Stromüberangebot die Windkraftanlagen auszuschalten oder den Strom gegen Geld (!) nach Österreich zu "verkaufen".
Zum Wirkungsgrad moderner E-Motoren: Richtig, 90 % sind drind. Vergessen Sie jedoch nicht die Wandlungsverluste Zapfsäule->Wandler->Akku->Wandler-Motor.
Nehmen wir das zusätzliche Gewicht durch die Akkus hinzu, ist der Diesel doch deutlich effektiver.

@Herr Thümmel
Soll das ein perpetuum mobile werden?
Bodo Bagger
26.04.2018, 13:32 Uhr
welches Perpettum Mobile....
die Direktbrennstoffzelle, die hier wohl gemeint ist, hat einen Wirkungsgrad von 20% bis 30%, ein Elektromotor ca. 90%. Macht ausgehend von 100% zwischen 18% bis 27% Gesamtwirkungsgrad des Antriebsstranges bis auf die Achse.

Jeder Verbrenner agiert momentan, je nach Treibstoff und Bauart zwischen 35% bis 45% auf der Antriebswelle.

Noch nicht mit eingerechnet sind prozessbedingte Mehrgewichte, die ja auch bewegt werden wollen. Und last but not least produziert auch diese Brennstoffzelle als Abfallprodukt der kalten Methanolsynthese CO2.

Hört sich also wieder nach Physiksozialismus an...
Kann es, wenn ich etwas Zeit finde auch gern noch mal anhand der Enthalpien inklusive der Phasenübergangsenthalpien und entrophien ausrechnen.
Bodo Bagger
26.04.2018, 13:39 Uhr
RaWa
übrigens, was Sie hier so abschätzig als Perpetuum Mobile bezeichnen, ist seit Jahren Realität in der Schiffahrt.

Normaler Schiffsgroßdiesel mit nachgeschalteten Abhitzedampferzeuger zur a) Prozessdampferzeugung und oder b) mit nachgeschalten once through Clausius Rankine Kreisprozess.

Wirkungsgrad Großdiesel = 50%
Wirkungsgrad Dampfprozess bei ca. 600°C Dampftemperatur mit Zwischenüberhitzung 35% macht bezogen auf 100% einen Gesamtwirkungsgrad von 67,5% auf der Welle + eventuelle Restnutzung der dann noch verbleibenden Abwärme im Kondensator für Heizzwecke etc.
Sandy83
26.04.2018, 14:51 Uhr
#NaturKapierenUndKopieren
Hallo ihr Lieben,

ihr habt ja alle echt tolle Ideen, aber ihr vergesst dabei eins: Erdöl wird über kurz oder lang nicht mehr da sein. Und bis dahin wird es auch immer teurer. Die Diskussion um die Batterie führt uns doch am Thema vorbei. Wir sollten uns lieber auf Zukunftstechnologien wie Teslas geniale Erfindung den magnifying transmitter und die Nutzung von Raumenergie und Nullpunktsenergie konzentrieren. Damit sollten all unsere Probleme der Vergangenheit angehören. Forellen- und Sorgturbine sind dann keine Zukunftsmusik mehr. Ganz zu schweige die Kalte Fusion. Statt Lithium sollten wir Palladium abbauen. Denkt mal drüber nach.

Eure
Sandy
Boris Weißtal
26.04.2018, 15:21 Uhr
Raumenergie = unwissenschaftlicher Quantenquark
Liebe Sandy,
bitte den Aluhut abnehmen, den brauchen Sie in anderen Foren, hier nicht!
Sandy83
26.04.2018, 15:39 Uhr
#mussmanwissen
Hallo Ihr Lieben,

Wer sind sie (Boris W.) zu entscheiden, was wissenschaftlich und was unwissenschaftlich ist?
Hier werden Schiffsmotoren in Autos gedacht, aber ich darf nicht mit der wahren Physik argumentieren? Nur weil sie es nicht verstehen ist es gleich Unsinn? Ich glaube sie stehen auf der Gehaltsliste der Mineralölgesellschaften. Einfach mal google benutzen.

Eure

Sandy
Bodo Bagger
26.04.2018, 15:59 Uhr
wahre Physik
basiert auf Axiomem, als quasi unveränderlichen Postulaten physikalischer Gesetzmäßigkeiten und solchen Ungeheuerlichkeiten wie einem Energieerhaltungssatz oder dem Impuslerhaltungssatz.

Wer freie Energie oder derlei Schwachsinn vertritt, ist quasi wie die Grünen Vorsitzende Baerboeck, die die Energie im Netz speichern will und auch alles schon durchgerechnet hat... und so...

http://www.vernunftkraft-hessen.de/wordpress/2018/02/01/annalena-baerbock-gruene-netze-fungieren-als-speicher/

Im übrigen lässt sich Methangas bzw. daraus Methanol hervorragend über PtG gewinnen... Ok, ist nicht ganz so rentabel und der integrale Wirkungsgrad ist irgendwie ganz schön mikrig...
FettBemme
26.04.2018, 16:24 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Verstoß gegen AGB
Boris Weißtal
26.04.2018, 17:04 Uhr
@Sandy
Es ist erfolgsversprechender mit einem Reichsbürger über die Sinnhaftigkeit von GEZ-Gebühren zu diskutieren, als mit einem Esoteriker über Raumenergie...

Zum Thema googlen: Man findet alles im Netz, Schönes, Wahres, Interessantes und eben auch eine Menge Blödsinn.

