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Fr, 16:30 Uhr
20.04.2018
Neues aus dem NUV

Aktives Netzwerk

Dass die Nordthüringer Wirtschaft willens und in der Lage ist im Sinne der Region zusammenzuarbeiten, sowohl branchenübergreifend als auch innerhalb eines Sachgebiets, zeigen unter anderem die Netzwerke des Nordthüringer Unternehmerverbandes (NUV). Besonders aktiv ist das Netzwerk Transport, Verkehr und Logistik...


Dessen Mitglieder trafen sich gestern in der Agentur für Arbeit. Ein Thema war der Stand der Vorbereitungen zum branchenbezogenen Berufsaktionstag, über welche der Organisationsverantwortliche und NUV-Vorstandsmitglied Marcel Kübler informierte. Die Veranstaltung, welche in diesem Jahr am 23. Juni stattfindet, ist das zentrale Event der Imagekampagne „Deine Zukunft in der Verkehrs- und Logistikbranche!“ und steht aufgrund der Fußball-WM unter dem Motto „Berufsorientierung meets Fußball“. So wird bspw. ein Fußball-Turnier mit attraktiven Preisen das Rahmenprogramm bereichern.

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Zu den umfangreichen Aktivitäten im Rahmen der Imagekampagne werden unter anderem wieder Schulbesuche, mit Informationen über die mit drei Millionen Beschäftigten drittgrößte Branche in Deutschland, zählen.

Im Zusammenhang mit dem großen Engagement zur Berufsorientierung und Imagewerbung wurden im Netzwerk auch die Möglichkeiten zur gegenseitigen Unterstützung und Kooperation zwischen den Betrieben im Rahmen der Ausbildung erörtert. Hierzu informierte Olaf Salomon, Geschäftsführer des Berufsbildungszentrum Nordhausen, über weitere Ansätze der Zusammenarbeit. Insbesondere kleine Betriebe, welche zum Beispiel nicht über ein eigenes Lager für eine entsprechende Ausbildung verfügen, könnten davon profitieren.

Fachkräftesicherung im Fokus

Neben der Fachkräftegewinnung stand im Rahmen des Netzwerktreffens auch die Fachkräftesicherung im Fokus. Unter anderem informierte Rechtsanwalt Dr. Peter über Bindungsmöglichkeiten und rechtliche Handhabe gegen unlautere Abwerbepraktiken. Auch die Problematik des Wechsels von Auszubildenden während der Ausbildung, innerhalb der gleichen Branche, wurde erörtert.

Ausweitung der Maut

Die Wirtschaft am Standort Deutschland steht vor erheblichen Mehrbelastungen durch die Ausweitung der Lkw-Maut auf alle Bundesstraßen zum 1. Juli dieses Jahres sowie drastisch steigenden Mautsätzen zum 1. Januar 2019. Dies geht aus dem neuem Wegekostengutachten hervor, wie Hans-Dieter Otto, Vizepräsident im Bundesverband Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung berichtete.
Grundsätzlich sind für Bundesstraßen und Autobahnen einheitliche Mautsätze zu begrüßen, die ab dem 01.01.2019 kolportierten Mehrkosten stellen jedoch eine enorme Belastung für das Gewerbe dar. Konkret soll die Infrastrukturmaut z.B. für neueste 40 t-Lkw von derzeit 13,5 C/km auf 17,4 C/km steigen. Darüber hinaus erlaubt die EU auch die Anlastung sogenannter "externer Kosten" wie zum Beispiel durch den Lkw verursachte Luftverschmutzungs- und Lärmkosten.

Die Auswirkungen auf die künftigen Transportkosten für eine moderne 40 t-Kombination sind erheblich. Bei einer Jahresfahrleistung von 120.000 km und einer Aufteilung zwischen Autobahnen und Bundesstraßen von 80:20 stiege die jährliche Mautbelastung von derzeit 12.960 auf 22.440 Euro.

Insgesamt war das Treffen des NUV-Netzwerkes Transport, Verkehr, Logistik für alle Teilnehmer ein sehr informativer Abend und geprägt durch einen aktiven Austausch.
Autor: red

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