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Di, 14:45 Uhr
24.04.2018
Neues aus dem NUV

Voll auf Digital

Auf dem Programm des zweiten Mitgliedertreffens des Nordthüringer Unternehmerverbandes in diesem Jahr standen die Herausforderungen der Digitalisierung und der Wirtschaft 4.0 an die regionalen Unternehmen. Damit eng verbunden natürlich auch der Ausbau der Breitbandinfrastruktur. Entsprechend eingeladen wurden die Referenten...

Zugehört (Foto: NUV)
Nach der Begrüßung durch den NUV-Vorstandsvorsitzenden Niels Neu stellte sich Prof. Dr. Lutz Göcke von der Nordhäuser Hochschule den NUV-Mitgliedern vor. Der Wissenschaftler beschäftigt sich unter anderem mit der digitalen Transformation. Vor zehn Jahren war Göcke noch Student am Nordhäuser Weinberg und kam nun sozusagen an seine Ausbildungsstätte zurück. Er empfiehlt sich den Unternehmen der Region als Ansprechpartner in allen Belangen der Digitalisierung und lud bereits zu ersten Workshops ein.

Um digital unterwegs zu sein, ist ein verfügbares und leistungsfähiges Internet die Grundvoraussetzung. Wie der Ausbau dieser digitalen Infrastruktur im Landkreis Nordhausen vorangekommen ist und vorankommen wird, dazu referierte Teresa Mumdey von der Wirtschaftsförderung des Landratsamtes. Ein großer Teil des Landkreises sei hier bereits versorgt. Vor allem in der Kreisstadt und einigen Ortsteilen liege eine Bandbreite von mindestens 30 Mbit/s. Aber es gibt eben auch noch zahlreiche „weiße Flecken“. Aber das Ziel ist aus Sicht der Verwaltung im Visier: Es sollen Bandbreiten bis zu 100 Mbit/s erreicht werden.

Für das Umsetzen stehen dem Landkreis als Koordinator des Ausbaus mehr als zehn Millionen Euro zur Verfügung. Kommunen, die sich in einer Haushaltsnotlage befinden, die können auf Eigenmittel verzichten, alle anderen müssen zehn Prozent der Investitionssumme als Eigenmittel zur Verfügung stellen. Noch in diesem Jahr sollen die Zuschläge im aufwändigen Verfahren erteilt werden. Dann kann mit dem Ausbau begonnen werden. Der könnte Ende 2019 beendet sein – so die Hoffnung der Landkreisverwaltung.

Wie dieser Ausbau technisch vollzogen wird und welche Möglichkeiten es gibt, das erfuhren die NUV-Mitglieder von Jürgen Vopel, dem Projektleiter Netzentwicklung PYUR. Der erläuterte den Zuhörern moderne Technologien zur Übertragung von Daten. Das Unternehmen, das er vertritt, hat sich auf die Wiedernutzung bestehender Kabelnetze spezialisiert.

Dr. Sebastian Gerth (Foto: NUV)
Den Abschluss der Vortragsreihe bildete ein Beispiel der Auswirkungen der Wirtschaft 4.0 auf die Arbeits- und Lebenswelten eines mittelständischen Unternehmens, vorgestellt von Dr. Sebastian Gerth, Referent im Thüringer Kompetenzzentrum Wirtschaft 4.0.

Schwerpunkte waren das digitale Büro, die digitale Produktion, die digitale Sicherheit, der digitale Vertrieb, das digitale Bauen und das digitale Handwerk. Dr. Gerth verwies mehrfach darauf, dass die Beschäftigung oder die Umsetzung der Möglichkeiten der Wirtschaft 4.0 eine immense Herausforderung für jedes Unternehmen darstellt. Dieser müssen sich sowohl die Chefs als auch die Mitarbeiter stellen. Dann werde man den Einstieg und die Nutzung der digitalen Welt meistern und wirtschaftlichen Erfolg generieren. Wer sich dieser Herausforderung nicht stelle, der werde im Wettbewerb höchstwahrscheinlich “auf der Strecke” bleiben.
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