So jetzt muss ich aber fix mit meinem Lamborghini (den mir die Ölindustrie geschenkt hat) zum golfen.
Sandy83
26.04.2018, 17:24 Uhr
#mussmanwissen II
Hallo Ihr Lieben,

und damit trifft es Boris auf den Punkt: "...eine Menge Blödsinn." s.o.

Eure

Sandy
Andreas Dittmar
26.04.2018, 21:18 Uhr
Dann werden wohl die Mineralöl-Konzerne weiter den Kraftstoff liefern
@Jörg Thümmel, da gebe ich mich geschlagen. Ich hatte bei der Brennstoffzellentechnologie zusätzlich zur umweltfreundlichen Emmission (Wasser) mit einem höheren Wirkungsgrad gerechnet und demzufolge mit wesentlich mehr Kilometer fürs gleiche Geld. Das ist dann wohl doch nicht der Fall. Was den E-Bus in seiner jetzigen Form angeht, das ist für mich trotzdem Geldverschwendung. Bei den aktuellen Preisen trägt sich das im Wirkbetrieb ohne Förderung überhaupt nicht.
RaWu
27.04.2018, 07:35 Uhr
Perpetuum Mobile
@Herr Thümmel
Nicht gleich eingeschnappt sein, das war eher scherzhaft gemeint.
Klar ist die Nachnutzung der Abgase bei Großdieseln üblich. Die zeichnen sich i.d.R. durch Arbeit auf einem weitgehend festen Arbeitspunkt aus. Bei den Minidieseln im PKW kommt da noch der Kurzstreckenbetrieb hinzu.
So schön es wäre...
Der Wirkungsgrad ist wirklich mickrig. Aber trotzallem besser, als die Windräder still stehen zu lassen oder auf den Strom, der durch Subvention teuer erzeugt wurde, dann auch noch durch Aufpreis loszuschlagen. Dagegen ist der Wirkungsgrad allemal besser.

Zur Subvention:
Der LR stellt Subventionen ja gern als geschenktes Geld dar. Das ist entwerder gelogen oder es fehlt das Wissen. Beides für einen LR inakzeptabel. Subventionen sind vom Steuerzahler sauer verdientes Geld.
Ich halte Ihm mal zugute, dass er das nicht wissen kann. Auf der Seite der Wertschöpfungskette war er nie in seinem Leben. Seit dem Studium hat er stets nur Geld ausgegeben.
Fönix
27.04.2018, 10:32 Uhr
@ RaWu: uneingeschränkte Zustimmung, vor Allem zu den letzten sieben Sätzen!
Allgemein zum Thema:
tatsächlich hat ein ausgedehntes Stromnetz eine gewisse Pufferwirkung. In diesem Zusammenhang von "Speicherung" zu sprechen, zeugt allerdings von einem nahezu unendlichen Potential an Nichtwissen. Dazu kommt dann noch, dass die Politik tatsächlich netzwirksame Speicher (in erster Linie große Pumpspeicherwerke) sowohl bei der Ein- als auch bei der Ausspeisung besteuert wie jeden Erzeuger/Verbraucher gleicher Größenordnung. Betreiber von Pumpspeicherwerken werden also doppelt bestraft, obwohl sie einen enormen Beitrag zum Ausgleich der diskontinuierlichen Energieerzeugung aus Wind und Sonnenlicht leisten könn(t)en. Unglaublich angesichts der Tatsache, dass die Instabilität der Netzfrequenz mit steigendem Anteil der Energieerzeugung aus erneuerbaren Ressourcen exponentiell zugenommen hat und gewaltige Probleme verursacht. Alle, die das nicht wissen/nicht glauben/nicht wahrhaben wollen, können gerne mal z.B. bei SMA in Kassel nachfragen, warum man als Marktführer einen ganzen Geschäftsbereich aufgegeben hat.
Erst wenn das Speicherproblem sowohl für den Verbraucher (PKW, Nutzfahrzeuge) als auch für die Netzbetreiber in globalen Maßstäben technisch sicher und bezahlbar gelöst ist, macht es Sinn, perspektivisch Verbrennungsmotoren grundsätzlich durch Elektroantriebe zu ersetzen. Alles was da jetzt passiert, ist purer Aktionismus auf dem Niveau des "Möhrchen-Hausaufgabenheftes". Genauer betrachtet sogar noch deutlich darunter.
Solange die Speichertechnologie auf extrem begrenzte Ressourcen wie Lithium ausgerichtet ist sollten E-Antriebe auf geeignete Mobilitätsnischen (Zustellbetrieb, Großstadtverkehr) beschränkt bleiben. Warum hat ein Weltkonzern mit Stern seine Aktivitäten zu Entwicklung und Herstellung von Batteriespeichern in Ostsachsen eingestampft, wenn doch die E-Mobilität angeblich alle Probleme löst ? Wenn wir Emissionen in Größenordnungen reduzieren wollen sollten wir lieber darüber nachdenken, Warenströme wo nur irgend möglich wieder zu regionalisieren statt die Globalisierung als den vermeintlichen weltwirtschaftlichen Heilsbringer wie eine Götze anzubeten. Das hatte ich schon mehrfach angemahnt, aber scheinbar hat eine breite Masse großen Interesse, die Geldspeicher einiger weniger Superreicher aus den Nähten platzen zu lassen.
Kommentare sind zu diesem Artikel nicht mehr möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (8)